Wien (Österreich) - Sarah Engels (33) hat Bock auf den "Eurovision Song Contest" (ESC) und brennt darauf, ihren Song "Fire" einem riesigen Millionen-Publikum präsentieren zu können. Wieder einmal gibt es aber vor allem aus Deutschland die größte Kritik.
Am Donnerstag postete die 33-Jährige, dass sie sich mit Wärmepflastern und Schmerzfluid ausgestattet hat und einen Physiotherapeuten oder Chiropraktiker in der österreichischen Hauptstadt suche, denn ihr sei "ganz schwarz vor Augen".
Glücklicherweise sind es bis zu ihrem ersten Auftritt am Dienstag (21 Uhr/ONE) noch einige Tage. Dann wird sie im ersten Halbfinale "Fire" erstmals vor ESC-Publikum in der Wiener Stadthalle performen - außerhalb der Konkurrenz, da Deutschland als einer der Hauptgeldgeber automatisch fürs Finale qualifiziert ist.
Benjamin Hertlein (38) ist skeptisch, ob der Dance-Song wirklich europaweit gut ankommen wird. "Das große Aber bleibt der Titel selbst", so der Chefredakteur des Fan-Portals "ESC kompakt", mit dem TAG24 gesprochen hat.
Das Lied, in dem die zweifache Mutter eine gescheiterte Beziehung thematisiert und erst nach der Trennung ihr Feuer wiedergefunden habe, sei "für mich ein sehr klassischer, fast etwas reißbrettartiger ESC-Song mit einem nicht besonders starken Text und teilweise eher einfachen englischen Reimen", findet Hertlein.
Gemeint sind Verse wie "I'm on fire, fire, you're a liar, liar". Ähnlich einfache Reime hatten in der Vergangenheit aber auch schon andere ESC-Songs, die letztlich gut abgeschnitten hatten.
ESC 2026: "Sie ist eine tolle Performerin und eine hervorragende Sängerin"
Der nächste Punkt, der den "ESC kompakt"-Gründer an einer guten Platzierung Deutschlands zweifeln lässt: "Es gibt einige Beiträge, die in eine ähnliche Richtung gehen, dabei aber moderner wirken." Er zählt Zypern (Antigoni - "Jalla") und Bulgarien (Dara - "Bangaranga") auf. "Ich fürchte, dass es am Ende maximal für eine Platzierung um Rang 20 reichen wird."
Von der Künstlerin Sarah Engels ist Hertlein aber vollends begeistert. "Sie ist eine tolle Performerin und eine hervorragende Sängerin und holt mit ihrer Bühnenpräsenz das Beste aus dem Song heraus. Ich hoffe, dass der Auftritt im Vergleich zum Vorentscheid noch größer, feuriger und energiegeladener wird – dann wäre die Performance wahrscheinlich so stark, wie sie mit diesem Song sein kann."
Das Finale des ESC findet am 16. Mai (21 Uhr/ARD) in Wien statt. Am 12. und 14. Mai (jeweils 21 Uhr/ONE) gehen die beiden Halbfinals über die Bühne.