Anschlag auf Unterkunft für Ukraine-Flüchtlinge? Ermittlungen in Brandruine

Groß Strömkendorf – Der tagelange Feuerwehreinsatz an der niedergebrannten Flüchtlingsunterkunft in Groß Strömkendorf bei Wismar ist inzwischen beendet worden.

Das Flüchtlingsheim ist komplett abgebrannt. Die Bewohner und Betreuer konnten sich retten.
Das Flüchtlingsheim ist komplett abgebrannt. Die Bewohner und Betreuer konnten sich retten.  © Jens Büttner/dpa

Wie ein Sprecher der Feuerwehr Blowatz, zu der Groß Strömkendorf gehört, am Montag mitteilte, ist die Brandwache an der Ruine am Sonntagabend endgültig eingestellt worden.

Die Brandstelle sei so erkaltet, dass die Kameraden abrücken und die Reste des reetgedeckten Ex-Hotels an die Polizei übergeben konnten.

Unterdessen dauert die Suche nach der genauen Brandursache an. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung.

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Im Zusammenhang mit einer Hakenkreuz-Schmiererei an einem in der Nähe aufgestellten Betreiberschild im Vorfeld untersucht der Staatsschutz einen politischen Hintergrund.

In der Region gibt es seit Wochen aber auch eine nicht aufgeklärte Brandserie, der Strohmieten, Waldflächen und am 10. Oktober noch ein reetgedecktes Haus in Blowatz zum Opfer fielen.

Der Brand war - nach Angaben des Unterkunftsleiters - am Mittwochabend an der Außenseite des ehemaligen Hotels ausgebrochen, in dem 14 Flüchtlinge aus der Ukraine und drei Betreuer waren. Alle konnten sich retten.

Trotz Löschversuchen setzten Flammen das Schilfdach in Brand, weshalb das Gebäude weitgehend niederbrannte. Der Schaden wird auf einen Millionenbetrag geschätzt.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa

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