Feuer in Krefelder Entsorgungsbetrieb: Brand im Rheinhafen nach Stunden gelöscht
Von Yuriko Wahl-Immel, Michael Brandt, Nina Gross, Petra Albers
Krefeld - Nach einem stundenlangen Einsatz hat die Feuerwehr einen Brand in einem Entsorgungsbetrieb im Krefelder Rheinhafen gelöscht.
In dem Betrieb waren am Mittwochabend rund 700 Tonnen Metallschrott in Brand geraten. Erst am Donnerstagnachmittag seien die Löscharbeiten beendet worden, teilte die Feuerwehr mit.
Die Einsatzkräfte waren nach eigenen Angaben nur mühsam vorangekommen, weil der Metallschrott mit Baggern auseinandergezogen werden musste. Die Baggerfahrer mussten demnach wegen starken Rauchs immer wieder pausieren.
Drei Mitarbeiter des Recyclingunternehmens hätten bei Löschversuchen Rauchgase eingeatmet und seien leicht verletzt ins Krankenhaus gekommen.
Die Brandursache ist bisher unbekannt. Bis zu 150 Feuerwehrleute waren in dem Industriegebiet im Einsatz.
Zweiter Brand innerhalb weniger Monate
Wegen des zunächst starken Rauchs hatte die Feuerwehr am Mittwochabend einen Alarm auf Warn-Apps ausgelöst. Anwohnerinnen und Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen lassen und sich nicht im Freien aufhalten.
Schadstoffmessungen hätten aber keine Grenzwertüberschreitungen ergeben, so dass die Warnung der Bevölkerung am Mittag aufgehoben worden sei.
Bereits im Dezember waren in dem betroffenen Recyclinghof rund 800 Tonnen geschredderter Metallschrott in Brand geraten und hatten einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst.
Erstmeldung vom 6. Mai, 21.58 Uhr, aktualisiert am 7. Mai, 16.43 Uhr.
Titelfoto: Vincent Kempf/dpa
