KI wird zum Lebensretter! Fünf Menschen durch Kohlenmonoxid verletzt
Solingen - In der Nacht zu Montag musste die Feuerwehr Solingen (NRW) zur Neuenkamper Straße ausrücken. Insgesamt fünf Menschen hatten eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten.
Wie die Floriansjünger mitteilen, klagten mehrere Bewohner eines Mehrfamilienhauses über starke Kopfschmerzen und Schwindelgefühle.
Eine Person befragte daraufhin eine Künstliche Intelligenz (KI) zu den Symptomen - ein Glücksfall, wie sich schnell herausstellte: Die KI äußerte den Verdacht einer Vergiftung mit dem geruchs- und farblosen Kohlenmonoxid-Gas (CO). "Daraufhin wählten die Bewohner den Notruf", berichtet die Feuerwehr.
Vor Ort eingetroffen, nahmen die Einsatzkräfte mit Unterstützung der Stadtwerke Solingen Messungen vor. In der betroffenen Wohneinheit konnte allerdings kein Kohlenmonoxid festgestellt werden.
Parallel dazu begann ein Notarzt mit der Untersuchung eines Bewohners. Und tatsächlich: Im Blut des Mannes wurde ein erhöhter CO-Wert erfasst.
Anschließend wurde das gesamte Wohnhaus geräumt und alle Anwohnerinnen und Anwohner umfangreich getestet. "Bei allen Bewohnern wurden geringe Werte von CO im Blut nachgewiesen", so die Feuerwehr. Zur Sicherheit wurden sogar drei verschiedene Messgeräte eingesetzt.
Eine Frau kann zurück in ihre Wohnung, vier müssen ins Krankenhaus
Weil im Gebäude selbst aber weiterhin kein Gas nachgewiesen werden konnte, stellten die Stadtwerke vorsorglich die Heizung aus. Zudem wurde der zuständige Bezirksschornsteinfeger informiert.
Eine Frau konnte nach Abschluss des Einsatzes zurück in ihre Wohnung. Die vier weiteren Hausbewohner mussten zur weiteren Abklärung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Titelfoto: Tim Oelbermann
