Mega-Waldbrand an NRW-Grenze: Ermittlungen zur Brandursache haben begonnen

Hürtgenwald/Monschau (Nordrhein-Westfalen) - Die Lage im Naturschutzgebiet Hohes Venn an der deutsch-belgischen Grenze entspannt sich zusehends. Inzwischen wurden die Einsatzkräfte aus Deutschland abgezogen.

Dichte Rauchschwaden ziehen nach wie vor über das belgische Naturschutzgebiet Hohes Venn.  © Oliver Berg/dpa

Nachdem in den vergangenen Tagen und Nächten viel Regen gefallen war, hatte die Feuerwehr in der Städteregion Aachen ihren Einsatz in dem Naturschutzgebiet bereits deutlich zurückfahren können.

Am Donnerstagmorgen waren lediglich noch 75 Einsatzkräfte zur Unterstützung der belgischen Kollegen vor Ort, wie der Einsatzleiter der Monschauer Feuerwehr mitteilte.

Am Mittwoch waren es noch rund 170 Feuerwehrleute, die Wasser ins Brandgebiet gebracht hatten.

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Schon zuvor waren die Floriansjünger in NRW mit einem Mega-Waldbrand beschäftigt. Im nahe gelegenen Hürtgenwald verbrannten rund 300 Hektar - das entspricht einer Größe von etwa 420 Fußballfeldern.

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20. August, 21.40 Uhr: Ermittlungen zur Brandursache haben begonnen

Obwohl es nach wie vor keine offizielle Entwarnung gibt, ist der Waldbrand im Naturschutzgebiet Hohes Venn den belgischen Behörden zufolge zunehmend unter Kontrolle.

Laut eines Lageberichts des Gouverneurs der Provinz Lüttich besteht am Donnerstagabend keine akute Gefahr mehr, dass sich das Feuer ausbreiten würde. Wachsamkeit sei aber weiterhin geboten.

Zudem teilt die Behörde mit, dass man inzwischen Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen habe. Schlussfolgerungen könnten zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch nicht gezogen werden.

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20. August, 19.05 Uhr: Einsatz für deutsche Feuerwehrleute beendet

Die Grenzstadt Monschau teilte am Donnerstagabend mit, der deutsche Einsatz gelte nun als beendet und die Maßnahmen würden zurückgebaut.

Vorerst bleibe allerdings ein erhöhter Streifendienst in der Ortschaft Kalterherberg vorhanden. Die Luftwerte würden weiterhin überprüft. Mit der Beendigung der Maßnahme würden die letzten 95 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) und der Feuerwehr auf deutscher Seite abgezogen.

20. August, 16.16 Uhr: Deutsche Feuerwehr zieht sich nach und nach zurück

Insgesamt sind rund 350 Menschen an der Bekämpfung des Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn beteiligt, auch aus Deutschland.

Letztere würden ihren Einsatz aber nun nach und nach zurückfahren, heißt es in einem aktuellen Lagebericht des Gouverneurs der Provinz Lüttich. Der von ihnen bearbeitete Waldabschnitt werde dann von belgischen Kräften übernommen.

20. August, 15.54 Uhr: Lage im Hohen Venn laut Behörden insgesamt "kontrolliert"

Der im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn wütende Brand ist nach offiziellen Angaben inzwischen insgesamt "kontrolliert". Einem Lagebericht des Gouverneurs der Provinz Lüttich zufolge dürfte sich das Feuer nicht weiter ausbreiten, sofern die Wetterbedingungen stabil bleiben und keine unvorhergesehenen Ereignisse eintreten. 

Im westlichen Teil des Brandgebiets gelte die Lage als vollständig gebändigt, hieß es. Im Osten dagegen sei die Situation noch nicht unter Kontrolle, die Arbeiten gingen weiter. Man sei optimistisch, sagte der Beauftragte für Krisenkommunikation des Gouverneurs, Tony Hosmans, der Deutschen Presse-Agentur. Die Situation sei aber weniger stabil.

20. August, 15.15 Uhr: Fast alle Glutnester im Hürtgenwald gelöscht

Im Hürtgenwald sind nach Angaben der Gemeinde inzwischen fast alle Glutnester gelöscht. Mittlerweile habe sich das Brandgeschehen "massiv beruhigt", heißt es in einer Pressemeldung.

Der Wald ist aber nach wie vor gesperrt. Dies diene einerseits dazu, neue Brände zu verhindern, und andererseits dem Schutz der Menschen, sagte eine Sprecherin des Kreises Düren. Viele Bäume seien durch das Feuer geschwächt und instabil.

20. August, 12.19 Uhr: Lage auf deutscher Seite entspannt sich

Die Lage auf deutscher Seite, wo tagelang ein Näherkommen des Waldbrands befürchtet wurde, habe sich weiter entspannt. 

"Ich sitze hier und kann mal einen Kaffee trinken", sagte der Einsatzleiter.

Auf deutscher Seite hat sich die Lage entspannt.  © Kevin Schößler/dpa

19. August, 17.59 Uhr: Evakuierte Menschen dürfen zurück

Die seit Sonntag geltende Evakuierung eines Ortsteils von Monschau ist aufgehoben.

Die rund 30 betroffenen Bürgerinnen und Bürger aus verschiedenen Straßenzügen in Kalterherberg können zurück in ihre Häuser. Grund ist die sich immer mehr entspannende Lage.

19. August, 13.07 Uhr: Feuerwehr kesselt Flammen am Hohen Venn ein

Der große Brand im Hohen Venn in Belgien ist nach Behördenangaben von Feuerwehrleuten eingekesselt worden. Es sei eine "positive Entwicklung vor Ort", teilte der Gouverneur der belgischen Provinz Lüttich, Hervé Jamar, mit.

Es werde eine Lagebeurteilung durchgeführt, um die im Laufe des Tages eingesetzten Mittel voraussichtlich zu reduzieren, so der Gouverneur. Ob weiterhin Löscheinsätze aus der Luft erforderlich sein werden, müsse noch bestätigt werden.

Nachdem in der Nacht zu Mittwoch die Brände immer wieder aufgeflammt waren, sei die Lage aber nach wie vor nicht unter Kontrolle. "Da sind wir noch nicht", sagte ein Sprecher des Gouverneurs laut Nachrichtenagentur Belga.

19. August, 6.38 Uhr: Löschhubschrauber konnten am Dienstag nicht aufsteigen

Die weiterhin starke Rauchentwicklung hat am Dienstag unter anderem dafür gesorgt, dass die Löschhubschrauber nicht wie geplant aufsteigen konnten.

Es habe zwar einen Erkundungsflug gegeben. Dieser sei aber "ziemlich zeitnah" abgebrochen worden, "weil es einfach keinen Sinn machte", erklärt ein Sprecher der Feuerwehr Monschau gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

19. August, 06.26 Uhr: Lage am Hohen Venn noch immer nicht unter Kontrolle

Zwar konnte die Ausbreitung des Feuers inzwischen weitgehend verhindert werden, die Lage am Hohen Venn sei aber noch nicht unter Kontrolle, berichtet ein Sprecher der Monschauer Feuerwehr gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Knackpunkt sei nach wie vor die nordöstliche Flanke, die für die Einsatzkräfte besonders schwer erreichbar sei. "Das ist unser kritischer Punkt."

Die Brandlinie befindet sich nach wie vor etwa 2,3 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. "Solange wir da noch keine deutliche Entspannung sehen, wird die Evakuierung auch noch nicht aufgehoben", erklärt der Sprecher. Betroffen seien weiterhin rund 30 Bürgerinnen und Bürger Monschaus, die am Sonntagabend ihre Wohnungen und Häuser verlassen mussten.

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