Mega-Waldbrand in NRW: Evakuierte Menschen dürfen zurück

Hürtgenwald/Monschau (Nordrhein-Westfalen) - Der riesige Waldbrand im Naturschutzgebiet Hohes Venn an der deutsch-belgischen Grenze hält die Feuerwehr weiterhin in Atem.

Dichte Rauchschwaden ziehen nach wie vor über das belgische Naturschutzgebiet Hohes Venn.  © Oliver Berg/dpa

Die Löscharbeiten seien sehr kräftezehrend und das Personal müsse regelmäßig ausgetauscht werden, teilte der Leiter der Feuerwehr der grenznahen Eifelstadt Monschau mit.

Ein Brandbekämpfer habe sogar von der Einsatzstelle ins Krankenhaus gebracht werden müssen. Bei ihm bestehe der Verdacht auf einen Herzinfarkt, so der Feuerwehrleiter.

Auch für die Anwohner hat der Einsatz Folgen. Am Wochenende mussten einige Bewohner Monschaus ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

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Schon zuvor waren die Floriansjünger in NRW mit einem Mega-Waldbrand beschäftigt. Im nahegelegenen Hürtgenwald verbrannten rund 300 Hektar - das entspricht einer Größe von etwa 420 Fußballfeldern.

TAG24 hält Euch in einem Liveticker über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.

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19. August, 17.59 Uhr: Evakuierte Menschen dürfen zurück

Die seit Sonntag geltende Evakuierung eines Ortsteils von Monschau ist aufgehoben.

Die rund 30 betroffenen Bürgerinnen und Bürger aus verschiedenen Straßenzügen in Kalterherberg können zurück in ihre Häuser. Grund ist die sich immer mehr entspannende Lage.

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19. August, 13.07 Uhr: Feuerwehr kesselt Flammen am Hohen Venn ein

Der große Brand im Hohen Venn in Belgien ist nach Behördenangaben von Feuerwehrleuten eingekesselt worden. Es sei eine "positive Entwicklung vor Ort", teilte der Gouverneur der belgischen Provinz Lüttich, Hervé Jamar, mit.

Es werde eine Lagebeurteilung durchgeführt, um die im Laufe des Tages eingesetzten Mittel voraussichtlich zu reduzieren, so der Gouverneur. Ob weiterhin Löscheinsätze aus der Luft erforderlich sein werden, müsse noch bestätigt werden.

Nachdem in der Nacht zu Mittwoch die Brände immer wieder aufgeflammt waren, sei die Lage aber nach wie vor nicht unter Kontrolle. "Da sind wir noch nicht", sagte ein Sprecher des Gouverneurs laut Nachrichtenagentur Belga.

19. August, 6.38 Uhr: Löschhubschrauber konnten am Dienstag nicht aufsteigen

Die weiterhin starke Rauchentwicklung hat am Dienstag unter anderem dafür gesorgt, dass die Löschhubschrauber nicht wie geplant aufsteigen konnten.

Es habe zwar einen Erkundungsflug gegeben. Dieser sei aber "ziemlich zeitnah" abgebrochen worden, "weil es einfach keinen Sinn machte", erklärt ein Sprecher der Feuerwehr Monschau gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

19. August, 06.26 Uhr: Lage am Hohen Venn noch immer nicht unter Kontrolle

Zwar konnte die Ausbreitung des Feuers inzwischen weitgehend verhindert werden, die Lage am Hohen Venn sei aber noch nicht unter Kontrolle, berichtet ein Sprecher der Monschauer Feuerwehr gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Knackpunkt sei nach wie vor die nordöstliche Flanke, die für die Einsatzkräfte besonders schwer erreichbar sei. "Das ist unser kritischer Punkt."

Die Brandlinie befindet sich nach wie vor etwa 2,3 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. "Solange wir da noch keine deutliche Entspannung sehen, wird die Evakuierung auch noch nicht aufgehoben", erklärt der Sprecher. Betroffen seien weiterhin rund 30 Bürgerinnen und Bürger Monschaus, die am Sonntagabend ihre Wohnungen und Häuser verlassen mussten.

19. August, 06.13 Uhr: Regen spielt Einsatzkräften "in die Karten"

Nach fast einer Woche hoffen die Einsatzkräfte im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn darauf, das Feuer endlich eindämmen zu können. "Ziel ist, die Brände zurückzudrängen und die Bereiche, die wir bis jetzt gerettet haben, weiterhin feuerfrei zu halten", betont ein Sprecher der Feuerwehr der grenznahen Stadt Monschau gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Dabei helfe auch das weiterhin regnerische Wetter, das auch am Mittwoch anhalten soll. "Das spielt uns auf jeden Fall in die Karten", so der Sprecher.

Die Löscharbeiten im Naturschutzgebiet Hohes Venn an der deutsch-belgischen Grenze laufen weiterhin noch auf Hochtouren.  © Images VHP via Belga/dpa

18. August, 21.36 Uhr: Bislang 140 Hinweise zu den Waldbränden

Nach dem Großbrand im Hürtgenwald sucht die Polizei weiter nach der Ursache. Über ein Online-Portal gingen inzwischen rund 140 Hinweise ein, einige davon betreffen allerdings auch andere Waldbrände in NRW.

vPolitiker fordern unterdessen härtere Strafen für Brandverursacher. NRW-Innenminister Herbert Reul (73/CDU) will zunächst prüfen lassen, ob der bisherige Strafrahmen überhaupt ausgeschöpft wird.

18. August, 17.45 Uhr: Brandgeruch zieht bis nach Köln

Der Rauch des Waldbrands im Hohen Venn ist inzwischen auch weit entfernt zu riechen. Noch in mehr als 100 Kilometern Entfernung meldeten Menschen unangenehmen Brandgeruch - unter anderem in Köln, Wuppertal, im Oberbergischen Kreis und Teilen des Ruhrgebiets.

Die Kölner Feuerwehr sprach von einer "großräumigen Geruchslage", gab aber Entwarnung: Eine Gefahr bestehe nicht. In Wuppertal warnte die Feuerwehr dagegen, dass eine gesundheitliche Gefährdung nicht ausgeschlossen werden könne. Auch andere Kommunen gaben Hinweise für die Bevölkerung heraus. Der Ennepe-Ruhr-Kreis etwa riet dazu, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Die Geruchsbelästigung reicht bis nach Köln und Wuppertal.  © Oliver Berg/dpa

18. August, 14.21 Uhr: Brandschneisen sollen Deutschland vor Ausbreitung der Flammen schützen

Die Feuerwehr versucht aktuell, ein Übergreifen der Flammen auf Deutschland durch sogenannte Brandschneisen zu verhindern. Dabei wird brennbares Material wie Bäume, Büsche oder Gras über mehrere Meter Breite auf ein Minimum reduziert. Die Arbeiten sollen den ganzen Dienstagvormittag andauern.

Die Ausbreitung des Feuers wurde derweil nach Angaben des belgischen Innenministeriums gestoppt. Lediglich entlang der Brandfront, die wegen des unwegsamen Geländes für Bodenkräfte unzugänglich bleibt, sei die Lage noch heikel. Zumal am Dienstag aufgrund des Wetters auch keine Löschflugzeuge und -helikopter unterwegs sein können.

18. August, 13.21 Uhr: Umweltverbände fordern Wiedervernässung von trocken gelegten Mooren und Wäldern

Angesichts der schweren Wald- und Moorbrände im Hürtgenwald und im Hohen Venn drängen die beiden großen Umweltschutzverbände Nabu und BUND auf eine Rückkehr zu nasseren Landschaften. 

Die schnelle Wiedervernässung trocken gelegter Moore, Wälder und Auen sei ein wichtiger Schutz nicht nur gegen Brände, sondern auch gegen Dürre, Hitze und Starkregen, teilten beide Verbände mit. Die Ereignisse machten deutlich, wie wichtig widerstandsfähige Landschaften angesichts der Klimakrise seien. 

"In intakten Mooren kann der Torf nicht brennen, in naturnahen Waldökosystemen ist die Brandgefahr geringer als in Aufforstungen", sagte der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht.

18. August, 7.49 Uhr: Wind bereitet aktuell keine Probleme

Anders als noch am Montag befürchtet, gibt es am Dienstagmorgen bisher keinen ungünstigen West- oder Südwestwind, der die Feuer-Walze weiter in Richtung der deutschen Grenze treiben könnte. Das teilte der stellvertretende Bürgermeister von Monschau, Franz-Karl Boden, mit.

Am Montagabend war die Brandlinie nach Angaben der Feuerwehr Monschau rund 2,3 Kilometer von der Grenze entfernt.

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