Tödliches Feuer in Wohnung: "Stick Run"-Spieleentwickler soll Tat live auf Twitch gestreamt haben
Breitbrunn am Chiemsee - Bei einem Wohnungsbrand in Breitbrunn am Chiemsee im oberbayerischen Landkreis Rosenheim ist ein Mensch ums Leben gekommen. Medienberichten zufolge soll es sich dabei um den Spielentwickler Manuel Otto handeln.
Ein anderer Hausbewohner soll laut Mitteilung der Polizei das Feuer in der Dachgeschosswohnung am Dienstagabend gegen 19.45 Uhr entdeckt haben.
Wie die Polizei weiter bekannt gab, habe er sich sofort daran gemacht, den Brand erfolgreich zu löschen. Die alarmierte Feuerwehr musste nur noch Nachlöscharbeiten leisten.
Bei dem Toten handelt es sich offenbar um den 30-jährigen Wohnungsinhaber. Auf Nachfrage von TAG24 gab die Kriminalpolizei bekannt, dass das Ergebnis einer veranlassten DNA-Analyse des Verstorbenen noch ausstehe. Dies könne mehrere Tage dauern.
Wie der Pressedienst "Einsatzreport24", der vor Ort war, mitteilte, soll es sich um den Gaming-Entwickler handeln, der als 14-Jähriger durch das Fun-Game "Stick Run" für Aufsehen sorgte. Weltweit berichteten Medien von der Tragödie. Laut "Rosenheim24" und weiteren Medien beging Manuel Otto Selbstmord.
Das Spiel hatte eine Community von weit mehr als 40 Millionen Nutzern und war lange auf Facebook immer wieder in den Spiele-Top-Ten zu finden. Vor allem im asiatischen Raum habe das Spiel noch einen hohen Stellenwert.
Der offizielle Facebook-Account des Spiels thematisierte den mutmaßlichen Suizid des deutschen Gründers.
Opfer soll seine Tat live auf Twitch gestreamt haben
Über einen Livestream habe das Team von dem Vorfall erfahren. Berichten zufolge soll der Vorfall auf Twitch vom Verstorbenen selbst übertragen worden sein. Das entsprechende Video sei inzwischen von der Plattform entfernt worden.
"Schweren Herzens bestätigen wir den Tod unseres Schöpfers und Entwicklers Marc-Manuel Alexander Otto", hieß es auf dem Game-Account.
"Heute trauern wir nicht nur um unseren Schöpfer, sondern auch um einen 'Stick Runner'-Gefährten, dessen Werk ein Teil unseres Lebens wurde. Sein Vermächtnis lebt weiter, in jeder Erinnerung, jedem Run und jedem Spieler, der mit 'Stick Run' aufgewachsen ist."
Der Hausbewohner, der zu Hilfe gekommen war, erlitt bei seinem Löscheinsatz eine leichte Rauchvergiftung. Hinweise auf eine Fremdbeteiligung gibt es nach Angaben der Polizei derzeit nicht.
Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr anonym bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner. Wählt in solchen Situationen bitte die 08001110111 oder die 08001110222 oder die 08001110116123.
Erstmeldung: 21. Oktober 2026, 19.02 Uhr; zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2026, 10.13 Uhr
Titelfoto: Markus Steinberger / EinsatzReport24

