Angriff auf Flüchtlingsheim: Jungen Männern wird versuchter Mord vorgeworfen

Von Katrin Zeiß, Christian Rüdiger

Erfurt/Ilmenau - Sieben Monate nach einem nächtlichen Angriff auf eine Flüchtlingsunterkunft in Ilmenau müssen sich sechs Tatverdächtige bald vor dem Landgericht Erfurt verantworten.

Nach der Tat waren mehrere junge Männer ins Visier der Behörden gerückt. (Symbolfoto)  © Carsten Rehder/dpa

Den 18- bis 22-jährigen Männern werde versuchter Mord vorgeworfen, teilte das Gericht mit.

Am 27. September 2025 soll einer der Beschuldigten (22) laut Anklage eine Feuerwerksbatterie mit 19 Schuss in ein Zimmer der Unterkunft im Ortsteil Gehren geworfen haben, nachdem ein anderer Angeklagter ein Fenster mit einer Gehwegplatte zertrümmert habe.

Die Platte sowie die Batterie landeten in einem Zimmer, in dem sich mehrere Menschen aufhielten. Sie seien durch das Fenster geflohen, wobei sie unter anderem Schnittverletzungen erlitten hätten. Unter anderem hatte sich eine 46-jährige Bewohnerin leicht verletzt.

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Ein weiterer Verdächtiger soll gefilmt, ein anderer das Fluchtauto gefahren haben. Zwei weiteren Personen wird vorgeworfen, die anderen Angeklagten in ihrem Entschluss zur Tat bestärkt zu haben.

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Der Prozess am Landgericht Erfurt beginnt am 22. April. Bis zunächst in den Mai hinein sind mehrere Verhandlungstage angesetzt.

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