Elf Jahre führte er die deutschen Behörden an der Nase herum: Fake-Grieche im Zug erwischt

Von Roland Beck

Rosenheim - Ein vermeintlicher Grieche hat sich bei einer Grenzkontrolle in Rosenheim als illegaler Einwanderer entpuppt. Über ein Jahrzehnt lang täuschte der Mann die Behörden und lebte illegal in Deutschland.

Bei einer Zugkontrolle ging der Mann (46) den Beamten ins Netz. (Symbolfoto)  © Daniel Karmann/dpa

Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Rosenheim war der 46-Jährige seit 2015 mit einem gefälschten Ausweis im Regierungsbezirk Oberbayern untergetaucht und arbeitete dort auch.

Der Mann fiel Beamten in einem Fernreisezug aus Verona auf. Bei der Kontrolle wies er sich zunächst mit einer griechischen Identitätskarte aus, die sich jedoch schnell als Totalfälschung herausstellte. Am Bahnhof Rosenheim endete die Fahrt für den Passagier.

Ein Abgleich der Fingerabdrücke auf der Dienststelle enthüllte seine wahre Identität: Der Mann ist albanischer Staatsangehöriger.

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Nach Angaben der Bundespolizei hatte sich der 46-Jährige das Dokument bereits im Jahr 2015 besorgt, nachdem sein Asylantrag in Deutschland rechtskräftig abgelehnt worden war.

Mit den falschen Personalien habe er über Jahre Behörden, Banken und eine Krankenkasse getäuscht.

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Illegaler Einwanderer muss Rückflug nach Albanien selbst bezahlen

Gegen den Albaner wird nun wegen versuchter illegaler Einreise, illegalen Aufenthalts und Urkundenfälschung ermittelt. Zudem verhängten die Behörden ein vierjähriges Einreise- und Aufenthaltsverbot.

Die Abschiebung steht kurz bevor: Die Kosten für den Rückflug nach Albanien muss der Mann selbst tragen. Als Sicherheit für die Flugtickets hinterlegte er den Angaben zufolge bereits vorab 1000 Euro.

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