Schleuser rast mit vollbesetztem Kleinwagen über Grenze

Lenggries/Rosenheim - Die Bundespolizei ermittelt gegen einen 28 Jahre alten Griechen wegen Einschleusens von Ausländern. Er soll vier türkische Migranten gegen mehrere tausend Euro mit einem Kleinwagen von Italien nach Deutschland geschleust haben.

Vier Migranten saßen in dem Kleinwagen. Offenbar wurden sie über Italien und Österreich nach Deutschland geschleust.
Vier Migranten saßen in dem Kleinwagen. Offenbar wurden sie über Italien und Österreich nach Deutschland geschleust.  © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Der Wagen mit deutschem Kennzeichen fiel bereits den Polizisten in Österreich in der Nacht von Montag auf Dienstag auf. Das teilte die Bundespolizei am Mittwoch mit.

Demnach war der Fahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Die österreichischen Beamten verständigten die Kollegen in Deutschland und verfolgten das Auto auf der B307 und der B13.

Am Bahnhof in Lenggries hielt der Wagen schließlich an. Offenbar wollte der Fahrer die Migranten dort absetzen.

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Die zwischenzeitlich hinzugezogenen Streifen der verständigten Polizeidienststellen aus Bad Tölz, Weilheim und Murnau konnten die vier Mitfahrer, die allesamt keine Papiere mitführten, in Gewahrsam nehmen.

Schleusung endet in Lenggries: Migranten in Aufnahmestelle für Flüchtlinge gebracht

Eigenen Angaben zufolge handelt es sich bei der Frau und den drei Männern um türkische Staatsangehörige im Alter zwischen 24 und 32 Jahren. Sie erklärten, dass sie für die Schleusung über Italien mehrere tausend Euro pro Person gezahlt hatten. Sie wurden in eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge gebracht.

Der 28-jährige Fahrer, der im Regierungsbezirk Schwaben gemeldet ist, wurde wegen Schleusungsverdachts festgenommen und angezeigt.

Titelfoto: Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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