Alarm an Bord: Swiss-Flugzeug setzt mitten über dem Atlantik Notruf ab und muss notlanden
Zürich (Schweiz) - Schreckmoment an Bord einer Boeing der Fluggesellschaft Swiss auf dem Weg nach Zürich: Mitten über dem Atlantik setzte die Maschine plötzlich einen Notruf ab und änderte abrupt den Kurs. Statt in der Schweiz landete das Flugzeug wenig später außerplanmäßig auf den Azoren.
Der Langstreckenflieger mit 222 Passagieren und 16 Crewmitgliedern an Bord war in der Nacht zum Dienstag (25. August) auf dem Weg von Chicago nach Zürich, als er über dem Atlantik plötzlich in Not geriet.
Wie ein Sprecher der Fluggesellschaft gegenüber "aeroTELEGRAPH" bestätigte, habe der Pilot über dem Meer den Transpondercode 7700 abgesendet, der einen allgemeinen Notfall signalisiert.
Grund für die akute Luftnotlage sei laut einer Mitteilung von Swiss ein "vorerst nicht näher identifizierbarer, stechender Geruch in der Economy Class" gewesen.
Anstelle des Flughafens Zürich steuerte die Cockpit-Crew daraufhin den nächstgelegenen Airport an - der sich mitten im Ozean befand.
In den Morgenstunden setzte der Flieger schließlich auf dem auch militärisch genutzten Flughafen Lajes auf der kleinen Azoren-Insel Terceira in Portugal auf.
Augenreizungen und Übelkeit: Mehrere Passagiere wegen stechenden Geruchs behandelt
Laut der Airline konnten alle Passagiere und Crewmitglieder das Flugzeug nach der sogenannten "Ausweichlandung" auf den Azoren sicher und auf normalem Weg verlassen.
Rund fünf Fluggäste sowie ein Mitglied der Besatzung seien im Anschluss jedoch vorsorglich medizinisch untersucht worden, weil sie über gereizte Augen, Übelkeit und Kopfschmerzen geklagt hätten.
"Das Wohlergehen unserer Passagiere und Crew steht für uns an erster Stelle", versicherte Swiss im Anschluss.
Die gestrandeten Passagiere sollen am Dienstagabend mit einer Ersatzmaschine nach Zürich gebracht werden. Was den stechenden Geruch an Bord der Boeing ausgelöst hat, wird aktuell noch untersucht.
Titelfoto: picture alliance/dpa/KEYSTONE | Salvatore Di Nolfi

