Betrunkener darf nicht an Bord: Ehefrau fliegt alleine in den Urlaub

Hannover/Langenhagen - Für diesen Herren war die Reise zu Ende, bevor sie überhaupt angefangen hat. Weil ein Mann zu tief ins Glas geschaut hatte, wurde er nicht an Bord eines Flugzeuges nach Varna (Bulgarien) gelassen. Allerdings blieb nur er in der Heimat zurück: Seine frustrierte Ehefrau entschloss sich, trotzdem in den Urlaub zu fliegen.

Die Ehefrau des betrunkenen Urlaubers stieg am Freitagmorgen alleine in die Maschine nach Bulgarien. (Symbolbild)
Die Ehefrau des betrunkenen Urlaubers stieg am Freitagmorgen alleine in die Maschine nach Bulgarien. (Symbolbild)  © Christoph Schmidt/dpa

Im Zickzack-Kurs torkelte der Urlauber am heutigen Freitag um 3 Uhr in der Früh über den Flughafen in Langenhagen bei Hannover.

Immer wieder musste er sich an Tischen oder anderen Gegenständen festhalten, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren, berichtet die Hannoversche Allgemeine. So auch an der Kontrolle, wo der Mann nach Angaben der Bundespolizei das erste Mal auffiel.

"Auch der Sicherheits-Scanner konnte nicht genutzt werden, da der Mann stark schwankte und sich mehrmals am Gerät festhalten musste", sagte Detlef Zieling von der Bundespolizeiinspektion des Flughafens.

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Daraufhin versuchten die Beamten, dem urlaubsreifen Paar zu helfen. Der Mann konnte sich da bereits kaum noch auf den Beinen halten und musste von seiner überforderten Frau gestützt werden.

Für Letztere folgte eine große Ernüchterung: Der Pilot des Flugzeugs erklärte den viel zu betrunkenen Gast für fluguntauglich und ließ ihn nicht an Bord der Maschine.

"Urlaub ja, betrunkener Ehemann nein"

"Darüber war nun seine Ehefrau so erbost, dass sie für sich entschied, Urlaub ja, betrunkener Ehemann nein", sagte Polizei-Sprecher Zieling. Dann flog sie einfach ohne ihren Ehemann ins bulgarische Varna.

Nachdem der besagte Gatte seinen Rausch ausgeschlafen hatte, durfte auch er das Flughafen-Gelände verlassen - allerdings in Richtung Heimatort.

Ob er seiner Frau noch nüchtern nachreisen will, blieb zunächst offen.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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