Drohne am Leipziger Flughafen: Sprengstoff und Zünder nahe Antonov gefunden

Leipzig - Großeinsatz am Leipziger Flughafen: Nach der Sichtung eines unbekannten Flugobjekts sowie dem Fund einer offenbar mit Sprengstoff präparierten Drohne auf dem Gelände ist eine Start- und Landebahn auch am Vormittag weiterhin gesperrt.

Zahlreiche Einsatzkräfte eilten in der Nacht zum Leipziger Airport, wo der Flugverkehr zunächst komplett stillstand.  © EHL Media

Den Drohnenfund kurz vor Mitternacht in der Nähe einer auf dem Flughafen abgestellten ukrainischen Antonov-Transportmaschine bestätigte ein Nato-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Daran sollen Sprengstoff und ein Zünder befestigt gewesen sein, heißt es unter Berufung auf Informationen aus Sicherheitskreisen.

Demnach sei das Objekt gesichert und mit einem Röntgengerät untersucht worden. Auch ein Sprengstoffroboter kam zum Einsatz.

Die Leipziger Polizei konnte die Informationen über den mutmaßlichen Sprengstoff bislang noch nicht bestätigen. "Die Untersuchungen laufen", so Sprecher Moritz Peters auf Nachfrage von TAG24. Die Südpiste sei daher auch weiterhin gesperrt.

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Bereits in der Nacht war auch die Nordpiste gesperrt worden, nachdem zunächst ein unbekanntes Flugobjekt im Bereich des Flughafens gesichtet worden war. Das bestätigte Polizeisprecher Olaf Hoppe auf Anfrage von TAG24 am frühen Mittwochmorgen.

Daraufhin sei der Flugverkehr am Leipziger Flughafen vorübergehen komplett eingestellt worden. Das betraf seinen Angaben zufolge nur wenige Maschinen, darunter ein Passagierflugzeug. Dieses sei in der Folge nach Nürnberg umgeleitet worden.

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Dort wurde zuerst eine mutmaßliche Drohne gesichtet und schließlich auch eine am Boden gefunden.  © EHL Media
Ein Sprengstoffroboter wurde eingesetzt, um das Objekt zu begutachten.  © EHL Media
Die Polizei war auch am Vormittag noch im Einsatz.  © Tobias Junghannß/dpa
Polizeisprecher Olaf Hoppe ist seit den frühen Morgenstunden vor Ort.  © Tobias Junghannß/dpa

Maßnahmen laufen am Vormittag immer noch

Auf der Nordpiste läuft der Flugbetrieb wieder, die Südpiste ist weiterhin gesperrt.  © Michael Strohmeyer

Gegen 1.55 Uhr konnte der Betrieb über die Nordpiste wieder aufgenommen werden, läuft laut Hoppe seither normal. Die Start- und Landebahn Süd blieb allerdings weiter gesperrt, weil etwa zeitgleich zur ersten Sichtung ein verdächtiger Gegenstand nahe der Antonov gefunden worden sei.

Der Bereich rund um den Fundort wurde noch in der Nacht großräumig abgesperrt. Die Maßnahmen vor Ort dauern auch am Mittwochvormittag weiter an.

"Die Landespolizei hat die Ermittlungen zum Sachverhalt, in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei, aufgenommen", hieß es. Ein Krisenstab wurde eingerichtet.

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Erstmeldung von 7.17 Uhr. Aktualisiert um 11.35 Uhr.

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