Flugzeug-Albtraum: Boeing fällt nach dem Start fast ins Meer

Doha (Katar) - Das hätte um ein Haar in einer Katastrophe geendet: Ein Flugzeug von Qatar Airways ist vor Kurzem unmittelbar nach dem Start fast in den Ozean abgestürzt!

Die große Boeing fiel auf eine Höhe von nur noch knapp 250 Metern herunter!
Die große Boeing fiel auf eine Höhe von nur noch knapp 250 Metern herunter!  © nitinut380/123rf

Der Vorfall ereignete sich bereits am 10. Januar in Doha, allerdings gelangten erst jetzt - knapp einen Monat später - Informationen über das Beinahe-Unglück an die Öffentlichkeit.

So berichtete die Flugzeug-Nachrichtenseite "The Aviation Herald", dass eine Boeing 787-8 (auch bekannt als "Dreamliner") von Qatar Airways am besagten Tag um 2 Uhr morgens vom Hamad International Airport in der Hauptstadt Katars startete, danach aber schnell in eine Notsituation geriet.

Nachdem die Passagiermaschine eine Höhe von gerade einmal knapp 550 Metern erreicht hatte, sei sie urplötzlich in einen Sinkflug gefallen. Innerhalb von 24 Sekunden soll das Flugzeug dabei circa 300 Meter an Höhe verloren haben - das bedeutet, es sank mit 12,5 Metern pro Sekunde nach unten!

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Als der Dreamliner nur noch etwa 250 Meter vom Wasser des Persischen Golfs entfernt war, sei es dem Piloten dann zum Glück gelungen, den Flieger wieder hochzuziehen und die Situation somit zu retten.

Pilot brachte Co-Piloten wohl in Not, verhinderte dann aber das Schlimmste

Die Fluglinie Qatar Airways hat eine interne Untersuchung eingeleitet, um herauszufinden, wie es zu dem Beinahe-Unglück kommen konnte.
Die Fluglinie Qatar Airways hat eine interne Untersuchung eingeleitet, um herauszufinden, wie es zu dem Beinahe-Unglück kommen konnte.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Laut dem Bericht des "Aviation Herald" hatte wohl eine Unachtsamkeit im Cockpit zu der für sämtliche Passagiere an Bord sicherlich furchteinflößenden Situation geführt. Demnach war der Co-Pilot gerade am Steuer, als es zu dem plötzlichen Sinkflug kam.

Offenbar hatte der Pilot vor einer Kurve zu lange gebraucht, um den sogenannten Fluglageanzeiger anzuschalten (auch als "künstlicher Horizont" bekannt, also eine Anzeige, die dabei hilft, Kurs und Richtung beizubehalten), und so geriet der Co-Pilot wohl in Not. Letzten Endes soll der Kapitän dann selbst die Kontrolle über das Steuer übernommen und so die Maschine vor dem Absturz bewahrt haben.

Knapp sechs Stunden später konnte die Boeing dann sicher an ihrem geplanten Zielflughafen in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen landen.

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Verletzte gab es offenbar keine, es ist also noch mal alles gut gegangen. Der Vorfall hat nun allerdings eine interne Untersuchung zur Folge, meldete Qatar Airways.

Titelfoto: nitinut380/123rf

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