Steinbach am Attersee - Nach dem tragischen Flugzeug-Absturz in den österreichischen Attersee am Mittwoch konnte das Wrack immer noch nicht geborgen werden. Bei dem Absturz starben zwei Deutsche - ein Fluglehrer (†24) und seine Schülerin (†19).
Die Bergung gestaltet sich derzeit schwierig. "Das Wrack liegt am Seeboden, wir müssen den einarmigen Roboter mit einem Joystick bewegen und versuchen, eine Art Schlaufe darüber zu ziehen", wird Bezirksfeuerwehrkommandant Wolfgang Hufnagl bei "Krone" zitiert.
Das Problem: Das Wrack liegt in 160 Metern Tiefe, der Roboter komme unter dem Flieger nicht durch. Auch gibt es keine andere Position, wo die Einsatzkräfte einhaken können.
"Wir versuchen irgendeine Stelle zu finden, wo wir die Sicherungsleine festmachen können." Erst wenn sich das Kleinflugzeug in 40 Metern Tiefe befindet, können Taucher mithelfen. Zusätzlich erschwert erhöhter Wellengang die Arbeiten.
Verantwortlich für den Absturz könnte ein technisches Problem sein. Wie ein Stein soll die zweisitzige Propeller-Maschine, die in Salzburg startete, in den See gestürzt sein. Weil das Flugzeug aus gut 1770 Metern senkrecht abstürzte, sank es so schnell in die Tiefe.
Auch die beiden Leichen konnten noch nicht geborgen werden. Beide sollen laut "Krone" aus Nordrhein-Westfalen stammen. Für die 19-jährige Fiona sei es ein Kindheitswunsch gewesen, Pilotin zu werden. Sie starb gemeinsam mit ihrem Lehrer Benedikt.