Zwei Fluglotsen machen früher Feierabend - dann kommt es zum tödlichen Unglück
New York (USA) - Zwei Fluglotsen gehen vor dem Ende ihrer Schicht nach Hause - wenig später kommen zwei Piloten ums Leben. Nach dem tödlichen Flugzeugunglück Ende März am Flughafen LaGuardia in New York kommen nun erschütternde Details ans Licht.
Die aus Montreal kommende Passagiermaschine von Air Canada Express war am späten Abend des 22. März 2026 bereits gelandet, als die tödliche Katastrophe ihren Lauf nahm.
Kurz nach der Landung in New York kollidierte das Linienflugzeug mit 72 Fluggästen und vier Besatzungsmitgliedern an Bord mit einem Feuerwehrfahrzeug, das gerade zu einem Einsatz auf dem Gelände unterwegs war - und dafür ebenfalls die Erlaubnis der Lotsen erhalten hatte.
Die beiden Piloten im Cockpit der Maschine überlebten den schweren Crash nicht. Dutzende Passagiere wurden teils schwer verletzt.
Doch wieso durften das Flugzeug und das Einsatzfahrzeug überhaupt zeitgleich unterwegs sein? Laut "Wall Street Journal" geraten in dieser Frage nun zwei Fluglotsen ins Visier der Ermittler.
Sie sollen an besagtem Abend rund eine Stunde vor ihrem Schichtende Feierabend gemacht haben, weshalb die US-Luftfahrtbehörde FAA die beiden Mitarbeiter nun entlassen möchte.
Ermittler prüfen Besetzung im Tower: Zwei weitere Lotsen im Dienst
Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich den Ermittlern zufolge zwei weitere Fluglotsen im Tower. Ihre Kollegen hätten daher - in einer ohnehin chaotischen Nacht - als zusätzliche Unterstützung gedient.
Wegen schlechter Witterungsbedingungen sei es zuvor bereits zu zahlreichen Störungen und Flugausfällen gekommen, heißt es.
Ob die personelle Besetzung tatsächlich zu dem tragischen Unfall beigetragen hat, ist jedoch noch nicht abschließend geklärt. Das vorzeitige Schichtende der beiden Lotsen wird nun weiterhin untersucht.
Bis auf Weiteres wurden die beiden Mitarbeiter vom Dienst beurlaubt, ihnen droht nun die Kündigung.
Titelfoto: picture alliance/dpa/TheNEWS2 via ZUMA Press Wire | Kyle Mazza, Kyle Mazza

