Cessna-Absturz in die Ostsee: Mysteriöser Geisterflug über Deutschland

Köln - Mysteriöser Flugzeugabsturz in der Ostsee! Ein Business-Jet, in Österreich gemeldet, sollte aus Spanien kommend in Köln landen. Er überflog jedoch Deutschland, krachte östlich von Gotland in die Ostsee. Wenig später am Sonntagabend folgte die schreckliche Bestätigung. Die Maschine ist kurz vor der lettischen Stadt Ventspils abgestürzt.

Das Flugzeug gilt aktuell als verschollen, eine Rettungsaktion in der Ostsee ist angelaufen.
Das Flugzeug gilt aktuell als verschollen, eine Rettungsaktion in der Ostsee ist angelaufen.  © Flightradar24

Vier Menschen sollen nach ersten unbestätigten Informationen in der Maschine vom Typ Cessna Citation II 551 gewesen sein.

Nach Informationen von austrianwings.info verlor das Kleinflugzeug kurz nach Erreichen der Reiseflughöhe in Spanien den Funkkontakt und flog anschließend als "Geisterflug" quer durch Europa!

Der Absturz ereignete sich gegen 19.45 in der Ostsee. Eine Rettungsaktion wurde in Gang gesetzt.

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Vorher habe die deutsche Flugsicherung versucht, Kontakt zu der Maschine aufzunehmen.

Doch beim Überflug von Köln habe niemand reagiert, wie die schwedische Nachrichtenseite Dagens Nyheter berichtet.

Der "Geisterflug" wurde damit ein Fall für die Luftwaffe! Kampfpiloten stiegen auf, begleiteten die auf Kurs Ostsee fliegende Maschine. Später übernahmen dänische Kampfpiloten diese Aufgabe.

Absturzstelle mit Ölflecken gefunden

"Laut dem schwedischen See- und Luftrettungszentrum konnte keiner der Piloten jemanden im Cockpit sehen", meldete Dagens Nyheter.

Wie ein Sprecher der Luftwaffe der Deutschen Presse-Agentur am Sonntagabend bestätigte, stiegen Alarmrotten, die aus zwei Eurofightern bestehen, im deutschen Luftraum auf. Ersten Erkenntnissen zufolge war der Pilot womöglich bewusstlos geworden.

Ein Experte für Luftsicherheit sagte der schwedischen Nachrichtenagentur TT, Druckprobleme könnten dazu geführt haben, dass die Passagiere das Bewusstsein verloren hätten. Gerade in Höhen, in denen Kleinflugzeuge unterwegs seien, könne dies schnell passieren.

Die schwedische Küstenwache kreiste am Abend über der vermuteten Absturzstelle, Ölflecken und Wrackteile seien gefunden worden. Das berichtet das schwedische Nachrichtenportal Aftonbladet. Der Leiter des lettischen Seerettungskoordonationszentrums sagte zuvor im lettischen Fernsehen, derzeit würden Suchaktionen koordiniert und das Gebiet durchkämmt. Suchhubschrauber aus Litauen und Schweden seien auch beteiligt. Derzeit besteht noch Uneinigkeit darüber, in welches Hoheitsgebiet der Absturz fällt.

Die abgestürzte Maschine wurde 1979 gebaut und war damit 43 Jahre alt.

Originalmeldung von Sonntag, 20.21 Uhr. Letzte Aktualisierung von Sonntag, 4. September 2022, 22.22 Uhr.

Titelfoto: Flightradar24

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