Heist - Am Sonntag ist in Heist (Schleswig-Holstein) ein Kleinflugzeug abgestürzt. Eine Person kam ums Leben.
Gegen 13 Uhr wurden die Rettungskräfte zu dem Flugplatz Uetersen-Heist alarmiert. Zeugen hatten beobachtet, wie eine Maschine im Bereich des kleinen Sportflugplatzes abgestürzt ist.
Wie ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber TAG24 bestätigte, stürzte die Maschine in ein bewaldetes Gebiet hinter dem Flugplatz.
Da die Zeugen das Unglück nur aus der Ferne beobachtet haben, konnten sie zunächst keine genaue Ortsangabe nennen. Die Einsatzkräfte mussten das Wrack suchen. Bis die ersten Retter am Absturzort eintrafen, vergingen dadurch rund zwanzig Minuten.
Eine Person ist bei dem Unglück ums Leben gekommen, bestätigte auch die Polizei gegenüber TAG24. Weitere Personen seien nicht an Bord der Maschine gewesen. Die Identität der verstorbenen Person sei noch nicht abschließend geklärt, hieß es.
Ein aus Hamburg per Hubschrauber eingeflogener Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Der Pilot habe bei Eintreffen der Rettungskräfte "nicht mit dem Leben zu vereinbarende Verletzungen" aufgewiesen, so der Polizeisprecher.
Rettungssystem verzögert Bergung
Derzeit ist der Kampfmittelräumdienst im Einsatz. In dem Wrack sei noch eine Feststoffrakete, die zum ballistischen Rettungssystem des Flugzeugs gehört, so der Sprecher.
Die Maschine, bei er es sich laut Abendblatt um eine DynAero MCR-2/4 handeln soll, ist mit einem Fallschirm ausgestattet, der sich im Notfall öffnen soll und das Flugzeug französischer Bauarbeit sicher zu Boden bringt.
"Aus Eigensicherungsgründen gehen wir da so nicht ran. Da kommen die Spezialisten", erläuterte der Sprecher.
Rund 60 Kräfte sind vor Ort. Der Einsatz läuft derzeit noch. Angaben zum Unfallhergang und zur Unfallursache konnte die Polizei noch nicht machen. Ermittler der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) sind auf dem Weg zur Absturzstelle.
Erstmeldung um 15.27 Uhr, aktualisiert um 17.10 Uhr.