Flugzeugabsturz in Florida: Letzter Funkspruch enthüllt Todesangst im Cockpit

Von Khang Mischke, Anna Ringle, Linda Drewanz, Jennifer Schneider

Washington/West Palm Beach - Beim Absturz eines Privatflugzeugs im US-Bundesstaat Florida sind Verkehrsminister Sean Duffy (55) zufolge alle neun Insassen ums Leben gekommen. Nun tauchte der letzte Funkspruch der Pilotin auf - eine Aufnahme, die für Gänsehaut sorgt.

In Florida stürzte ein Flugzeug ab.  © Foto von SAUL MARTINEZ / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

Nur wenige Stunden nach dem Unglück in Florida verbreitete sich eine Tonsequenz aus dem Cockpit in den sozialen Medien. Darauf ist die Unterhaltung der Pilotin mit einem Mitarbeiter der Luftsicherung in Miami zu hören.

Die Aufnahme ist knapp zwei Minuten lang und hält die letzten lebenden Momente der Insassen fest. Zunächst schien für die Flugzeugbesatzung keine Gefahr auszugehen. Die Pilotin und ihr Lotse unterhielten sich über die Wetterbedingungen.

"Es gibt ein wenig Eis und leichte Turbulenzen, aber wir haben das im Griff", sagte die Pilotin. "Okay, lassen sie mich wissen, wenn etwas ist, ich leite sie jetzt durch den Luftraum", ergänzte der Lotse. Plötzlich verschlechterte sich das Wetter und das Flugzeug geriet in Niederschlag.

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Dann nahm die Katastrophe ihren Lauf. "Wir sinken um 8000 – Mayday, Mayday – wir sinken um 10.000 Fuß pro Minute", meldete sich die Pilotin mit ängstlicher Stimme. Trotz aller Bemühungen konnte sie die Maschine nicht unter Kontrolle bringen.

"Wir sinken um 22.000 Fuß und neigen uns um 60 Grad. Heilige Scheiße, wir haben keine Zeit mehr", schrie die Pilotin durchs Cockpit. Kurz darauf erwiderte sie: "Wir werden auf den Boden aufschlagen".

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Menschen schauten schockiert auf die Unglücksstelle.  © Foto von SAUL MARTINEZ / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

Duffy spricht von einer "furchtbaren Tragödie"

Das Privatflugzeug stürzte mitten in ein Wohngebiet bei Palm Springs.  © Screenshot/Flightradar

Die Maschine - eine Learjet 60 - sei am Mittag gegen 12.50 Uhr (US-Ostküstenzeit) über einem Wohngebiet nahe Cresthaven abgestürzt, teilte Verkehrsminister Duffy. Das Flugzeug (N722BD) startete in Austin (Texas) und war auf dem Weg zu den Bahamas.

Ob am Boden weitere Personen durch den Absturz verletzt oder getötet wurden, sagte Duffy zunächst nicht.  Der 55-Jährige sprach von einer "furchtbaren Tragödie".

Videoaufnahmen zeigen, wie die Maschine mit voller Wucht auf die Straße stürzt, sofort in Flammen aufgeht. Bei Flightradar ist zu sehen, wie das Flugzeug innerhalb weniger Minuten dramatisch an Höhe verliert.

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Warum der Privatflieger abstürzte, ist noch unklar.

Der Absturzort an der Ostküste der USA liegt nicht weit entfernt von der Privatresidenz Mar-a-Lago von Präsident Donald Trump (80). Im Endspurt vor den Parlamentswahlen am Dienstag hatte der Präsident Wahlkampftermine in anderen Bundesstaaten.

Erstmeldung 1. November, 22.26 Uhr, fortlaufend aktualisiert

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