Nantucket (USA) - Plötzlich war der Kontakt abgebrochen: Am Samstagmorgen (Ortszeit) wurde ein Ambulanzflugzeug auf dem Weg von den Bermudas nach Boston als verschwunden gemeldet. Die US-Küstenwache begann mit der Suche - und wurde einige Stunden später fündig: Ein "Trümmerfeld" vor der Ostküste bei Nantucket lässt das Schlimmste vermuten.
Gegen 2 Uhr morgens hatte die Federal Aviation Administration die Küstenwache darüber informiert, dass der Kontakt zu dem Flugzeug des Typs Gulfstream G100 abgebrochen war.
Laut Flightradar24 war die Maschine mit dem Luftfahrzeugkennzeichen C-GRJP um 0.41 Uhr von Bermuda aus gestartet. Das Signal endete knapp eine Stunde später abrupt über dem Atlantik.
Der Flieger war nach einem Bericht der New York Times zunächst konstant in einer Höhe von rund 24.000 Fuß (circa sieben Kilometer) unterwegs. Gegen 1.05 Uhr begann die Maschine, mehrere Tausend Fuß an Höhe zu verlieren.
An Bord befanden sich sechs Personen, darunter vier kanadische und zwei bermudische Staatsangehörige, wie die US-Küstenwache erklärte. "Die Angehörigen wurden benachrichtigt." Laut dem kanadischen Betreiber des verschwundenen Ambulanzflugzeugs, Latitude Air Ambulance, handelt es sich bei den Vermissten um zwei Piloten, zwei medizinische Mitarbeiter, einen Patienten und einen Familienangehörigen.
Verschwundenes Flugzeug soll Notfall gemeldet haben.
Knapp 4300 Quadratkilometer wurden in den ersten 27 Stunden, seitdem der Kontakt abgebrochen war, abgesucht. Sowohl auf dem Wasser als auch in der Luft waren Suchtrupps unterwegs, unter anderem kamen mehrere Helikopter, ein Wasser- und ein Militärflieger zum Einsatz.
Der sich in der Nähe der letzten bekannten Stelle der Gulfstream befindliche Flughafen Nantucket erklärte laut Deutscher Presse-Agentur, dass die Maschine vor dem Kontaktabbruch noch einen Notfall gemeldet habe. "Die genauen Umstände des Vorfalls bleiben jedoch unklar", hieß es.
Für Sonntagmittag (Ortszeit) wurde von der Küstenwache eine Pressekonferenz zu dem Zwischenfall angekündigt.