Frauen berichten von Airline-Erlebnis: Wegen ihres Gewichts sollten sie plötzlich mehr bezahlen
USA - Zwei Frauen sorgen derzeit mit ihren Erfahrungen bei einem Flug in den USA für Aufsehen. In den sozialen Medien schildern sie, wie sie kurz vor dem Boarding plötzlich aufgefordert wurden, einen zweiten Sitzplatz zu kaufen - wegen ihres Körpergewichts.
Auslöser der Diskussion ist eine Regel der Fluggesellschaft Southwest Airlines, nach der Passagiere, die möglicherweise mehr Platz benötigen, einen zusätzlichen Sitz buchen müssen. Die Entscheidung darüber kann jedoch teilweise vor Ort von Mitarbeitenden getroffen werden.
Für die 38-jährige Erika DeBoer kam diese Situation völlig überraschend. Beim Einchecken für ihren Flug von Omaha nach Las Vegas wurde sie von einem Mitarbeiter darauf hingewiesen, dass sie einen zweiten Sitz kaufen müsse, wie People berichtet.
Als Begründung sei "die Sicherheit und der Komfort anderer Passagiere" genannt worden. DeBoer fühlte sich überrumpelt und hatte nach eigener Aussage kaum eine Wahl. "Man gab mir zwei Optionen: einen zweiten Sitz kaufen oder nicht mitfliegen", berichtete sie später.
Am Ende entschied sie sich, den zusätzlichen Platz zu bezahlen und ihren Flug anzutreten. Die Situation habe sie jedoch wütend gemacht. Besonders störte sie, dass niemand ihr genau erklären konnte, warum sie plötzlich als Passagierin galt, die einen zweiten Sitz benötige.
Auf dem Rückflug habe sie keinerlei Probleme gehabt. Später erhielt sie von der Airline eine Rückerstattung für das zusätzliche Ticket sowie einen Gutschein über 150 Dollar.
Auch eine andere Frau schildert ein ähnliches Erlebnis
Nur wenige Tage später meldete sich auch Grace Simpson mit einer ähnlichen Geschichte zu Wort.
In einem TikTok-Video erzählte sie, wie sie bereits eine erste Teilstrecke ihres Fluges problemlos hinter sich gebracht hatte.
Beim Umsteigen wurde sie am Gate von einem Mitarbeiter angesprochen. Ein Kollege habe sie als Passagierin eingestuft, die möglicherweise mehr Platz benötige, weshalb sie nun einen zusätzlichen Sitz kaufen müsse.
Die Situation traf Simpson emotional. Sie erklärte später, dass sie "alle Kraft aufbringen musste, um nicht zu weinen". Besonders verwirrend sei gewesen, dass sie zuvor bereits geflogen war, ohne dass jemand ein Problem gesehen hatte. Letztlich durfte sie ohne zusätzliche Kosten in eine freie Reihe am hinteren Ende des Flugzeugs wechseln.
Beide Frauen betonen, dass sie nicht grundsätzlich gegen die Regel seien. Ihr Problem liege vielmehr darin, wie sie umgesetzt werde.
Ihrer Meinung nach sei für Passagiere nicht klar erkennbar, wann genau ein zusätzlicher Sitz erforderlich sei. Dadurch entstehe die Gefahr, dass Entscheidungen spontan und subjektiv getroffen werden.
Titelfoto: Montage: Screenshot/TikTok/erikawithak27, Screenshot/TikTok/graceplattesimpson

