Madison (Wisconsin/USA) - Ein United-Airlines-Flug von Chicago nach Minneapolis ist am Freitagabend nach einem dramatischen Zwischenfall an Bord zu einer Notlandung gezwungen worden. Ein Passagier soll versucht haben, in das Cockpit einzudringen.
Der Vorfall ereignete sich kurz nach dem Start von Flug UA2005. Es handelte sich bei dem Verdächtigen offenbar um einen russischen Staatsbürger, wie das Luftfahrportal PYOK berichtet.
Die Boeing 737 befand sich bereits in rund 9000 Metern Höhe auf dem Weg nach Minneapolis, als die Piloten plötzlich den Kurs änderten und eine sofortige Umleitung nach Madison im US-Bundesstaat Wisconsin einleiteten.
Bereits vor dem Abflug soll der Mann für Ärger gesorgt haben. Berichten zufolge reagierte er aggressiv, nachdem Flugbegleiter ihn aufgefordert hatten, während des Rollens auf seinem Sitz Platz zu nehmen.
In der Luft eskalierte die Situation weiter: Der Passagier soll Mitreisende und Crewmitglieder bedroht haben, bevor er schließlich auf die Cockpittür zustürmte.
Der Passagier löste den höchsten Sicherheitsalarm aus
Laut PYOK versetzten die Piloten daraufhin das Cockpit in den Lockdown-Modus und meldeten einen sogenannten "Level-4-Vorfall" - die höchste Alarmstufe im internationalen Luftverkehr.
Dieser wird ausgelöst, wenn ein Passagier versucht, das Cockpit zu betreten oder zu übernehmen.
Die Bedrohung wurde offenbar so ernst genommen, dass United Airlines eine Warnmeldung an andere Maschinen der Fluggesellschaft verschickte.
Piloten wurden aufgefordert, ihre Cockpits besonders zu sichern, falls es sich um einen koordinierten Angriff handeln sollte.
Glücklicherweise befanden sich mehrere nicht im Dienst befindliche Polizeibeamte an Bord des Flugzeugs. Gemeinsam mit der Crew gelang es ihnen, den Mann zu überwältigen und bis zur Landung festzuhalten.
Nach der sicheren Landung in Madison wurde der Verdächtige von den Behörden in Gewahrsam genommen. Verletzte gab es nicht.