"Konnte nicht so viele sterben lassen": Verletzter Pilot über Messerattacke in Passagierflieger

❤️️
😂️
😱️
🔥️
😥️
👏️

Von Christoph Meyer, Sunrita Sen

Neu-Delhi (Indien) - Der bei der Gewalttat in einer Flydubai-Maschine verletzte Pilot hat sich mit einer bewegenden Schilderung zum Ablauf der Beinahe-Katastrophe geäußert.

Der bei dem Messerangriff in einer Flydubai-Maschine verletzte Flugkapitän spricht darüber, was im Cockpit vorging.
Der bei dem Messerangriff in einer Flydubai-Maschine verletzte Flugkapitän spricht darüber, was im Cockpit vorging.  © Uncredited/Israel's Foreign Ministry/AP/dpa

Demnach gelang es ihm trotz seiner schweren Stichverletzungen durch den Copiloten, die Cockpit-Tür zu öffnen. "Ich kämpfte in dem Moment um mein eigenes Leben, aber mir war auch klar, dass ich nicht so viele andere Menschen sterben lassen konnte", sagte Smit Machchhar in einem Videotelefonat mit dem indischen Premierminister Narendra Modi, das dieser auf der Plattform X teilte.

Bereits am Boden liegend sei ihm klar geworden, dass das Flugzeug im Begriff war abzustürzen. Er habe sich daher trotz mehrerer Wunden und der andauernden Attacke aufgerichtet. "Ich öffnete die Tür, und alle kamen herein", so der indische Pilot.

Der Flug der emiratischen Gesellschaft war am Mittwoch von Dubai nach Tel Aviv unterwegs, als es zu dem Vorfall kam. Mehrere Passagiere drangen ins Cockpit ein und konnten den Angreifer überwältigen.

Pilot will betrunken ins Cockpit steigen - Langstreckenflug gecancelt
Flugzeug Nachrichten Pilot will betrunken ins Cockpit steigen - Langstreckenflug gecancelt

Das Flugzeug, das zuvor dramatisch an Höhe verloren hatte, wurde von einer zufällig mitreisenden zweiten Besatzung sicher im saudi-arabischen Tabuk notgelandet. Sowohl der Kapitän als auch die eingreifenden Passagiere wurden von Medien als Helden gefeiert.

Immer noch viele Fragen offen

Der Flug der emiratischen Gesellschaft war am Mittwoch von Dubai nach Tel Aviv unterwegs, als es zu dem Vorfall kam. Der Flieger ist sicher im saudi-arabischen Tabuk notgelandet.
Der Flug der emiratischen Gesellschaft war am Mittwoch von Dubai nach Tel Aviv unterwegs, als es zu dem Vorfall kam. Der Flieger ist sicher im saudi-arabischen Tabuk notgelandet.  © Gil Cohen-Magen/dpa

Die innere Stärke für sein beherztes Handeln bezog der gläubige Hindu Machchhar nach eigenen Angaben aus Stoßgebeten an die affenförmige Schutzgottheit Hanuman, den Sohn des Windgottes Pavan. Behandelt wird der Flugkapitän inzwischen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. 

Auch der festgenommene Copilot wurde in die Emirate gebracht.

Zu dem Motiv des Angriffs gab es zunächst keine gesicherten Informationen. Israelischen Regierungsvertretern zufolge handelte es sich um einen versuchten islamistischen Anschlag. Doch viele Fragen sind weiterhin offen.

Titelfoto: Fotomontage: Uncredited/Israel's Foreign Ministry/AP/dpa// Gil Cohen-Magen/dpa

Mehr zum Thema Flugzeug Nachrichten: