Ukrainische Airline bekennt sich öffentlich: Leipzig soll auch nach dem Krieg Hauptbasis von Antonov bleiben

Leipzig - Bekenntnis zu Sachsen! Die ukrainische Werksfluggesellschaft Antonov hat sich erstmals öffentlich dazu bekannt, dass der Flughafen Leipzig auch nach einem Ende des Krieges in ihrem Heimatland der Basisflughafen der Transporter-Flotte bleiben wird. Auch zur Höhe der Investitionen gibt es erste Angaben.

Eine der sechs Antonov AN-124, die am Leipziger Flughafen stationiert sind, beim Start.  © Michael Strohmeyer

Zum ersten Mal hat sich die deutsche Antonov Tochter ALS (Antonov Logistics Salis GmbH) gegenüber TAG24 detailliert zu ihren Zukunftsplänen in Leipzig geäußert.

"Ja, wir gehen davon aus, dass Leipzig auch nach Kriegsende und der Wiederaufnahme der Flüge zum Flugtestzentrum Antonov in Gostomel bei Kiew der Basisflughafen der Antonov-Airlines bleiben wird", erklärte Sergii Fomenko, Manager für Außenbeziehungen bei ALS.

Aktuell bauen die Ukrainer im Nordbereich des Flughafens einen Wartungshangar. Nach Angaben von Fomenko wird dieser die Ausmaße von 91 mal 92 Metern und eine lichte Höhe von 25 Metern haben.

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Ausgelegt sei der Hangar für die Wartung der AN-124 sowie aller modernen Großraum- und Großflügelflugzeuge, einschließlich des Airbus 380.

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Seit Wochen laufen die Erdarbeiten für den neuen Antonov-Wartungshangar.  © Michael Strohmeyer

"Derzeit läuft die letzte Runde der Ausschreibung zur Auswahl eines Generalunternehmers für den Bau", sagte Fomenko. Endgültige Zahlen zur Investitionshöhe lägen deshalb noch nicht vor.

"Aber insgesamt wird das Projekt auf etwa 40 Millionen Euro geschätzt", so der ASL-Manager. Die Inbetriebnahme des Wartungshangars sei für September 2027 geplant.

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