Frau schläft 14 Stunden am Tag, doch die Ärzte erkennen ihre schlimme Krankheit nicht

Wakefield (England) - Courtney Nettleton (21) ging zum ersten Mal zu ihrem Hausarzt, als sie noch ein Teenager war. Damals fühlte sie sich ständig müde und machte sich deshalb Sorgen. Doch die Ärzte nahmen sie nicht ernst.

Courtney Nettleton (21) musste sich von den Ärzten gefallen lassen, als "faul" bezeichnet zu werden – nur um herauszufinden, dass sie Schilddrüsenkrebs hat.
Courtney Nettleton (21) musste sich von den Ärzten gefallen lassen, als "faul" bezeichnet zu werden – nur um herauszufinden, dass sie Schilddrüsenkrebs hat.  © Screenshot Instagram/courtneynettleton

Die inzwischen 21-Jährige sagte, ihre Symptome seien anfangs als "Faulheit" abgetan worden und auch von anderen Ärzten wurde sie abgewimmelt. Doch dass sie bis zu 14 Stunden am Tag schlief, stellte sich später als etwas viel Schlimmeres heraus.

Courtney Nettletons ständige Müdigkeit und Stimmungsschwankungen wurden zunächst auf ihr Alter zurückgeführt. Als sie weitere Symptome entwickelte, darunter Atemnot, schwere Akne und sogar Hitzewallungen, wusste sie, dass mit ihrer Gesundheit etwas nicht stimmte.

Freunde der Seniorenpflegeassistentin aus Wakefield in England bemerkten schließlich im Januar dieses Jahres einen Knoten am Hals der jungen Frau, berichtet Mirror. Entsetzt bat sie um einen weiteren Termin bei den Ärzten und ließ sich erneut untersuchen.

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Einen Monat später erhielt die damals 20-Jährige die erschütternde Diagnose: Krebs!

"Ich war am Boden zerstört und besorgt", sagte Nettleton. "Bis dahin wurde mir von den Ärzten gesagt, dass es nur 'jugendliche Faulheit' sei", was "unglaublich frustrierend" gewesen sei.

"Jeder kennt seinen eigenen Körper am besten", fügte sie hinzu. "Es ist so wichtig, seinem Bauchgefühl zu vertrauen und seinem Instinkt zu folgen. Man muss für sich selbst einstehen, wenn man weiß, dass etwas nicht stimmt."

Auf die gute Nachricht folgt eine verheerende

Nettleton erhielt eine Überweisung für eine dringende Ultraschall-Untersuchung. Die bestätigte, dass sie einen Tumor in der Schilddrüse hatte. "Im Februar wurde mir mit einer Biopsie Gewebe des Tumors entnommen und danach Schilddrüsenkrebs diagnostiziert. Die Ärzte sagten mir, dass er schnell wächst." Vier Wochen später, im März, begann die Behandlung.

In mehreren Operationen wurden beide Hälften ihrer Schilddrüse entfernt. Doch dann hätten die Ärzte einen fatalen Fehler gemacht: Am 22. März sagten sie der Patientin, sie sei krebsfrei und müsse sich keine Sorgen mehr machen. Nettleton war erleichtert. Bis drei Tage später die verheerendere Nachricht folgte, dass sich der Krebs auf ihre Blutgefäße ausbreitete und sie schnellstens erneut operiert und bestrahlt werden müsse.

"Ich war so verärgert, als klar war, dass ich immer noch Krebs hatte."

Von den anderen Patienten isoliert

Bisher wurde Courtney Nettleton zwei weitere Male operiert und sie hat eine Radiojodbehandlung hinter sich gebracht. Dadurch fühle sie sich sehr schwach. Sie sei zudem von anderen Patienten isoliert. Ob die Behandlung erfolgreich war oder nicht, erfährt die tapfere Frau erst in ein paar Wochen.

"Das Warten ist widerlich", sagte sie. "Obwohl mein Krebs gute Aussichten hat, geheilt zu werden, gibt es immer die Sorge, dass er sich woanders ausbreiten könnte.

Titelfoto: Screenshot Instagram/courtneynettleton (2)

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