Großbritannien - Es sollte ein ganz normaler Gesundheits-Check beim Hausarzt werden, doch dann kam alles anders. Denn: Was für Andrew Stanley (67) nun schon bekannte Wehwehchen waren, stellte sich als eine der schlimmsten Erkrankungen heraus - Krebs.
Seine dramatische Geschichte begann 2023. Damals litt der Engländer über längere Zeit an Sodbrennen. Da es für ihn jedoch schon zur Routine geworden war, machte er sich darüber keine weiteren Gedanken. Als der 67-Jährige dann Schluckbeschwerden bekam, ging er zu seinem Hausarzt, berichtete Daily Mirror.
Nachdem sich der Buchhalter durch etliche medizinische Untersuchungen, Arzttermine und Überweisungen gequält hatte, fanden die Mediziner den Grund für seine Schmerzen. Andrew litt an Speiseröhrenkrebs - ein Schock für den 67-Jährigen und seine Frau Almut.
Neben seiner Diagnose ereilte den Buchhalter eine weitere schlechte Nachricht: Der Krebs befand sich im vierten Stadium und hatte bereits gestreut. "Mir wurde gesagt, es hätte sich ausgebreitet und ich hätte nur noch zwei Jahre zu leben", gestand Andrew im Interview.
Doch dann kam die Wendung: Dem 67-Jährigen wurde eine große Chance ermöglicht. "Anfangs gab es nur sehr wenige Behandlungsmöglichkeiten, aber dann hatte ich das große Glück, an einer klinischen Studie im Churchill Hospital in Oxford teilnehmen zu können", berichtete Andrew.
Speiseröhrenkrebs bleibt in vielen Fällen lang unentdeckt - und kann zum Tod führen
Während seiner Zeit als Proband in einer medizinischen Forschungslücke schlug die Therapie an. Er unterzog sich einer großen Operation - das Ergebnis erfreute nicht nur die Forschenden. Der Buchhalter war krebsfrei.
Doch nicht für jeden fällt der Kampf gegen den Krebs so erfolgreich aus. In seiner Heimat Großbritannien erkranken rund 9200 Menschen jährlich an einem Ösophaguskarzinom, berichtete das Newsportal.
"Speiseröhrenkrebs ist die vergessene Krebsart - die späte Diagnose führt oft zum Tod", erklärte Jill Clark, Vorsitzende der Organisation Action Against Heartburn.
Und die Statistiken in England steigen: Zwischen 2013 und 2022 ist die Zahl der Speiseröhrenkrebs-Betroffenen im vierten Stadium von 25 auf 37 Prozent gestiegen.
"Ich möchte meine Geschichte erzählen, um anderen Hoffnung zu geben, aber auch, um das Bewusstsein für Speiseröhrenkrebs zu schärfen", verdeutlichte Andrew Stanley.