Mehr als 500 Menschen in Bayern durch Zecken erkrankt

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Von Christof Rührmair

München - Im laufenden Jahr sind bereits mehr als 500 Menschen in Bayern durch Zeckenbisse erkrankt. Laut Gesundheitsministerium wurden bisher 14 Fälle von FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und mehr als 515 Fälle von Borreliose gemeldet.

Zecke als unterschätzte Gefahr: Nur rund 23 Prozent der Bevölkerung haben einen aktuellen FSME-Impfschutz. (Symbolbild)
Zecke als unterschätzte Gefahr: Nur rund 23 Prozent der Bevölkerung haben einen aktuellen FSME-Impfschutz. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Das ist etwas weniger als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr. Damals waren es 570 Fälle von Borreliose und 21 FSME-Erkrankungen.

"Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen", warnt Gesundheitsministerin Judith Gerlach (40, CSU).

"Deshalb ist Vorsicht etwa beim Wandern auf Wiesen oder im Wald sehr wichtig. Wer sich in der Natur oder auch im eigenen Garten aufgehalten hat, sollte anschließend den Körper gründlich nach Zecken absuchen."

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Die Ministerin rät sich möglichst bald gegen FSME impfen zu lassen.

Für einen vollständigen Schutz seien drei Impfungen innerhalb eines Jahres nötig, erklärt sie – frühestens nach der zweiten Impfung gebe es eine Schutzwirkung.

Borreliose lässt sich gut behandeln – wenn sie früh erkannt wird

Noch seien die Impfquoten im Freistaat zu niedrig: Nur rund 23 Prozent der Bevölkerung hätten einen aktuellen FSME-Impfschutz. Bei Kindern sei das Bild aber besser.

Die Ständige Impfkommission empfehle die FSME-Impfung für alle Menschen, die in Risikogebieten mit Zecken in Kontakt kommen können. Auch für Urlauber in Bayern ist die Impfung ratsam.

Gegen Borreliose gebe es noch keine Impfung, sagt Gerlach. "Sie lässt sich gut behandeln, wenn sie früh erkannt wird." Wer eine Zecke an seinem Körper entdecke, solle sie möglichst schnell und vorsichtig entfernen und bei Beschwerden einen arzt aufsuchen.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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