Infizierter Ebola-Arzt mit Polizei-Eskorte in Berliner Charité angekommen

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Von Sascha Meyer, Christophe Gatea

Berlin - Ein mit dem Ebola-Virus infizierter US-Amerikaner ist zur Behandlung in die Berliner Charité gebracht worden.

Ein Konvoi aus Polizei und Feuerwehrautos begleiten den Ebola-Patienten mitten in der Nacht in die Charité.
Ein Konvoi aus Polizei und Feuerwehrautos begleiten den Ebola-Patienten mitten in der Nacht in die Charité.  © Christophe Gateau/dpa

Der Patient wurde in der Sonderisolierstation des Universitätsklinikums aufgenommen, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte. Er hatte sich in der Demokratischen Republik Kongo mit dem Virus angesteckt, das sich dort stark ausbreitet.

Ministerin Nina Warken (47, CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Für die Bundesregierung ist es selbstverständlich, dass wir unseren Partnern helfen." Deutschland verfüge über ein leistungsfähiges Versorgungsnetzwerk, auch für Patienten mit hochinfektiösen Krankheiten.

"Sie werden bestmöglich versorgt - und wir wahren dabei die höchsten Sicherheitsvorkehrungen."

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Deswegen hätten sich die USA mit einem Hilfeersuchen an Deutschland gewandt. Warken dankte allen Beteiligten für den Transport und die medizinische und pflegerische Versorgung in der Charité. "Dem Patienten wünsche ich alles erdenklich Gute für seine Gesundheit", sagte sie. 

Die US-Behörden hatten die Bundesregierung auch wegen der kürzeren Flugzeit nach Deutschland um Hilfe gebeten. Der Transport nach Berlin sollte von Uganda aus mit einem Spezialflugzeug für hochinfektiöse Patienten organisiert werden, wie das Gesundheitsministerium erläuterte. 

Ebola-Patient auf Sonderisolierstation auf Campus Virchow-Klinikum

Der Patient kam in eine Sonderisolierstation.
Der Patient kam in eine Sonderisolierstation.  © Lilli Förter/dpa

Zur Charité erfolgte der Transport mit einem speziell ausgestatteten Fahrzeug. Eskortiert wurde es von zahlreichen Motorrädern und Autos der Polizei sowie Feuerwehren und Krankenwagen. Kurz vor 3 Uhr erreichte das Spezialfahrzeug das Krankenhaus. 

Die Sonderisolierstation auf dem Campus Virchow-Klinikum verfügt über eine spezialisierte Infrastruktur zur Versorgung von Patienten mit hochansteckenden lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten, wie es zur Erläuterung hieß.

Sie ist eine geschlossene und geschützte Einheit getrennt vom regulären Klinikbetrieb, so dass kein Kontakt zu anderen Patientinnen und Patienten entstehen kann.

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Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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