Deutschland - Die Verbraucherorganisation "foodwatch" hatte nach einem Labortest vor belasteten Lebensmitteln in deutschen Supermärkten gewarnt - die betroffenen Unternehmen reagierten darauf jedoch unterschiedlich.
Wie aus dem foodwatch-Report hervorgeht, wurden Reis-, Gewürz- und Teeprodukte verschiedener Hersteller untersucht.
Dabei stellte die Organisation Rückstände von in der EU verbotenen Pestiziden fest. Drei Produkte - von Lidl, Rewe und Fuchs - sollen dabei sogar die geltenden Grenzwerte überschritten haben.
Lidl reagierte umgehend und rief den untersuchten Kreuzkümmel der Eigenmarke "Kania" zurück. Zudem erklärte das Unternehmen, dass die betroffene Charge nicht mehr verkauft werde.
Anders ist die Lage bei Rewe und dem Gewürzhersteller Fuchs: Beide verzichten bislang auf einen Rückruf.
Rewe und Fuchs verzichten bislang auf einen Rückruf
Laut den Laborergebnissen von foodwatch wurden im Rewe "Chili-Mix" insgesamt 22 Pestizide nachgewiesen, darunter sieben, die in der EU nicht mehr zugelassen sind. Rewe hingegen argumentiert, foodwatch habe einen falschen Berechnungsfaktor verwendet - das Produkt sei demnach "vollkommen verkehrsfähig".
Auch im Kreuzkümmel des Gewürzherstellers Fuchs wurden sechs Pestizide nachgewiesen, darunter vier, die in der EU nicht zugelassen sind. Fuchs erklärte, dass eigene Tests keine Pestizidrückstände ergeben hätten. Das Produkt sei "uneingeschränkt verkehrsfähig".
Foodwatch fordert, dass Lebensmittelhersteller und Handelskonzerne saubere Produkte anbieten und dass Ackergifte, die in Europa verboten sind, nicht über importierte Lebensmittel in den Supermarkt gelangen.
Die Petition haben bereits über 141.000 Menschen unterschrieben.