Nachdem sie verhaftet wurde: TikTokerin sorgt dafür, dass Ex aus Wohnung fliegt

Sydney (Australien) - Am Wochenende veranstaltete die deutsche TikTokerin Samuela Brachtendorf (19) ein Fan-Treffen in Sydney, bei dem sie erneut scharfe Worte für ihren Ex-Partner Paul fand.

Bei ihrem Schokomilch-Fantreffen am Samstag ließ Samuela Brachtendorf (19) ihre Anhänger laut "Samu Mommy" und "Paul Baby" rufen, um sich offenbar über ihren Ex-Partner Paul lustig zu machen.
Bei ihrem Schokomilch-Fantreffen am Samstag ließ Samuela Brachtendorf (19) ihre Anhänger laut "Samu Mommy" und "Paul Baby" rufen, um sich offenbar über ihren Ex-Partner Paul lustig zu machen.  © Bildmontage: TikTok/Screenshot/samuskleinewelt

Bereits seit Tagen sorgt die 19-Jährige auf ihrem TikTok-Account "samuskleinewelt" für Gesprächsstoff, nachdem sie sich von ihrem Partner Paul getrennt und in mehreren Aufnahmen gegen ihn geäußert hat. Eines dieser Videos erreichte drei Millionen Aufrufe.

"Ich habe Samu ausdrücklich darum gebeten, die Situation nicht öffentlich auszutragen und stattdessen nach außen zu kommunizieren, dass wir im Guten auseinandergegangen sind", so Paul gegenüber TAG24. Dennoch veröffentlichte Samu zahlreiche Clips, in denen sie sich öffentlich gegen ihn richtet.

Seitdem sieht sich der junge Mann Anfeindungen ihrer Community ausgesetzt und musste sogar seine Wohnung in Australien verlassen, nachdem Samuela seiner Vermieterin offenbar erzählt hatte, er würde Drogen nehmen.

Ein Teilnehmer des Fan-Events berichtete gegenüber TAG24, dass Samuela beim Community-Treffen am Samstag damit geprallt haben soll. In der Instagram-Story machte die 19-Jährige deutlich, dass sie in diesem Fall lediglich als Vermittlerin agiert habe.

Zudem ließ sie keine Gelegenheit aus, ihren Ex-Partner vor ihren Fans bloßzustellen. Dabei sollten ihre Anhänger laut "Samu Mommy" und "Paul Baby" rufen, da sie nach eigenen Angaben für Paul gesorgt habe. Auch vor intimen Details scheute Samuela dabei nicht zurück.

Paul hofft, dass er nun von Samuela in Ruhe gelassen wird

Immer wieder veröffentlichte Samuela Brachtendorf (19) Storys über ihren Ex-Partner Paul, der nun hofft, von ihr in Ruhe gelassen zu werden.
Immer wieder veröffentlichte Samuela Brachtendorf (19) Storys über ihren Ex-Partner Paul, der nun hofft, von ihr in Ruhe gelassen zu werden.  © Bildmontage: TikTok/Screenshot/samuskleinewelt

Paul hofft nun endlich von ihr in Ruhe gelassen zu werden, wie er in einem TikTok-Video offenbart. Nach eigenen Angaben sei das Kapitel für ihn abgeschlossen, und er wolle nicht länger die Zielscheibe von Samuela sein.

Vor drei Tagen wurde der junge Mann erst von der 19-Jährigen in einem Club gefilmt, wo sie ihm vorwarf, keine Eier zu haben.

In seinem Statement-Video sagte er dazu: "Ich saß mit ein paar Freunden da [...] sie liefen hin und her [...] und filmten mich die ganze Zeit dabei." Dabei betonte er, dass er keinen Kontakt mehr mit Samuela und ihrem besten Freund Bertug haben will, weil er "keinen Bock" auf so ein Verhalten habe.

In den Kommentaren wird ihm seitdem vorgeworfen, dass er nicht "über sie hinwegkomme", seine Reichweite nur über sie erziele und deshalb dankbar sein sollte, und dass "manchen Leuten Schweigen besser steht" - scheinbar eine Aufforderung, still die Provokationen über sich ergehen zu lassen.

Auch die 19-Jährige sagte in einer Instagram-Story dazu: "Anscheinend bist du immer noch nicht über mich hinweg", da er weiterhin Videos über sie mache.

In der darauffolgenden Story bemerkte die 19-Jährige, dass Paul sich offenbar am Flughafen aufhält. Paul hatte zuvor angegeben, eine neue Bleibe zu suchen, da er sonst nach Deutschland zurückkehren müsste.

Sichtlich bedrückt sagte Samuela in die Kamera zu sich selbst: "Samu, lass los [...]" - offenbar, um selbst über ihre verflossene Liebe hinwegzukommen und weiterzuziehen.

Samuela wurde wegen häuslicher Gewalt angeklagt

Am 26. Januar griff Samuela ihre Mitbewohnerin Hannah an und verwüstete dabei auch deren Badezimmer. Dafür wurde sie festgenommen, wie die Polizei von New South Wales bestätigte.
Am 26. Januar griff Samuela ihre Mitbewohnerin Hannah an und verwüstete dabei auch deren Badezimmer. Dafür wurde sie festgenommen, wie die Polizei von New South Wales bestätigte.  © Bildmontage: privat

Bei dem Event, bei dem Samuela ihre Fans dazu aufrief, gemeinsam Kakao zu trinken, spielte die 19-Jährige laut mehreren Videos - auch wiederholt auf den eskalierenden Vorfall Ende Januar an.

Dabei hatte sie ihre Ex-Mitbewohnerin Hannah und deren Freundinnen absichtlich mit einem Milchgetränk bespritzt, um den Frauen, die auf dem Weg zum Club waren, den Abend zu vermiesen.

"Mir kam die Idee [...] Ich will irgendwen mit einem Getränk beschütten. [...] Wir hatten überlegt, welches Getränk - also was ihnen die Party ruinieren würde, wenn sie gleich in den Club gehen [...] - und dann sind wir auf die Schokomilch gekommen", erklärte Samuela bei dem Treffen vor dem Opernhaus.

Ursprünglich wurde angenommen, dass die 19-Jährige wegen dieser Situation festgenommen wurde, da sie auch die Hashtags #FreeSamu und #FreeSchokomilch verbreitete. Die Polizei von New South Wales teilte jedoch auf Anfrage von TAG24 mit, dass Samuela wegen eines Vorfalls der Körperverletzung im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt festgenommen wurde, als sie ihre Ex-Mitbewohnerin Hannah zu Hause angegriffen hatte. Zudem wurde ein Kontaktverbot erlassen, das der TikTokerin untersagt, sich Hannah, die inzwischen ausgezogen ist, zu nähern.

In dem Polizeibericht heißt es: "Gegen 1.20 Uhr am Montag, dem 26. Januar 2026, wurde die Polizei aufgrund von Berichten über einen Vorfall häuslicher Gewalt in der Buckland Street in Chippendale gerufen. Nach den Ermittlungen nahm die Polizei eine 19-jährige Frau am Tatort fest. Sie wurde zur Polizeiwache Mascot gebracht und dort wegen Körperverletzung im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt angeklagt. [...] Unter Auflagen wurde ihr die Freilassung gegen Kaution gewährt."

Da das Verfahren noch läuft, machte die Polizei keine weiteren Angaben. Auch das zuständige Gericht, der Downing Centre Local Court, wurde für Auskünfte angefragt, bislang jedoch ohne Rückmeldung.

Titelfoto: Bildmontage: TikTok/Screenshot/samuskleinewelt

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