Social-Media-Verbot für Jugendliche? CSU gegen CDU-SPD-Idee

Von Theresa Münch

München/Berlin - Die Pläne von CDU und SPD zur Einführung einer Altersgrenze für Social-Media-Plattformen wie Tiktok und Instagram stoßen beim Koalitionspartner CSU auf wenig Gegenliebe.

Immer weniger "social", immer mehr "media": Um Kinder zu schützen – nicht selten wegen des Fehlverhaltens Erwachsener – könnten sie bald aus Sozialen Medien verbannt werden.
Immer weniger "social", immer mehr "media": Um Kinder zu schützen – nicht selten wegen des Fehlverhaltens Erwachsener – könnten sie bald aus Sozialen Medien verbannt werden.  © Alicia Windzio/dpa

"Diese Verbotsdebatte geht an der Wirklichkeit vorbei", sagte der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Hoffmann, der "Augsburger Allgemeinen".

Den richtigen Umgang mit Social-Media lernten Kinder und Jugendliche nicht durch Verbote.

Wichtig sei die Stärkung der Medienkompetenz in Kombination mit einem besseren Schutz vor jugendgefährdenden Angeboten.

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Dafür müsse die Politik die Betreiber der Plattformen in die Pflicht nehmen, anstatt Kindern und Jugendlichen mit pauschalen Verboten den Raum zur Ausbildung digitaler Fähigkeiten zu nehmen.

Die CDU hatte sich auf ihrem Parteitag für ein Mindestalter von 14 Jahren für soziale Medien ausgesprochen.

Bis zum 16. Lebensjahr gebe es ein "besonderes Schutzbedürfnis". Auch die SPD fordert eine Altersgrenze von 14 Jahren und Jugendversionen der Plattformen für alle unter 16.

Titelfoto: Alicia Windzio/dpa

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