Betrüger erbeuten mehr als fünf Millionen Euro per WhatsApp

Hannover – Mehr als fünf Millionen Euro haben Kriminelle im vergangenen Jahr durch Betrug per SMS oder WhatsApp in Niedersachsen ergaunert.

Per WhatsApp geben sich die Betrüger als eine andere Person aus. (Symbolbild)
Per WhatsApp geben sich die Betrüger als eine andere Person aus. (Symbolbild)  © Christoph Dernbach/dpa

Landesweit gab es jeden Monat im Durchschnitt 765 Fälle, wie das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen am Mittwoch mitteilte. Beim Trickbetrug über Messengerdienste geben sich die Täter meist als Tochter oder Sohn der angeschriebenen Person aus.

Um die unbekannte Rufnummer zu rechtfertigen, werden Geschichten erfunden - etwa dass das bisherige Handy kaputt oder verloren gegangen sei. Das Opfer wird oft geschockt, etwa mit der Nachricht, dass ein schwerer Unfall passiert sei und die Tochter sofort einen hohen Geldbetrag benötige, der auf eine bestimmte Kontonummer überwiesen werden müsse.

Die Zahlen stammen aus der polizeilichen Eingangsstatistik und sind nach LKA-Angaben lediglich als Richtwert zu betrachten. Das Landeskriminalamt Niedersachsen rät dazu, nicht auf die Nachrichten zu reagieren.

Bei Beleidigungen im WhatsApp-Chat ist eine Kündigung möglich
WhatsApp Bei Beleidigungen im WhatsApp-Chat ist eine Kündigung möglich

"Kontaktieren Sie die Person, die hier vorgetäuscht wird, auf alternativem Wege und lassen Sie sich nicht durch die falschen Chat-Partnerinnen und Partner davon abbringen", empfehlen die Beamten.

Zudem sollten im Adressbuch gespeicherte Rufnummern - etwa von Tochter oder Sohn - auf keinen Fall ungeprüft mit der angeblich neuen Rufnummer überschrieben werden. Niemals dürfe Geld auf genannte Kontonummern überwiesen werden.

Wer auf die Betrugsmasche hereingefallen sei, sollte zunächst seine Bank informieren, rät das LKA. Eventuell könne die Überweisung noch gestoppt werden. Danach sollte Anzeige bei der örtlichen Polizeiwache oder der Online-Wache gestellt werden - möglichst mit Screenshots des Chatverlaufs.

Titelfoto: Christoph Dernbach/dpa

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