Radlerhose zeigt zu viel Haut! Frau wird wegen diesem Outfit vom Fitnessstudio verwiesen

Sydney - Die Australierin Gabi Goddard (27) wollte eigentlich nur in ihrem Fitnessstudio trainieren. Weil ihr Outfit allerdings angeblich zu viel Haut zeigte, wurde sie aus dem Gebäude geworfen. Viele User im Netz sind über diese Entscheidung empört.

Um diese Kleidung geht es: Angeblich würde Gabi Goddard (27) damit zu viel Haut zeigen.
Um diese Kleidung geht es: Angeblich würde Gabi Goddard (27) damit zu viel Haut zeigen.  © Instagram/Screenshot/gabigoddard

Die 27-Jährige konnte nicht fassen, was ihr passiert war und veröffentlichte ihre Geschichte auf Instagram.

In ihrer Story zeigt die Brünette, welches Outfit sie an dem sehr warmen Tag trug. Sie hatte eine enge Radlerhose und ein Sport-Bustier an.

Dazu schrieb sie, dass eine Lehrerin, die mit einer Schulgruppe von Teenagern im Alter von ungefähr 14 Jahren vor Ort war, sich über sie beschwerte. Sie hatte Angst, dass die Schüler zu viel nackte Haut sehen würden. Daraufhin wurde Gabi gebeten, nach Hause zu gehen und sich umzuziehen.

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Die 27-Jährige kam der Aufforderung zwar nach, doch sie konnte die Begründung der Lehrerin nicht verstehen. Sie schickte eine Beschwerde-Mail an die Schule, von der die Schüler stammten und schrieb:

 "Ich bin entsetzt, dass Ihre Schule über die Kleidungswahl (und die Bewegungsfreiheit) einer unabhängigen, erwachsenen Frau bestimmen kann. Darüber hinaus verewigt Ihre Schule die Werte (mit Folgen für das wirkliche Leben), die nachweislich schädlich sind. Nämlich, dass wir in einer Welt leben, in der 14-jährige Jungen Vorrang vor Frauen haben. Wo Frauen dafür bestraft werden, dass Jungen und Männer die Neigung haben, Frauen zu objektivieren."

Sie fügte hinzu, dass sie ähnliche Outfits wie dieses schon seit jeher in Fitnessstudios getragen habe und niemals eine Beschwerde erhalten habe. "Es ist entmutigend, dass diese besondere Beschwerde von einer Person kam, die dafür verantwortlich ist, unsere nächste Generation zu formen."

Gabi Goddard erhält viel Kritik, aber auch Unterstützung

Die Auswirkungen des Briefes hatten es in sich. Dieser ging im Internet sofort viral und wurde sogar von der bekannten Feministin Clementine Ford geteilt. Gabi erhielt viel positives Feedback, welches sie ebenfalls in ihrer Story teilte. "Ich bin Mutter eines 11-jährigen Jungen, und ich erwarte von niemandem, dass er sein Outfit zu seinem Vorteil ändert", schrieb ihr eine Mutter.

Doch die hübsche Australierin musste auch viel persönliche Angriffe einstecken. Sie sei unverschämt, viel zu freizügig und frech - das waren noch die harmlosen Bemerkungen.

Viele User wunderten sich, warum der Eigentümer des Studios nichts gesagt hatte. Doch Gabi erklärte, dass diese während Corona stark mit ihrer finanziellen Situation gekämpft hatten. Sie fühlte sich nicht wohl dabei, nein zum Lehrer zu sagen, aus Angst, den Vertrag des Studios mit der Schule zu gefährden.

Es ist zwar nicht bekannt, ob Gabi eine Antwort auf ihre Beschwerde erhalten hat, aber sie hat inzwischen das Studio gewechselt.

Titelfoto: Instagram/Screenshot/gabigoddard

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