Israel-Krieg im Liveticker: Zweite Gruppe von Geiseln ans Rote Kreuz übergeben!

Tel Aviv/Gaza - Israel feiert die Heimkehr seiner Landsleute. Die Regierung in Tel Aviv erhält eine Liste mit weiteren Geiseln, die am Samstag freigelassen werden sollen.

Jubel in Israel, nachdem ein Hubschrauber mit von Hamas-Kämpfern frei gelassenen Geiseln im Schneider Children's Medical Center of Israel gelandet ist.
Jubel in Israel, nachdem ein Hubschrauber mit von Hamas-Kämpfern frei gelassenen Geiseln im Schneider Children's Medical Center of Israel gelandet ist.  © Ilia Yefimovich/dpa

Die Erleichterung über die Freilassung erster Geiseln aus der Gewalt der Terrororganisation Hamas ist groß. US-Präsident Joe Biden (81) machte am Freitag deutlich, dass dies "erst der Anfang" sei. Er erwarte am heutigen Samstag, morgigen Sonntag und kommenden Montag die Freilassung weiterer Geiseln.

Ähnlich äußerte sich Bundeskanzler Olaf Scholz (65). Er forderte, die Terrororgansiation Hamas müsse "alle Geiseln bedingungslos freilassen".

Derweil erhielt Israel Medienberichten zufolge eine weitere Namensliste aus der hervorgeht, dass an diesem Samstag 13 weitere Geiseln freigelassen werden sollen.

Israel-Krieg: Islamischer Dschihad veröffentlicht zweites Video einer Geisel
Israel Krieg Israel-Krieg: Islamischer Dschihad veröffentlicht zweites Video einer Geisel

Am gestrigen Freitag hatte die islamistische Hamas 24 Geiseln - 13 Israelis und 11 Ausländer - freigelassen, die vor sieben Wochen in den Gazastreifen verschleppt worden waren. Im Gegenzug ließ Israel 39 verurteilte palästinensische Häftlinge frei. Nur Stunden zuvor war eine Feuerpause in Kraft getreten.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Krieg in Israel findet Ihr hier im TAG24-Liveticker.

25. November, 22.19 Uhr: Zweite Gruppe von Geiseln ans Rote Kreuz übergeben!

Die islamistische Hamas hat eine Gruppe von Geiseln im Gazastreifen an Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben.

Dies teilten am Samstag sowohl die Terrororganisation als auch das israelische Militär mit. Laut Hamas wurden 13 Israelis sowie sieben ausländische Staatsangehörige übergeben. Eine Bestätigung des Roten Kreuzes stand zunächst noch aus.

25. November, 20.17 Uhr: Freilassung von Geiseln und Gefangenen laut Katar noch am Samstagabend

Die Übergabe einer zweiten Gruppe von 20 Geiseln im Gazastreifen erfolgt nach Darstellung Katars noch an diesem Samstagabend.

"Nach einer Verzögerung bei der Freilassung von Gefangenen auf beiden Seiten wurden die Hindernisse durch katarisch-ägyptische Gespräche mit beiden Seiten beseitigt", teilte Madschid al-Ansari, Sprecher des katarischen Außenministeriums, mit.

Am Abend würden 39 in Israel inhaftierte palästinensische Frauen und Minderjährige freigelassen - im Austausch für 13 israelische Geiseln, die vor sieben Wochen von der Hamas in den Gazastreifen verschleppt wurden. Außerhalb dieser Vereinbarung werden außerdem sieben Zivilisten freigelassen, wie es hieß. Damit waren offensichtlich sieben weitere aus Israel entführte Geiseln gemeint.

Die islamistische Hamas bestätigte am Abend den Erfolg der Vermittlungen.

25. November, 20.09 Uhr: Große Demo in Israel für Geisel-Freilassung

Zehntausende Israelis haben 50 Tage nach dem Massaker der islamistischen Hamas für die Freilassung aller Geiseln im Gazastreifen demonstriert. Sie versammelten sich am Samstagabend mit israelischen Flaggen und Protestschildern im Zentrum der Küstenstadt.

Auf einem Banner war zu lesen: "Kein Sieg bis zur letzten Geisel." Die Organisatoren gaben die Zahl der Teilnehmer mit geschätzt 100.000 an. Auch in Jerusalem kam es zu Protesten.

Menschen nehmen an einer Solidaritätskundgebung für die von der islamstischen Hamas entführten Geiseln in der Nähe des Kunstmuseums teil.
Menschen nehmen an einer Solidaritätskundgebung für die von der islamstischen Hamas entführten Geiseln in der Nähe des Kunstmuseums teil.  © Leo Correa/AP/dpa

25. November, 17.47 Uhr: Übergabe von zweiter Gruppe von Geiseln verzögert sich laut Hamas

Die Übergabe einer zweiten Gruppe von Geiseln im Gazastreifen wird sich nach Darstellung der Terrororganisation Hamas verzögern.

Die Hamas begründete ihr Vorgehen damit, dass Israel gegen einen Teil des Abkommens verstoßen habe. Sie warf Israel vor, nicht wie vereinbart Hilfslieferungen auch in den nördlichen Teil des Gazastreifen ermöglicht zu haben.

25. November, 16.45 Uhr: Erwartete Freilassung von weiteren Geiseln in Gaza verzögert sich

Die erwartete Freilassung einer weiteren Gruppe von Geiseln der islamistischen Hamas hat sich am Samstag zunächst verzögert. In Israel war die Übergabe der Israelis gegen 15 Uhr MEZ erwartet worden.

Mehr als eine Stunde später berichteten israelische Medien von einer "technischen" Verzögerung. Unklar war zunächst, wann der geplante Übergabeprozess starten soll.

Es war erwartet worden, dass die Gruppe, wie am Tag zuvor im Gazastreifen an Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben werden und dann die Grenze nach Ägypten überqueren. Von dort sollten sie dann nach einer ersten medizinischen Überprüfung mit einem Hubschrauber nach Israel gebracht werden.

25. November, 15.15 Uhr: Steinmeier zu Besuch in Israel

Vor seinem Besuch in Israel hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier 6(7, SPD) das Selbstverteidigungsrecht des Landes gegen die Hamas betont und zugleich zum Einhalten humanitärer Regeln aufgerufen.

"Niemand kann Israel verwehren, den Terror entschieden zu bekämpfen", sagte Steinmeier am Samstag in einer Videobotschaft. Dieser Kampf bringe aber auch großes Leid unter unbewaffneten Zivilisten.

"Jede Vorkehrung, Zivilisten aus der Schusslinie zu bekommen, ist notwendig. Hinzu kommt die Versorgung mit dem Lebenswichtigsten. Das verlangt das humanitäre Völkerrecht, und das erwarten auch wir Deutschen."

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (67, SPD)
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (67, SPD)  © Bernd von Jutrczenka/dpa

25 November, 15.12 Uhr: Hamas will 14 Geiseln freilassen

Im Rahmen des Abkommens zwischen Israel und der islamistischen Hamas sollen am heutigen Samstag nun doch 14 weitere israelische Geiseln aus dem Gazastreifen freikommen.

Ägyptens Regierung habe von der Hamas sowie dem Roten Kreuz eine Liste mit den 14 Namen erhalten, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am heutigen Samstag aus ägyptischen Sicherheitskreisen. Zunächst war von 13 Geiseln die Rede

Zudem gebe es eine Liste mit den Namen von 42 palästinensischen Gefangenen, die am Samstag im Gegenzug aus israelischen Gefängnissen freigelassen werden sollten. Unter diesen seien 24 Frauen und 18 Minderjährige.

Der 9-jährige Ohad trifft seinen Vater, seinen Bruder und Familienmitglieder im Schneider Children's Medical Center in Israel nach seiner Freilassung. Der Junge war am 7. Oktober bei einem Überfall der islamistischen Hamas auf Israel entführt worden.
Der 9-jährige Ohad trifft seinen Vater, seinen Bruder und Familienmitglieder im Schneider Children's Medical Center in Israel nach seiner Freilassung. Der Junge war am 7. Oktober bei einem Überfall der islamistischen Hamas auf Israel entführt worden.  © Uncredited/Schneider Children's Medical Center/AP

25. November, 15 Uhr: Wagenknecht wirft Israel rücksichtslose Kriegsführung vor

Die ehemalige Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht (54) hat den Kurs der israelischen und der deutschen Regierung im Gaza-Krieg scharf kritisiert.

"Gerade wir Deutschen haben eine besondere Verantwortung für jüdisches Leben", sagte Wagenknecht am heutigen Samstag bei einer Friedensdemonstration in Berlin. "Und wir haben die Verantwortung, das Existenzrecht Israels ohne Wenn und Aber zu verteidigen."

Aber diese Verantwortung "verpflichtet uns nicht, die rücksichtslose Kriegsführung der Regierung Netanjahu als Selbstverteidigung schönzureden und zu unterstützen".

Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht (54).
Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht (54).  © Soeren Stache/dp

25. November, 12.38 Uhr: Angehöriger deutscher Geiseln: Glücklich über Freilassung der Familie

Der Mann einer aus Geiselhaft im Gazastreifen freigelassenen Deutschen hat sich glücklich über die Rückkehr seiner Frau und ihrer gemeinsamen zwei kleinen Töchter geäußert.

Yoni Asher werde aber nicht feiern, ehe nicht alle Entführten zurückkehrten, sagte der Angehörige in einer Videobotschaft auf Hebräisch im sozialen Netzwerk Facebook am späten gestrigen Freitagabend.

"Ich bin glücklich, dass ich meine Familie zurückbekommen habe." Er wolle ihnen helfen, sich von dem schrecklichen Trauma, das sie erlitten hätten, zu erholen. "Es liegen noch schwierige Tage vor mir."

Ashers Frau und die zwei gemeinsamen Kinder wurden aus dem Haus der Großmutter entführt. Die Großmutter selbst sei bei dem Massaker der Hamas am 7. Oktober von Terroristen ermordet worden.
Ashers Frau und die zwei gemeinsamen Kinder wurden aus dem Haus der Großmutter entführt. Die Großmutter selbst sei bei dem Massaker der Hamas am 7. Oktober von Terroristen ermordet worden.  © Screenshot: Facebook/Yoni Asher

25. November, 11.45 Uhr: Israel will 42 palästinensische Häftlinge entlassen

Im Rahmen des Abkommens zwischen Israels Regierung und der islamistischen Hamas sollen am heutigen Samstag 42 weitere palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen entlassen werden.

Demnach werden die Betroffenen zunächst für medizinische Untersuchungen von Mitarbeitern des Internationalen Roten Kreuzes in das Ofer-Gefängnis im Westjordanland verlegt.

Bedingung für ihre Freilassung sei, dass zuvor die israelischen Geiseln aus der Gewalt der Hamas im Gazastreifen freikämen, hieß es weiter. Die Palästinenser sollen nach ihrer Entlassung an die Orte zurückkehren, in denen sie zuvor gelebt haben, etwa im Westjordanland oder in Ost-Jerusalem.

Eine ehemalige palästinensische Inhaftierte, die von den israelischen Behörden freigelassen wurde, zeigt bei ihrer Ankunft in der Stadt Beitunia im Westjordanland das "V"-Zeichen.
Eine ehemalige palästinensische Inhaftierte, die von den israelischen Behörden freigelassen wurde, zeigt bei ihrer Ankunft in der Stadt Beitunia im Westjordanland das "V"-Zeichen.  © Nasser Nasser/AP

25. November, 10.32 Uhr: Trotz Feuerpause erneut Vorfall an israelisch-libanesischer Grenze

An der Grenze zwischen Israel und dem Libanon hat es nach einem Tag ohne besondere Vorkommnisse wieder einen Zwischenfall gegeben. Israels Armee schoss nach eigener Darstellung in der Nacht zum heutigen Samstag eine aus dem Libanon abgefeuerte Rakete ab, die eine israelische Drohne treffen sollte.

Das Fluggerät sei nicht beschädigt worden. Als weitere Reaktion griff Israels Armee eigenen Angaben zufolge Ziele der Hisbollah im Nachbarland an.

Außerdem sei im Norden Israels ein feindliches Fluggerät eingedrungen. Unklar war zunächst, woher genau es kam. Laut Militär wurde dabei Raketenalarm ausgelöst.

Titelfoto: Leo Correa/AP/dpa

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