Nahost-Konflikt: Chinas Staatschef laut Trump mit Hilfsangebot im Iran-Krieg

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Israel/Iran - Die USA setzen nach Aussagen von Außenminister Marco Rubio (54) zur Lösung der festgefahrenen Situation rund um die Straße von Hormus auf Unterstützung aus China.

US-Präsident Donald Trump (79) hat sich lobend gegenüber dem chinesischen Staatschef geäußert.
US-Präsident Donald Trump (79) hat sich lobend gegenüber dem chinesischen Staatschef geäußert.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

"Wir hoffen, sie davon überzeugen zu können, eine aktivere Rolle dabei zu spielen, den Iran dazu zu bewegen, von dem Abstand zu nehmen, was er derzeit im Persischen Golf tut und zu tun versucht", sagte Rubio dem Sender Fox News an Bord der Air Force One auf dem Weg nach China.

Er begleitet US-Präsident Donald Trump (79), der inzwischen in Peking eingetroffen ist und an diesem Donnerstag Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping treffen soll. 

Die Chinesen hätten aus mehreren Gründen ein Interesse an einer Lösung der Situation in der aktuell weitgehend unpassierbaren Meerenge, betonte Rubio. So säßen etwa auch chinesische Schiffe aktuell im Persischen Golf fest.

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Rubio verwies zudem darauf, dass Chinas Wirtschaft exportorientiert sei und unter den weltweiten wirtschaftlichen Belastungen durch die Krise in der Meerenge leide, da andere Länder in der Folge weniger chinesische Produkte kaufen würden. 

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

14. Mai, 20.43 Uhr: Marine plant weitere Beiträge für Hormus-Einsatz

Für einen möglichen deutschen Einsatz in der Straße von Hormus stellt das Verteidigungsministerium die Beteiligung von zusätzlichem Gerät und Personal in Aussicht.

Bislang waren das Minenjagdboot "Fulda" und das Versorgungsschiff "Mosel" dafür vorgesehen. Daneben wird nun signalisiert, dass "auch autonome Minenabwehrsysteme, Minentaucher und spezialisierte Kräfte zum Schutz von Schiffen sowie eine hochrangige Beteiligung deutscher Stabsoffiziere in den Führungsstäben der Mission" zum Einsatz kommen sollen. Das teilte das Verteidigungsministerium mit.

"Eine deutsche Beteiligung würde erst erfolgen, wenn die hierfür notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind", stellte das Ministerium erneut klar. "Diese umfassen neben der Beendigung der Kampfhandlungen eine klare völkerrechtliche Grundlage sowie ein Mandat des Deutschen Bundestages."

Im Falle eines möglichen Hormus-Einsatzes wird das Minenjagdboot "Fulda" entsendet. Außerdem sind weitere Beiträge geplant. (Archivbild)
Im Falle eines möglichen Hormus-Einsatzes wird das Minenjagdboot "Fulda" entsendet. Außerdem sind weitere Beiträge geplant. (Archivbild)  © Marcus Golejewski/dpa

14. Mai, 20.32 Uhr: Chinas Staatschef laut Trump mit Hilfsangebot im Iran-Krieg

Chinas Staatschef Xi Jinping (72) hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump (79) Hilfe im Iran-Krieg angeboten.

"Er würde es begrüßen, wenn ein Deal erzielt wird. Und er bot an, er sagte: "Wenn ich irgendwie helfen kann, würde ich das gerne tun"", sagte Trump in einem Interview des Senders Fox News, von dem zunächst Ausschnitte veröffentlicht wurden. Auf Nachfrage, ob Xi das tatsächlich so gesagt habe, bestätigte Trump dies ausdrücklich.

Der 79-Jährige sagte zudem, Xi habe sich bereiterklärt, keine weitere militärische Ausrüstung an den Iran zu liefern. Eine Bestätigung aus Peking lag zu den angeblichen Äußerungen Xis nicht vor. China gilt als wichtiger Verbündeter Teherans und gehört neben Russland zu den wichtigsten Lieferanten des iranischen Militärs.

US-Präsident Donald Trump (79, r.) berichtet von einem Hilfsangebot durch Chinas Staatschef Xi Jinping (72) im Iran-Krieg.
US-Präsident Donald Trump (79, r.) berichtet von einem Hilfsangebot durch Chinas Staatschef Xi Jinping (72) im Iran-Krieg.  © Kenny Holston/Pool The New York Times/AP/dpa

14. Mai, 18.39 Uhr: US-Admiral bezeichnet Berichte über Irans verbliebene Raketen als falsch

Der Kommandeur des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos Centcom, Brad Cooper (58), hat Berichten über umfassende verbliebene Raketenstellungen des Irans widersprochen.

Er könne keine geheimdienstlichen Informationen preisgeben, aber die öffentlich kursierenden Zahlen seien aus seiner Sicht falsch, sagte Cooper in einer Anhörung im US-Kongress. Mehrere Medien hatten zuvor unter Berufung auf informierte Quellen berichtet, der Iran verfüge noch über etwa 70 bis 75 Prozent seiner mobilen Abschussrampen sowie 70 Prozent seines Raketenarsenals.

Cooper sagte, bei der Beurteilung der iranischen Schlagkraft gehe es um mehr als nur Zahlen zu Raketen. "Es geht um die Kommando- und Kontrollstrukturen, die zerschlagen wurden." Hier sei Teheran empfindlich getroffen worden. "Und es geht um den Mangel an jeglicher Möglichkeit, im Hintergrund Raketen oder Drohnen herzustellen." Erst dann ergebe sich ein vollständiges Bild.

14. Mai, 18.12 Uhr: Internet im Iran soll wieder freigeschaltet werden

Im Iran soll das Internet einem Bericht zufolge nach mehr als 75 Tagen Anfang Juni wieder freigeschaltet werden.

Ein von Vizepräsident Mohammed-Reza Aref (74) geleiteter "Sonderstab" solle in der kommenden Woche die notwendigen Schritte einleiten, damit das Internet in der ersten Juni-Woche wieder für alle Bürger verfügbar werde, berichtete die Tageszeitung "Etemad" auf ihrem Webportal unter Berufung auf Regierungskreise.

Die Regierung hatte den Zugang zum globalen Internet seit Kriegsbeginn am 28. Februar nahezu vollständig blockiert. Seither können die fast 90 Millionen Iraner nur auf staatlich genehmigte Webseiten zugreifen. Seitdem sind die iranischen Bürger weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten.

Die iranische Führung will das Internet im Land wieder freischalten lassen. (Symbolfoto)
Die iranische Führung will das Internet im Land wieder freischalten lassen. (Symbolfoto)  © -/dpa

14. Mai, 17.26 Uhr: US-Finanzminister meldet brachliegende Ölproduktion des Irans

Die iranische Ölproduktion ist nach Darstellung von US-Finanzminister Scott Bessent (63) zum Stillstand gekommen.

Seit drei Tagen sei kein Öl mehr auf der für den Export wichtigen Insel Kharg verladen worden. "Wir gehen davon aus, dass ihre Lagerkapazitäten erschöpft sind", sagte er im Interview des US-Senders CNBC und führte fort: "Es fahren keine Schiffe aus, es kommen keine Schiffe an, sie können also kein Öl auf See lagern". 

Wenn der Iran sein Öl nicht mehr verkaufen kann, drohen Speicher vollzulaufen. Wenn deswegen Erdölbohrlöcher geschlossen werden müssten, können diese langfristig beschädigt werden. Darauf spielte Bessent bereits in der Vergangenheit an: Die Blockade werde zu einem sogenannten "shut in" der iranischen Ölanlagen führen und die Seeblockade die Einnahmen Teherans ins Visier nehmen.

US-Finanzminister Scott Bessent (63) zufolge liegt die iranische Ölproduktion brach.
US-Finanzminister Scott Bessent (63) zufolge liegt die iranische Ölproduktion brach.  © Alex Brandon/AP/dpa

14. Mai, 17.19 Uhr: Rund 30 Schiffe sollen Straße von Hormus durchquert haben

Rund 30 Schiffe haben nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) seit der vergangenen Nacht die Straße von Hormus passiert.

Das erklärte ein Kommandeur der IRGC-Marine laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars. Er betonte zugleich, dass weiterhin kein Schiff "eines feindlichen Staates" die Meerenge durchqueren dürfe. 

Der iranischen Agentur Tasnim zufolge soll es sich unter anderem um chinesische Schiffe gehandelt haben. Demnach kam die Vereinbarung nach intensiven Bemühungen beider Länder zustande. Dabei spielten die engen bilateralen Beziehungen und die strategische Partnerschaft eine entscheidende Rolle, hieß es in dem Bericht.

Laut iranischer Revolutionsgarden haben rund 30 Schiffe seit letzter Nacht die Straße von Hormus durchquert. (Symbolfoto)
Laut iranischer Revolutionsgarden haben rund 30 Schiffe seit letzter Nacht die Straße von Hormus durchquert. (Symbolfoto)  © -/kyodo/dpa

14. Mai, 13.18 Uhr: Drei Israelis durch Hisbollah-Sprengstoffdrohne verletzt

Bei einem Angriff der libanesischen Hisbollah-Miliz mit einer Sprengstoffdrohne haben nach Militärangaben im Norden Israels mehrere Zivilisten Verletzungen erlitten.

In der Küstenstadt Rosch Hanikra direkt an der Grenze zum Libanon seien auf einem Parkplatz drei Menschen verletzt worden, zwei davon schwer, berichtete das israelische Nachrichtenportal "ynet". Sie seien in ein Krankenhaus gebracht worden. 

Die libanesische Hisbollah-Miliz setzt laut Experten verstärkt Sprengstoffdrohnen ein. (Archivbild)
Die libanesische Hisbollah-Miliz setzt laut Experten verstärkt Sprengstoffdrohnen ein. (Archivbild)  © Bilal Hussein/AP/dpa

14. Mai, 13.17 Uhr: Siedlergewalt - Friedensaktivist im Gesicht verletzt

Immer neue Berichte über Gewalt radikaler Siedler im besetzten Westjordanland: Der Leiter der israelischen Friedensorganisation Peace Now, Lior Amichai, wurde nach Angaben der Organisation von gewalttätigen Siedlern geschlagen und im Gesicht verletzt.

Der Vorfall habe sich während einer von Peace Now organisierten Exkursion für führende Mitglieder der linksliberalen Partei Die Demokraten ereignet. 

14. Mai, 13.15 Uhr: Kämpfe im Libanon dauern vor Gesprächen in Washington an

Die Kampfhandlungen zwischen Israel und der Hisbollah halten auch vor den erwarteten Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Vertretern in der US-Hauptstadt Washington weiter an.

Die libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von mehreren Angriffen Israels im Südlibanon. Bei einem Angriff auf den Ort Sibkin nahe der Küstenstadt Tyrus wurden demnach mindestens neun Menschen verletzt. Weitere Verletzte wurden bei einem Angriff auf den Ort Aitit gemeldet. Das israelische Militär teilte mit, die Berichte zu prüfen.

14. Mai, 13.14 Uhr: Emirate dementieren Netanjahu-Besuch

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben Berichte über einen angeblichen Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in den Emiraten zurückgewiesen.

Es sei auch keine Militärdelegation empfangen worden, teilte das Außenministerium in der Nacht mit. 

Behauptungen über unangekündigte Besuche oder nicht offengelegte Vereinbarungen seien "vollständig unbegründet", sofern sie nicht von den zuständigen Behörden der Emirate offiziell bekannt gemacht würden.

Titelfoto: Kenny Holston/Pool The New York Times/AP/dpa

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