Ex-"Tagesschau"-Sprecher prangert Desinteresse am Iran an: "Wirklich tragisch"

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Hamburg/Teheran - Nach der Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran hält der Nahost-Konflikt die Welt weiter in Atem. Constantin Schreiber (46), ehemaliger Sprecher der "Tagesschau", findet allerdings, dass das Thema nicht genug Aufmerksamkeit bekommt.

Ex-"Tagesschau"-Sprecher Constantin Schreiber (46) hat sich in einem Instagram-Post darüber geärgert, dass es zu wenig Interesse an der Situation im Iran gebe.
Ex-"Tagesschau"-Sprecher Constantin Schreiber (46) hat sich in einem Instagram-Post darüber geärgert, dass es zu wenig Interesse an der Situation im Iran gebe.  © Instagram/constantinschreiber

Mit mahnenden Worten meldete sich der Wahl-Hamburger am Donnerstag bei seinen Fans auf Instagram. "Ist es nicht krass, wie wenige Menschen sich gerade überhaupt noch dafür interessieren, was im Iran passiert?", fragte er seine Community rhetorisch.

Als Journalist kenne er das Phänomen, dass bestimmte Themen plötzlich da und ganz groß, nach wenigen Tagen oder Wochen jedoch wieder verschwunden seien. In diesem konkreten Fall sei das Ganze aber "wirklich tragisch", wie es Schreiber ausdrückte.

Warum? "Weil nach wie vor Menschen sterben, hingerichtet werden", erläuterte der Global Reporter bei Axel Springer mit Blick auf die Situation im Iran. Das machthabende Mullah-Regime sei "für so viel Leid und Terror verantwortlich", sitze aber immer noch "fest im Sattel", wie Schreiber ausführte.

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Insbesondere Journalisten, aber grundsätzlich auch alle anderen sollten weiter auf die Geschehnisse schauen und diese diskutieren, formulierte der gebürtige Cuxhavener einen klaren Appell.

Constantin Schreiber kritisiert fehlendes Interesse am Iran

Constantin Schreiber will mit Late-Night-Talk Aufmerksamkeit erzeugen

In Irans Hauptstadt Teheran ist weiterhin das terroristische Mullah-Regime an der Macht. (Archivfoto)
In Irans Hauptstadt Teheran ist weiterhin das terroristische Mullah-Regime an der Macht. (Archivfoto)  © 123RF/bornamir

Er selbst wolle am 26. Mai in Berlin einen Late-Night-Talk zur Situation im Iran veranstalten. Als er dieses Vorhaben im Januar angekündigt habe, hätten viele zu ihm gesagt, dass das viel zu spät sei und der Konflikt bis dahin längst der Vergangenheit angehöre.

"Ich dachte, ja, tatsächlich, vielleicht ist das ein bisschen spät. Und jetzt gerade muss ich sagen, nein, ich glaube, es ist sogar gut, dass ich den Iran-Abend jetzt erst mache, weil die Aufmerksamkeit wieder einmal darauf zu lenken, ist, glaube ich, gerade wichtiger denn je", unterstrich Schreiber.

Neben dem bekanntermaßen sehr meinungsstarken Comedian Serdar Somuncu (57) habe er weitere "tolle Gäste", wie der Journalist bekräftigte. Generell hoffe er einfach, dass zur Situation im Iran noch nicht "das letzte Wort" gesprochen worden sei, betonte der 46-Jährige abschließend.

Titelfoto: Fotomontage: 123RF/bornamir, Instagram/constantinschreiber

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