Nahost-Konflikt: Deutsche Beteiligung am Iran-Krieg? Das sagt Pistorius jetzt!

Iran - In den vier Tagen seit Beginn des Iran-Kriegs haben die US-Streitkräfte nach eigenen Angaben fast 2000 Ziele in der Islamischen Republik angegriffen.

Ein Kampfflugzeug der israelischen Luftwaffe feuert Leuchtraketen ab.
Ein Kampfflugzeug der israelischen Luftwaffe feuert Leuchtraketen ab.  © Ariel Schalit/AP/dpa

Innerhalb von weniger als 100 Stunden seien auch 17 iranische Kriegsschiffe zerstört worden, sagte der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video.

Unter den angegriffenen Zielen sei auch das einsatzfähigste iranische U-Boot gewesen. Es gehe darum, die gesamte iranische Marine-Flotte zu versenken, bekräftigte er.

Seit Jahrzehnten schikaniere der Iran die internationale Schifffahrt, sagte Cooper. Nun gebe es im Persischen Golf, in der Straße von Hormus und im Golf von Oman kein einziges iranisches Schiff mehr.

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Israel Krieg Bald wieder Nahost-Flüge ab und nach Hamburg Airport?

Zudem seien iranische Luftabwehrsysteme beschädigt sowie Hunderte Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen, Drohnen und auch Kommandozentren angegriffen worden. Die US-Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

In der Region seien nun mehr als 50.000 Soldaten, 200 Kampfflugzeuge, 2 Flugzeugträger und mehrere Bomber aus den USA im Einsatz, sagte Cooper.

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4. März, 18.44 Uhr: Anschlagspläne auf Trump? USA melden Tötung von Verantwortlichem im Iran

Die USA haben nach eigenen Angaben einen iranischen Anführer getötet, der für einen Anschlagsversuch auf Präsident Donald Trump (79) verantwortlich sein soll.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) sagte dazu am Mittwoch im Pentagon: "Der Iran hat versucht, Präsident Trump zu töten, aber Präsident Trump hat zuletzt gelacht." Um wen es sich bei dem Getöteten handelt, erklärte er nicht.

US-Präsident Donald Trump (79) soll einem weiteren Anschlagsversuch entkommen sein.
US-Präsident Donald Trump (79) soll einem weiteren Anschlagsversuch entkommen sein.  © Kay Nietfeld/dpa

4. März, 18.39 Uhr: Iran droht mit Angriffen auf israelische Botschaften weltweit

Irans Armeesprecher Abolfasl Schekartschi hat mit Angriffen auf israelische Botschaften weltweit gedroht, falls Israel die iranische Botschaft in der libanesischen Hauptstadt Beirut attackieren sollte.

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna sagte der General, in diesem Fall würden die israelischen Botschaften auf der ganzen Welt als "legitime Ziele" gelten. Der Iran verfüge über "sehr große Fähigkeiten". Bisher halte sich sein Land aus internationalen Rücksichten und Erwägungen zurück.

4. März, 18.37 Uhr: Israel erneut von iranischer Angriffswelle betroffen - Explosionen in Jerusalem

Infolge einer neuen iranischen Angriffswelle auf Israel am fünften Tag des Iran-Krieges sind in Jerusalem Explosionen zu hören gewesen. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten am Mittwoch von Explosionen an mehreren Orten der Stadt, nachdem die israelische Armee eine erneute Raketenwelle des Iran gemeldet hatte. Im Großraum Tel Aviv, in Haifa und nördlichen Regionen Israels heulten die Luftalarm-Sirenen.

In der Nähe von Tel Aviv wurden zwei Menschen durch Trümmerteile von Raketen leicht verletzt, wie der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mitteilte. In Jerusalem wurden Polizeiangaben zufolge an fünf verschiedenen Orten Sachschäden durch Trümmerteile von abgefangenen Geschossen gemeldet.

Israel wird seit Tagen vom Iran mit Raketen beschossen. (Archivbild)
Israel wird seit Tagen vom Iran mit Raketen beschossen. (Archivbild)  © Mahmoud Illean/AP/dpa

4. März, 18.32 Uhr: Israelische Armee offenbar in mehrere Dörfer im Südlibanon vorgedrungen

Bei ihrem Einsatz gegen die pro-iranische Hisbollah ist die israelische Armee UN-Kreisen zufolge in mehrere Dörfer im Südlibanon vorgedrungen.

Israelische Streitkräfte seien am Mittwoch "in mehreren Dörfern präsent, darunter Kfar Kila, Hula, Kfar Shuba, Jaroun und Chiam", erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Kreisen der UN-Mission Unifil. Chiam liegt etwa sechs Kilometer von der israelischen Grenze entfernt.

4. März, 18.30 Uhr: Öltankerverkehr durch Straße von Hormus um 90 Prozent eingebrochen?

Der Öltankerverkehr durch die Straße von Hormus ist nach dem Beginn des Iran-Kriegs Berechnungen zufolge eingebrochen - aber nicht komplett eingestellt.

"Die Analyse der Schiffsaktivitäten zeigt, dass die Tankerpassagen derzeit um etwa 90 Prozent geringer sind als letzte Woche", erklärte das Handelsanalyseunternehmen Kpler am Mittwoch im Onlinedienst X. Im Gegensatz zu einigen anderen Schiffssegmenten "befahren einige Tanker weiterhin die Meerenge in Ost-West-Richtung", teils mit ausgeschaltetem Funksystem, erklärte Kpler-Analyst Matt Wright.

4. März, 18.27 Uhr: Trump-Gefolgsmann warnt Kongress vor Beschluss für Ende des Iran-Kriegs

In den USA hat ein Gefolgsmann von US-Präsident Donald Trump (79) den Kongress vor einem Beschluss für ein Ende des Iran-Kriegs gewarnt. Der Mehrheitsführer der Republikaner im Repräsentantenhaus, Mike Johnson (54), sprach am Mittwoch in Washington von "einer äußerst gefährlichen Idee". Sie würde die Feinde der USA stärken und die US-Streitkräfte und Trump als Oberbefehlshaber schwächen, argumentierte Johnson.

Im Senat stand am Mittwoch eine sogenannte Kriegsbefugnisresolution (War Powers Resolution) zur Abstimmung, das Votum im Repräsentantenhaus ist für Donnerstag geplant. Sollte die Resolution in beiden Kammern eine Mehrheit erhalten, müsste Trump den Militäreinsatz im Iran nach 60 Tagen beenden.

Der Mehrheitsführer der Republikaner im Repräsentantenhaus, Mike Johnson (54), stellt sich hinter Trump.
Der Mehrheitsführer der Republikaner im Repräsentantenhaus, Mike Johnson (54), stellt sich hinter Trump.  © J. Scott Applewhite/AP/dpa

4. März, 17.36 Uhr: Iran dementiert geheime Kontaktaufnahme zur CIA

Das iranische Geheimdienstministerium hat laut der Nachrichtenagentur Tasnim einen Bericht über mögliche geheime Kontakte zur Beendigung des Krieges dementiert.

Anlass ist ein Bericht der New York Times, wonach Mitarbeiter des Ministeriums einen Tag nach Kriegsbeginn indirekt über den Geheimdienst eines Drittstaates an den US-Geheimdienst CIA herangetreten seien, um mögliche Bedingungen für ein Ende des Konflikts auszuloten. Eine "informierte Quelle" bezeichnete dies laut Tasnim als falsch und Teil einer psychologischen Kriegsführung.

4. März, 17.28 Uhr: Iranisches Kriegsschiff vor Sri Lanka: 80 Crewmitglieder tot geborgen

Beim Beschuss eines iranischen Kriegsschiffes im Indischen Ozean sind nach Angaben Sri Lankas mindestens 80 Besatzungsmitglieder getötet worden. Die Leichen seien nach dem Untergang des Schiffes geborgen worden, sagte der stellvertretende Außenminister Arun Hemachandra dem einheimischen Sender Ada Derana. Dutzende Crewmitglieder wurden zudem zunächst noch vermisst.

Die sri-lankische Regierung hatte zuvor von mindestens 180 Personen an Bord des iranischen Schiffes "IRIS Dana" gesprochen. Von ihnen seien 32 bei einem gemeinsamen Bergungseinsatz der sri-lankischen Marine und der Luftwaffe vor der Südwestküste des Landes gerettet worden. Das Schiff war demnach in internationalen Gewässern unterwegs.

4. März, 17.23 Uhr: Deutsche Beteiligung am Iran-Krieg? Das sagt Pistorius jetzt!

Verteidigungsminister Boris Pistorius (65, SPD) hat einen Einsatz der Bundeswehr im Iran-Krieg strikt abgelehnt.

"Deutschland ist nicht Kriegspartei. Die deutsche Bundeswehr wird sich an diesem Krieg nicht beteiligen", sagte der SPD-Politiker in einer Aktuellen Stunde des Bundestags. Oberste Priorität für die Bundesregierung habe nun der Schutz der deutschen Bürger sowie Soldatinnen und Soldaten in der Region, in der die Lage hochdynamisch und gefährlich sei.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (65, SPD) lehnt einen Einsatz der Bundeswehr im Iran-Krieg ab.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (65, SPD) lehnt einen Einsatz der Bundeswehr im Iran-Krieg ab.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

4. März, 17.17 Uhr: Sieben Kinder bei israelischen Angriffen im Libanon getötet

Bei israelischen Angriffen im Libanon sind nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef innerhalb der vergangenen 24 Stunden sieben Kinder getötet worden.

Das meldete Unicef unter Berufung auf das libanesische Gesundheitsministerium. 38 weitere Kinder seien verletzt worden.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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