Nahost-Konflikt: Drei Tote bei israelischem Drohnenangrif in Libanon

Nahost - Bei einem israelischen Drohnenangriff im Libanon sind nach dortigen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden, darunter ein Kind.

Der Friedensrat wurde auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos offiziell gegründet.
Der Friedensrat wurde auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos offiziell gegründet.  © Evan Vucci/AP/dpa

Das libanesische Gesundheitsministerium bestätigte den Angriff in der Küstenstadt Tyros im Süden des Landes. Israels Armee teilte mit, der Angriff sei eine Antwort auf "die wiederholten Verstöße der Hisbollah gegen die Bedingungen der Waffenruhe".

Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge ein Mitglied der libanesischen Hisbollah-Miliz ins Visier genommen. Ahmed Ali Salami, den Israels Armee als Artilleriechef der Hisbollah in der Gegend bezeichnete, sei getötet worden.

Der Armee sagte weiter, ihr seien Berichte bekannt, dass auch unbeteiligte Zivilisten ums Leben gekommen seien. Sie bedaure jegliches Leid für Unbeteiligte.

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Israel Krieg Nahost-Konflikt: Trumps Schwiegersohn stellt Plan für Wiederaufbau Gazas vor

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9. Februar, 13.40 Uhr: Prominente Reformpolitiker im Iran nach Protesten festgenommen

Im Iran sind rund einen Monat nach den Massenprotesten prominente Persönlichkeiten des politischen Reformlagers festgenommen worden.

Neben Asar Mansuri, der Vorsitzenden einer reformistischen Partei, seien mehrere weitere Politiker inhaftiert worden, berichteten iranische Medien übereinstimmend. Die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan bestätigte die Festnahme von vier Politikern, ohne jedoch ihre Namen zu nennen. Die Justiz wirft ihnen "Aufstachelung" sowie die "Verbreitung unwahrer Positionen" vor.

9. Februar, 13.39 Uhr: Israel holt Mitglied einer militanten Gruppe aus dem Libanon

Israels Armee hat nach eigenen Angaben im Südlibanon ein hochrangiges Mitglied der militanten Gruppe Al-Dschama al-Islamija festgenommen und nach Israel gebracht.

Dort solle er weiter vernommen werden, teilte das israelische Militär mit. Israels Armee hat bereits mehrfach in Nachbarländern Personen festgenommen und nach Israel geholt, denen sie Terroraktivitäten vorwirft.

9. Februar, 13.38 Uhr: Drohnenangriff aus Israel fordert drei Tote im Libanon

Bei einem israelischen Drohnenangriff im Libanon sind nach dortigen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden, darunter ein Kind.

Das libanesische Gesundheitsministerium bestätigte den Angriff in der Küstenstadt Tyros im Süden des Landes. Israels Armee teilte mit, der Angriff sei eine Antwort auf "die wiederholten Verstöße der Hisbollah gegen die Bedingungen der Waffenruhe".

Die Phase der vielen Opfer und großen Fluchtbewegungen im Libanon ist im Krieg mit Israel erst einmal vorbei. Dennoch kommt es täglich zu Luftangriffen - wie nun im Südlibanon. (Archivbild)
Die Phase der vielen Opfer und großen Fluchtbewegungen im Libanon ist im Krieg mit Israel erst einmal vorbei. Dennoch kommt es täglich zu Luftangriffen - wie nun im Südlibanon. (Archivbild)  © Mohammad Zaatari/AP/dpa

9. Februar, 13.37 Uhr: Vier Palästinenser nach Angriff auf Soldaten in Gaza getötet

Weil Bewaffnete im Gazastreifen Schüsse auf israelische Soldaten gefeuert haben sollen, hat Israels Armee eigenen Angaben zufolge alle vier Angreifer getötet.

Die Palästinenser seien zuvor aus einem Tunnel in Rafah im Süden des Gebiets gekommen, teilte das israelische Militär am Morgen mit. Israelische Einsatzkräfte seien bei dem Vorfall nicht verletzt worden.

8. Februar, 12.13 Uhr: Israelischer Minister hält mögliches Iran-Abkommen für wertlos

Israels Energieminister Eli Cohen hält ein mögliches Abkommen zwischen Washington und Teheran für wertlos - und eine militärische Konfrontation mit dem Iran auch dann für möglich.

"Ein Abkommen mit dem derzeitigen Regime hat keinen Wert – nur ein Regimewechsel im Iran", sagte Cohen nach Angaben des israelischen Nachrichtenportals "ynet". "Ein Regimewechsel in Teheran liegt im Interesse aller muslimischen Staaten, die den Iran umgeben."

Vertreter der US-Regierung und des Irans hatten am Freitag in der omanischen Hauptstadt Maskat Gespräche begonnen. Ein Termin für eine mögliche Fortsetzung steht bislang nicht fest. Cohen stellt klar: "Auch im Falle eines Abkommens gilt: Sollte sich eine Bedrohung gegen Israel entwickeln und wir dazu gezwungen sein, werden wir handeln."

Israels Energieminister Eli Cohen. (Archivbild)
Israels Energieminister Eli Cohen. (Archivbild)  © Bernd von Jutrczenka/dpa

8. Februar, 7.02 Uhr: Trumps "Friedensrat" tagt am 19. Februar zu Gaza

Der sogenannte Friedensrat von US-Präsident Donald Trump zur Beilegung globaler Konflikte soll US-Medienberichten zufolge erstmals am 19. Februar in Washington zusammenkommen.

Das Weiße Haus wolle das Treffen von Spitzenpolitikern der beteiligten Staaten nutzen, um die Umsetzung der zweiten Phase des Friedensprozesses im Gazastreifen voranzubringen, meldete das US-Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf einen US-Beamten und Diplomaten.

Beim ersten Treffen des Friedensrats soll es darum gehen, Geld für den Wiederaufbau des vom Krieg weitgehend zerstörten Küstenstreifens einzuwerben.
Beim ersten Treffen des Friedensrats soll es darum gehen, Geld für den Wiederaufbau des vom Krieg weitgehend zerstörten Küstenstreifens einzuwerben.  © Leo Correa/AP/dpa

7. Februar, 20.41 Uhr: Netanjahu pocht auf harte Linie bei Iran-Gesprächen

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will voraussichtlich am Mittwoch in Washington mit US-Präsident Donald Trump über die laufenden Gespräche mit dem Iran beraten. Das teilte Netanjahus Büro auf der Plattform X mit.

Netanjahu erklärte, dass jegliche Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sowohl eine Begrenzung ballistischer Raketen als auch eine Beendigung der Unterstützung der iranischen Verbündeten in der Region beinhalten müsse.

Israel sieht in dem iranischen Atom- und Raketenprogramm seine größte existenzielle Bedrohung.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) reist am kommenden Mittwoch nach Washington, um mit US-Präsident Donald Trump (79) über die Verhandlungen mit dem Iran zu sprechen.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) reist am kommenden Mittwoch nach Washington, um mit US-Präsident Donald Trump (79) über die Verhandlungen mit dem Iran zu sprechen.  © Alex Brandon/AP/dpa

6. Februar, 19.49 Uhr: Hochrangiger Hisbollah-Funktionär tritt zurück

Wafik Safa, ein hochrangiger Funktionär der libanesischen Hisbollah, ist informierten Kreisen zufolge zurückgetreten. "Interne Streitigkeiten" seien der Grund für seinen Rücktritt gewesen, hieß es aus Hisbollah-nahen Quellen.

Safa galt als prominente und einflussreiche Figur der proiranischen Schiitenorganisation. Er entging während des Kriegs mit Israel im Herbst 2024 einem Attentatsversuch des israelischen Militärs.

Den Quellen zufolge könnten auf seinen Rücktritt umfassende Umstrukturierungen innerhalb der Hisbollah folgen. Seit dem Krieg mit Israel gilt die Organisation als stark geschwächt.

6. Februar, 14.44 Uhr: UN wirft Israel bei Siedlungsbau Kriegsverbrechen vor

Das UN-Menschenrechtsbüro in Genf hat die jüngsten israelischen Siedlungsaktivitäten in den besetzten palästinensischen Gebieten einschließlich Ost-Jerusalem scharf kritisiert. Es wirft Israel Kriegsverbrechen vor.

Am 12. Januar hätten israelische Sicherheitskräfte in Ost-Jerusalem mehr als 70 Gebäude zerstört, 25 Palästinenser festgenommen, Dutzende Häuser und Läden durchsucht und Besitztümer konfisziert.

Geplant seien dort offenbar israelische Siedlungen. Seit dem 23. Januar hätten sie im muslimischen Viertel der Altstadt, auch in Ost-Jerusalem, demnach Räumungsbefehle für 22 Häuser erlassen, nach ähnlichen Aktionen in den vergangenen Monaten, die Hunderte Palästinenser betreffen.

"Die unrechtmäßige Deportation oder Umsiedlung einer unter Besatzung lebenden Bevölkerung ist ein Kriegsverbrechen und kann unter bestimmten Umständen ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen", sagte ein Sprecher des Büros, Thameen Al-Kheetan.

Blick auf Har Homa, eine israelische Siedlung im Osten Jerusalems, die Israel als einen Teil seiner Hauptstadt betrachtet.
Blick auf Har Homa, eine israelische Siedlung im Osten Jerusalems, die Israel als einen Teil seiner Hauptstadt betrachtet.  © Mahmoud Illean/AP/dpa

6. Februar, 11.19 Uhr: Verwirrung um Verhandlungsauftakt zwischen USA und Iran

Im Oman herrscht rund um die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA Unklarheit über den Auftakt der Gespräche. Iranische Medien veröffentlichten widersprüchliche Informationen über den Beginn, der bereits vor drei Stunden geplant war.

Berichten zufolge ist Außenminister Abbas Araghtschi (63) bereits am Verhandlungsort eingetroffen. Noch hätten die Gespräche mit der Delegation um den US-Sondergesandten Steve Witkoff aber nicht begonnen, berichtete das Staatsfernsehen.

Zuvor hatte sich Araghtschi bereits mit dem omanischen Außenminister Badr al-Bussaidi (65) getroffen, der die Vermittlungen zwischen beiden Staaten in der Hauptstadt Maskat leitet.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi (63, l.) war bereits im Gespräch mit Badr al-Bussaidi (65).
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi (63, l.) war bereits im Gespräch mit Badr al-Bussaidi (65).  © -/Iranisches Außenministerium/dpa

6. Februar, 7.29 Uhr: Iran fordert vor Treffen mit den USA Gespräche auf Augenhöhe

Irans Außenminister hat vor Auftakt der Verhandlungen mit den USA Gespräche auf Augenhöhe gefordert.

"Gleichberechtigung, gegenseitiger Respekt und gegenseitige Interessen sind keine Rhetorik – sie sind unverzichtbar und die tragenden Säulen eines dauerhaften Abkommens", schrieb Abbas Araghtschi (63) auf der Plattform X.

"Wir handeln in gutem Glauben und bestehen zugleich entschlossen auf unseren Rechten."

Titelfoto: Mohammad Zaatari/AP/dpa

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