Nahost-Konflikt: Drohnenangriff auf Atomkraftwerk in den Emiraten

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Israel/Iran - Kurz nach der Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon hat die pro-iranische Hisbollah-Miliz eigenen Angaben zufolge erneute Angriffe auf Israel geflogen.

Die pro-iranische Hisbollah-Miliz griff trotz Waffenruhe den Norden Israels an.
Die pro-iranische Hisbollah-Miliz griff trotz Waffenruhe den Norden Israels an.  © KAWNAT HAJU / AFP

Ihre Kämpfer hätten im Norden Israels "die Ja'ara-Kasernen mit einem Schwarm von Angriffsdrohnen" attackiert, erklärte die Miliz am Samstag (Ortszeit).

Zuvor hatte die Miliz mehrere Kampfeinsätze gegen Truppen der israelischen Streitkräfte im Süden des Libanons angekündigt.

Israel und der Libanon hatten sich am Freitag unter US-Vermittlung auf eine Verlängerung ihrer Waffenruhe um 45 Tage geeinigt.

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Israel Krieg Nahost-Konflikt: Rubio warnt vor iranischen Mautplänen für Straße von Hormus

Ungeachtet der Feuerpause hatten Israel und die Hisbollah im Libanon ihre gegenseitigen Angriffe bereits in den vergangenen Wochen fortgesetzt. Beide Seiten werfen sich gegenseitig Verstöße gegen das Waffenruhe-Abkommen vor.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

17. Mai, 17.06 Uhr: Drohnenangriff auf Atomkraftwerk in den Emiraten

Bei einem Drohnenangriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist an einem Atomkraftwerk ein Feuer ausgebrochen.

Ein Stromgenerator der Anlage in der Wüstenregion westlich von Abu Dhabi sei in Brand geraten, teilte das Medienbüro der Hauptstadt mit. Der Brand habe die Sicherheit der Anlage aber nicht gefährdet und der Betrieb laufe normal, hieß es. Auch Verletzte habe es nicht gegeben.

Der Verdacht richtete sich schnell gegen den Iran, der die Emirate seit Kriegsbeginn im Nahen und Mittleren Osten besonders stark angegriffen hat. Das Land meldete seit Ende Februar nahezu 3000 iranische Angriffe mit Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern.

Bei einem Drohnenangriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist an einem Atomkraftwerk ein Feuer ausgebrochen. (Symbolbild)
Bei einem Drohnenangriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist an einem Atomkraftwerk ein Feuer ausgebrochen. (Symbolbild)  © Uncredited/Emirates News Agency WAM/dpa

17. Mai, 15.10 Uhr: Netanjahu bestätigt Ausweitung von Kontrolle Israels in Gaza

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Ausweitung des von Israel kontrollierten Gebiets im Gazastreifen bestätigt.

"In Gaza halten wir jetzt nicht mehr 50 Prozent, sondern bereits 60 Prozent (des Gebiets)", sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros.

Die Zeitung "Israel Hajom" hatte zuletzt berichtet, dass das israelische Militär nun 64 Prozent des im Krieg weitgehend zerstörten Küstenstreifens kontrolliere. Israel habe damit weitere elf Prozent des Palästinensergebiets unter seine Kontrolle gebracht, was 34 Quadratkilometern entspreche.

Nach Vereinbarung einer Waffenruhe kontrolliert Israel laut Ministerpräsident Netanjahu mehr als die Hälfte des im Krieg weitgehend zerstörten Gazastreifens.
Nach Vereinbarung einer Waffenruhe kontrolliert Israel laut Ministerpräsident Netanjahu mehr als die Hälfte des im Krieg weitgehend zerstörten Gazastreifens.  © Ronen Zvulun/Pool Reuters/dpa

17. Mai, 10.46 Uhr: Israel rechnet mit möglichem Neubeginn des Iran-Kriegs

Israel stellt sich nach Medienberichten auf eine mögliche Wiederaufnahme der Angriffe im Iran ein. Die israelische Armee sei in höchster Bereitschaft, schrieb die Zeitung "Jediot Achronot".

Dem Bericht zufolge warten israelische Vertreter auf eine Entscheidung von US-Präsident Donald Trump. Zugleich mehrten sich die Anzeichen, dass Trump neue Militärschläge gegen den Iran anordnen könnte.

Die "New York Times" hatte bereits am Freitag berichtet, das Pentagon bereite sich auf einen möglichen Neubeginn des Kriegs vor.

Israel bereitetet sich derzeit intensiv auf eine mögliche Wiederaufnahme der Kämpfe vor.
Israel bereitetet sich derzeit intensiv auf eine mögliche Wiederaufnahme der Kämpfe vor.  © Ariel Schalit/AP/dpa

17. Mai, 7.24 Uhr: London bringt kostengünstigere Drohnenabwehr in Nahen Osten

Vom Iran angegriffene Golfstaaten und deren Verbündete schießen mit teils sündhaft teuren Abfangraketen vergleichsweise spottbillige Drohnen ab - dieses Problem geht Großbritannien nun an.

Das Verteidigungsministerium in London erklärte, seine Kampfflugzeuge im Nahen Osten vom Typ Typhoon würden mit neuen und kostengünstigen Raketen speziell zur Drohnenabwehr ausgerüstet. Damit sei die präzise Zerstörung von Zielen möglich.

Das Waffensystem sei innerhalb weniger Monate von ersten Tests zur Auslieferung in den Nahen Osten gegangen. Es werde der Luftwaffe helfen, "bei viel geringeren Kosten viel mehr Drohnen abzuschießen", erklärte Verteidigungsminister Luke Pollard.

Laut dem britischen Verteidigungsministerium seien die Kampfflugzeuge vom Typ Typhoon mit neuen und kostengünstigen Raketen speziell zur Drohnenabwehr ausgerüstet worden.
Laut dem britischen Verteidigungsministerium seien die Kampfflugzeuge vom Typ Typhoon mit neuen und kostengünstigen Raketen speziell zur Drohnenabwehr ausgerüstet worden.  © Sgt Lee Goddard/Mod Crown Copyri/PA Media/dpa

16. Mai, 17.47 Uhr: Iranischer Hackerangriff auf US-Tankstellen

Einem Medienbericht des US-Senders CNN zufolge, vermuten US-Beamte, dass iranische Hacker die Daten mehrerer Kraftstofflager in den USA manipuliert haben könnten.

Die Hacker sollen sich dabei online Zugriff auf automatische Tankmessgeräte (ATG) verschafft haben, welche die Lagertanks überwachen, von denen aus Tankstellen in mehreren US-Bundesstaaten mit Sprit versorgt werden. Während die Hacker dadurch keine Möglichkeit hätten, mit dem tatsächlich im Tank lagernden Sprit zu interagieren, sei es durch den Cyberangriff möglich gewesen, die Anzeige für die Kraftstoffbestände zu manipulieren. In der Theorie wäre es möglich, dass die Anzeige des Tanks dann einen deutlich höheren oder niedrigen Wert anzeigt, der nicht dem realen Inhalt des Tanks entspricht.

Laut CNN hätten die Hacker dabei relativ simpel auf die Tankmessgeräte zugreifen können, die nichtmal durch ein Passwort geschützt worden seien. Obwohl bisher keine durch den Hackerangriff entstandenen Schäden bekannt seien, werfe der Vorfall Sicherheitsbedenken auf. Laut US-Beamten hätten die Hacker auf diese Weise im schlimmsten Fall einen Gasleck in einem der Tanks vertuschen können.

Iranische Hacker haben offenbar Zugriff auf Tankmessgeräte in den USA erlangen können. (Symbolbild)
Iranische Hacker haben offenbar Zugriff auf Tankmessgeräte in den USA erlangen können. (Symbolbild)  © Kenneth Martin/ZUMA Press Wire/dpa

16. Mai, 12.44 Uhr: Israels Militär bestätigt Tod von Hamas-Chef im Gazastreifen

Das israelische Militär und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet haben den Tod des Militärchefs der Hamas im Gazastreifen, Iss al-Did al-Haddad, bei einem israelischen Luftangriff am Vortag bestätigt.

Al-Haddad wurde in einer Mitteilung als einer der Architekten des Terrorangriffs am 7. Oktober 2023 bezeichnet. Bei dem Angriff töteten Terroristen der Hamas und andere Islamisten rund 1200 Menschen in Israel und verschleppten mehr als 250 in den Gazastreifen.

Al-Haddad war nach der Tötung von Mohammed Sinwar zum Militärchef der Hamas im Gazastreifen aufgerückt. Nach israelischen Militärangaben gehörte er zu den dienstältesten Kommandeuren der Hamas. Er habe sich der Terrororganisation in ihrer Gründungsphase angeschlossen, hieß es. Israel hat eine Reihe politischer und militärischer Führer der Hamas gezielt getötet.

Eine offizielle Bestätigung des Todes durch die Hamas gibt es bisher nicht. Seine Familie bestätigte hingegen, dass al-Haddad, seine Frau und eine seiner Töchter bei dem israelischen Angriff in einem Stadtteil von Gaza am Freitag ums Leben gekommen sei.

Das israelische Militär griff am Freitag Gaza-Stadt an. Dabei soll der militärische Führer der Hamas, Iss al-Did al-Haddad, ums Leben gekommen sein.
Das israelische Militär griff am Freitag Gaza-Stadt an. Dabei soll der militärische Führer der Hamas, Iss al-Did al-Haddad, ums Leben gekommen sein.  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

16. Mai, 11.10 Uhr: Israel greift Hisbollah-Ziele im Südlibanon an

Die israelische Luftwaffe hat nach Angaben eines Militärsprechers Ziele der proiranischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon angegriffen. Nähere Angaben machte das Militär zunächst nicht.

Vor dem Angriff hatte das Militär die Bevölkerung mehrerer Ortschaften im Südlibanon aufgefordert, wegen der bevorstehenden Attacke ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Die Angriffe wurden mit Verstößen der Hisbollah gegen die bestehende Feuerpause begründet.

16. Mai, 7.14 Uhr: Tote und Verletzte bei israelischem Angriff im Libanon

Bei einem mutmaßlich von Israels Armee geführten Angriff im Süden des Libanons sind einem Medienbericht zufolge sechs Menschen getötet worden.

Drei der Todesopfer bei der Attacke auf ein Zentrum des Zivilschutzes im Bezirk Nabatieh seien Sanitäter gewesen, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Weitere 22 Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht dazu.

Die USA hatten erst am Freitag die Verlängerung der aktuell geltenden Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon um 45 Tage bekanntgegeben. Allerdings war die Feuerpause bereits in den vergangenen Wochen von beiden Seiten immer wieder verletzt worden.

Trotz der Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon am Freitag kam es erneut zu einem Angriff. (Archivfoto)
Trotz der Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon am Freitag kam es erneut zu einem Angriff. (Archivfoto)  © --/dpa

16. Mai, 7.11 Uhr: Trump über den Iran: "Ich habe nichts unterschätzt"

US-Präsident Donald Trump hat von sich gewiesen, die Widerstandsfähigkeit des Irans unterschätzt zu haben. Auf die Frage, ob er die Schmerztoleranz des Irans verkannt habe, sagte Trump dem Sender Fox News: "Ich habe nichts unterschätzt."

Eine Lösung des von den USA und Israel Ende Februar begonnenen Kriegs mit dem Iran ist trotz diplomatischer Bemühungen nach wie vor nicht in Sicht. Die US-Regierung hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern würde.

Die USA hätten den Iran "unglaublich hart" getroffen, betonte Trump nun. Man hätte die Brücken stehen und die Stromversorgung intakt gelassen. "Wir können das alles in zwei Tagen lahmlegen", sagte Trump. Der US-Präsident hatte dem Iran im Laufe des Kriegs mehrfach mit Angriffen auf dessen Energiesektor und Infrastruktur gedroht.

Der Iran-Krieg dauert schon deutlich länger, als von der US-Regierung ursprünglich anberaumt. Den Gegner falsch eingeschätzt haben, will US-Präsident Donald Trump aber nicht.
Der Iran-Krieg dauert schon deutlich länger, als von der US-Regierung ursprünglich anberaumt. Den Gegner falsch eingeschätzt haben, will US-Präsident Donald Trump aber nicht.  © Evan Vucci/Pool Reuters/AP/dpa

15. Mai, 22.23 Uhr: Indien erhöht erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs die Spritpreise

In Indien sind erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs die Spritpreise erhöht worden.

Seit dem Freitagmorgen (Ortszeit) hätten die Mineralölunternehmen die Preise für Benzin sowie für Diesel um 3 Rupien (0,02 Euro) pro Liter angehoben, berichteten die Zeitung "The Hindu" und andere indische Medien.

Es ist demnach der höchste Anstieg seit vier Jahren. Im März 2022 seien die Kraftstoffpreise um rund 9 Rupien gestiegen. Damals hätten die Unternehmen auf die Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine reagiert. Laut "The Hindu" gab es seitdem nur winzige Erhöhungen unter einer Rupie.

Titelfoto: Uncredited/Emirates News Agency WAM/dpa

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