Nahost-Konflikt: Erneut iranisches Geschoss von Nato abgefangen

Iran - Auch nach fast zwei Wochen massiver Luftangriffe der USA und Israels bleibt Irans Führung an der Macht und ist zu Gegenschlägen sowie der Störung der globalen Ölversorgung in der Lage.

Die Straße von Hormus ist bekannt für ihren Schiffsverkehr.  © Kamran Jebreili/AP/dpa

Bei Raketensalven auf Israel wurden in der Nacht zum Freitag etwa 30 Menschen im arabischen Ort Zarzir laut Medien überwiegend leicht verletzt.

Bei einem Drohnenangriff auf im Irak stationierte französische Truppen wurde ein Soldat getötet. Sechs weitere wurden zudem verletzt, wie das Verteidigungsministerium in Paris mitteilte. Wer hinter dem Angriff steckte, blieb noch unklar.

Die iranischen Revolutionsgarden halten derweil an ihrer Blockade der Straße von Hormus im Persischen Golf fest. Der Schiffsverkehr durch die für den weltweiten Ölexport wichtige Straße von Hormus ist nahezu zum Erliegen gekommen.

Israel Krieg Partnersuche im Schutzbunker: Israelische Singles trotzen Raketenalarm

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

Anzeige

13. März, 11.54 Uhr: Erneut iranisches Geschoss von Nato abgefangen

Erneut ist ein aus dem Iran abgefeuertes ballistisches Geschoss nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums im Luftraum des Landes von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden.

Alle notwendigen Maßnahmen würden entschlossen und ohne zu zögern gegen jede Bedrohung des Staatsgebiets und des Luftraums des Landes ergriffen, teilte das türkische Verteidigungsministerium auf X mit.

Das ist damit der dritte Vorfall in der Türkei dieser Art seit der vergangenen Woche. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, sagte das Ministerium nicht. Zuletzt war eine ballistische Rakete am Montag im türkischen Luftraum zerstört worden.

Anzeige
Wie wird nun der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan (72) auf die Angriffe reagieren? (Archivfoto)  © Adem ALTAN / AFP

13. März, 11.29 Uhr: Vier Tote bei Absturz von US-Tankflugzeug im Irak

Beim Absturz eines Tankflugzeugs der US-Streitkräfte im Westen des Iraks sind vier Menschen ums Leben gekommen.

Von den sechs Besatzungsmitgliedern seien vier für tot erklärt worden, während die Rettungsmaßnahmen weitergingen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit. 

Das US-amerikanische Tankflugzeug vom Typ KC-135 war demnach am Donnerstag gegen 14.00 Uhr Ortszeit abgestürzt. Die Umstände des Vorfalls würden noch untersucht.

13. März, 11.19 Uhr: Viele Tote bei Angriffen Israels

Bei israelischen Angriffen auf Ziele im Libanon hat es libanesischen Angaben zufolge seit der Nacht mehr als 20 Tote gegeben.

Allein in der Gegend der Küstenstadt Sidon seien neun Menschen ums Leben gekommen, darunter fünf Kinder, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit.

Bei weiteren Bombardements im Süden und Osten des Landes wurden demnach weitere 14 Menschen getötet. In Beirut sei eine Person bei einem Angriff auf ein Auto ums Leben gekommen.

13. März, 10.50 Uhr: Iranischer Fußballverband kontert gegen Trump

Der iranische Fußballverband hat die Aussagen von US-Präsident Donald Trump (79) zur Teilnahme an der WM in diesem Sommer zurückgewiesen.

Trump hatte erklärt, dass es aufgrund von Sicherheitsrisiken nicht angemessen sei, dass das Land bei der Weltmeisterschaft dabei sei.

"Niemand kann die iranische Nationalmannschaft von der Weltmeisterschaft ausschließen. Das einzige Land, das ausgeschlossen werden könnte, ist eines, das lediglich den Titel 'Gastgeber' trägt, aber nicht in der Lage ist, die Sicherheit der an diesem globalen Ereignis teilnehmenden Mannschaften zu gewährleisten", teilte der WM-Teilnehmer auf Instagram mit. 

13. März, 10.33 Uhr: Heftige Explosionen im Zentrum Teherans zu hören

Am Freitag erschütterten gewaltige Explosionen das Zentrum von Teheran, wie das iranische Staatsfernsehen berichtete.

Die Angriffe hätten ein Gebiet getroffen, das nicht weit von einer regierungsfreundlichen Demonstration entfernt lag.

Bereits am Donnerstag wurde Teheran erneut angegriffen.  © AFP

13. März, 9.48 Uhr: Israelische Armee warnt Bewohner vor unmittelbar bevorstehenden Angriffen

Das israelische Militär warnte am Freitag vor einem Angriff auf zwei Gebiete in der iranischen Hauptstadt Teheran, Villa sowie Moniriyeh, und forderte die Bewohner zur Evakuierung auf.

"In den kommenden Stunden wird die israelische Armee, wie bereits in den letzten Tagen im gesamten Iran, in diesen Gebieten operieren, um militärische Infrastruktur des iranischen Regimes anzugreifen. Liebe Bürgerinnen und Bürger, zu Ihrer Sicherheit und Ihrem Wohlergehen bitten wir Sie, das markierte Gebiet unverzüglich zu verlassen", teilte die Armee mit.

13. März, 8.34 Uhr: Dutzende Verletzte nach iranischem Raketenangriff in Israel

Bei einem iranischen Raketenangriff sind in der Nacht 58 Menschen in einem arabischen Ort in Nordisrael verletzt worden.

Eine Frau sei durch Granatsplitter mittelschwer, alle weiteren durch Glassplitter leicht verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst "Magen David Adom" mit.

Alle seien in Krankenhäuser gebracht worden. Darüber hinaus behandelten Sanitäter den Angaben nach vor Ort 15 weitere Menschen wegen Angstzuständen.

13. März, 7.57 Uhr: Zwei Tote bei abgewehrtem Drohnenangriff im Oman

Zwei Menschen starben, nachdem Sicherheitskräfte im Norden Omans eine Drohne abgefangen hatten, berichteten staatliche Medien am Freitag, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Bei beiden Opfern des Vorfalls im Industriegebiet Al Awahi handelte es sich laut der omanischen Nachrichtenagentur um Ausländer.

13. März, 7.11 Uhr: "Wir zerstören das terroristische Regime des Irans vollständig", sagt Trump

US-Präsident Donald Trump (79) hat seine Drohungen gegen den Iran erneuert.

"Wir zerstören das terroristische Regime des Irans vollständig - militärisch, wirtschaftlich und auf andere Weise", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Die iranische Marine sei verschwunden, ihre Luftwaffe existiere nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werde vernichtet, und ihre Anführer seien von der Erde getilgt worden, schrieb Trump. 

13. März, 6.35 Uhr: Sirenen auf einem türkischen Stützpunkt zu hören

Am frühen Freitagmorgen waren auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik, einer wichtigen NATO-Einrichtung, Sirenen zu hören, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Die Bewohner von Adana, das etwa zehn Kilometer vom Stützpunkt entfernt sind, wurden gegen 3:25 Uhr von Sirenen geweckt.

Zu dem Vorfall, der sich vier Tage nach dem Abschuss einer aus dem Iran abgefeuerten ballistischen Rakete durch die NATO-Luftabwehr im türkischen Luftraum ereignete, gab es zunächst keine offizielle Stellungnahme.

In der Türkei heulten in den frühen Morgenstunden die Sirenen. (Symbolfoto)  © AFP

12. März, 22.26 Uhr: Chamenei ist laut Netanjahu "Marionette der Revolutionsgarden"

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) hat den neuen obersten Führer des Irans, Modschtaba Chamenei (56), als "Marionette der Revolutionsgarden" bezeichnet. Der Religionsführer könne "sein Gesicht nicht in der Öffentlichkeit zeigen", sagte Netanjahu bei einer Pressekonferenz.

Chamenei junior soll bei einem israelischen Angriff im Iran verletzt worden sein. Netanjahu deutete mögliche weitere Tötungsversuche an, indem er sagte, er würde "keine Lebensversicherungen" für die Feinde Israels abschließen.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) droht dem neuen obersten Führer des Irans, Modschtaba Chamenei (56), mit dem Tod.  © Leo Correa/AP/dpa

12. März, 22.19 Uhr: Straße von Hormus bleibt laut Revolutionsgarden geschlossen

Die iranischen Revolutionsgarden halten an ihrer Blockade der Straße von Hormus im Persischen Golf fest. Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut der ihr nahe stehenden Nachrichtenagentur Fars, dass sie einer Anweisung des neuen Religionsführers Modschtaba Chamenei folge.

Alle Tanker und Schiffe, die im Persischen Golf und in der Straße von Hormus unterwegs seien, müssten zu ihrer eigenen Sicherheit die iranischen Vorschriften beachten, hieß es weiter.

Die Garden wollen nach eigenen Angaben auch ihre Angriffe gegen Ziele der USA und Israels in der Region "mit voller Kraft" fortsetzen.

Ein Öltanker brennt nach einem iranischen Treffer in der Schiff-zu-Schiff-Umschlagzone im Hafen von Khor al-Zubair in der Nähe von Basra, Irak.  © Uncredited/AP/dpa

12. März, 22.13 Uhr: Reiche warnt vor ökonomischen Folgen bei längerer Dauer des Iran-Kriegs

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) hat vor negativen wirtschaftlichen Folgen bei einer längeren Fortdauer des Iran-Kriegs gewarnt.

"Aus ökonomischer Sicht wird viel davon abhängen, wie lange die Straße von Hormus unpassierbar bleibt", sagte Reiche in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem Handelsblatt. Derartige äußere Einflüsse führten zu Unsicherheiten und seien "nie gut für die Wirtschaft".

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) warnt vor einem langen Iran-Krieg.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

12. März, 22.05 Uhr: Israelische Armee will Kontrollposten der Basidsch-Miliz in Teheran angegriffen haben

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben Angriffe gegen Kontrollposten der Basidsch-Miliz in Teheran geflogen.

"In den vergangenen 24 Stunden (...) hat die israelische Luftwaffe Straßensperren und Basidsch-Mitglieder ins Visier genommen", teilten die israelischen Streitkräfte am Donnerstag mit.

Mehr zum Thema Israel Krieg: