Nahost-Konflikt: Herabfallende Trümmer in Kuwait töten elfjähriges Mädchen

Iran - In den vier Tagen seit Beginn des Iran-Kriegs haben die US-Streitkräfte nach eigenen Angaben fast 2000 Ziele in der Islamischen Republik angegriffen.

Ein Kampfflugzeug der israelischen Luftwaffe feuert Leuchtraketen ab.
Ein Kampfflugzeug der israelischen Luftwaffe feuert Leuchtraketen ab.  © Ariel Schalit/AP/dpa

Innerhalb von weniger als 100 Stunden seien auch 17 iranische Kriegsschiffe zerstört worden, sagte der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video.

Unter den angegriffenen Zielen sei auch das einsatzfähigste iranische U-Boot gewesen. Es gehe darum, die gesamte iranische Marine-Flotte zu versenken, bekräftigte er.

Seit Jahrzehnten schikaniere der Iran die internationale Schifffahrt, sagte Cooper. Nun gebe es im Persischen Golf, in der Straße von Hormus und im Golf von Oman kein einziges iranisches Schiff mehr.

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Zudem seien iranische Luftabwehrsysteme beschädigt sowie Hunderte Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen, Drohnen und auch Kommandozentren angegriffen worden. Die US-Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

In der Region seien nun mehr als 50.000 Soldaten, 200 Kampfflugzeuge, 2 Flugzeugträger und mehrere Bomber aus den USA im Einsatz, sagte Cooper.

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4. März, 7 Uhr: Libanon meldet mindestens elf Tote bei israelischen Angriffen

Im Zuge des Iran-Krieges hat Israel weitere Ziele der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen.

Bei den Angriffen wurden in der Nacht zum Mittwoch nach libanesischen Angaben mindestens elf Menschen getötet, die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete vier weitere Tote bei einem Angriff im Ostlibanon. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten derweil, sie hätten die "vollständige Kontrolle" über die Straße von Hormus. Die US-Armee gab bekannt, bislang fast 2000 Ziele im Iran getroffen zu haben.

Dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge griff die israelische Armee die zwei Dörfer Aramoun und Saadijat südlich der libanesischen Hauptstadt Beirut an und tötete dabei sechs Menschen. Acht weitere Menschen seien verletzt worden. NNA meldete zudem einen israelischen Angriff auf ein vierstöckiges Gebäude in einem Wohnviertel in der Stadt Baalbek im Osten des Landes.

Dabei seien fünf Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauerten an. Drei Menschen würden noch vermisst.

4. März, 6.47 Uhr: Herabfallende Trümmer in Kuwait töten elfjähriges Mädchen

In Kuwait ist ein elf Jahre altes Mädchen von herabfallenden Trümmern tödlich verletzt worden. Wiederbelebungsversuche der Rettungskräfte blieben erfolglos: Sie wurde wenig später in einem Krankenhaus in Kuwait-Stadt für tot erklärt, wie das Gesundheitsministerium auf der Plattform X mitteilte.

Die Behörde machte keine genauen Angaben zur Art der Trümmer, die das Mädchen getroffen hatten. Zuletzt kam es aber aufgrund des Abschusses iranischer Drohnen und Raketen durch die Luftabwehr zu mehreren Zwischenfällen mit herabfallenden Trümmern.

In Kuwait ist ein elf Jahre altes Mädchen von herabfallenden Trümmern tödlich verletzt worden.
In Kuwait ist ein elf Jahre altes Mädchen von herabfallenden Trümmern tödlich verletzt worden.  © Soeren Stache/dpa

4. März, 5 Uhr: Israel greift weitere Militäranlagen im Iran an

Die israelischen Streitkräfte haben erneut Militäranlagen im Iran unter Beschuss genommen.

Die "breit angelegte Angriffswelle" habe unter anderem Abschussrampen und Luftabwehrsystemen gegolten, teilte das israelische Militär mit. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete von Explosionen in der Hauptstadt Teheran.

Der Iran feuerte seinerseits Raketen auf Israel ab, wie die israelischen Streitkräfte mitteilten. Sie wurden erfolgreich abgefangen, wie die Zeitung "Times of Israel" berichtete. Verletzt wurde demnach niemand.

4. März, 3 Uhr: Dubai-Rückkehrer - "Wussten nicht, ob wir wieder rauskommen"

Tränen, lange Umarmungen und erleichterte Gesichter: Nach der sicheren Ankunft am Münchner Flughafen mit der Maschine aus Dubai konnten etliche Reisende aufatmen. "Wir wussten nicht, ob wir wieder rauskommen", erzählte eine junge Frau am Abend unter Tränen.

Sie saß auf einem Kreuzfahrtschiff fest, als die iranischen Angriffe auf die Golfstaaten begannen, mit denen die amerikanisch-israelischen Attacken auf den Iran beantwortet wurden.

Eine Sondermaschine der Fluggesellschaft Emirates aus Dubai mit deutschen Urlaubern an Bord war am späten Abend in München gelandet. Der Flug "EK 8051" kam nach Angaben des Münchner Flughafens gegen 21.20 Uhr an.

An Bord waren nach Angaben eines Sprechers des Reisekonzerns Tui unter anderem rund 200 Tui-Gäste.

Nach der sicheren Ankunft am Münchner Flughafen mit der Maschine aus Dubai konnten etliche Reisende aufatmen.
Nach der sicheren Ankunft am Münchner Flughafen mit der Maschine aus Dubai konnten etliche Reisende aufatmen.  © Armin Weigel/dpa

4. März, 1 Uhr: Angebliche Spione der Revolutionsgarden in Katar gefasst

In Katar haben die Sicherheitsbehörden zehn angebliche Spione der iranischen Revolutionsgarde festgenommen.

Sieben von ihnen hätten den Auftrag gehabt, Informationen über die militärische Infrastruktur des Golfstaats zu sammeln, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur QNA. Drei weitere sollten demnach Sabotageakte verüben und waren im Umgang mit Drohnen geschult. Sie hätten ihre Verbindung zu den Revolutionsgarden eingeräumt - der Elitestreitmacht des Irans.

3. März, 22.48 Uhr: Viele offene Fragen zur Zukunft des Irans nach Krieg

Bundeskanzler Friedrich Merz vermisst nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump Antworten darauf, wie es nach dem Krieg im Iran weitergehen soll.

Viele Fragen seien nach einem "sehr offenen" Gespräch im Weißen Haus offen geblieben, sagte der CDU-Politiker im ZDF-"heute-journal": "Was ist eigentlich eure Strategie für den Tag danach? Gibt es eine Vorstellung davon, wie dieses Land danach regiert wird?" Merz habe eine "relativ große Unsicherheit" bemerkt.

3. März, 22.12 Uhr: Urlauber in Deutschland angekommen

Eine Sondermaschine der Fluggesellschaft Emirates mit deutschen Urlaubern an Bord ist von Dubai aus in Richtung München gelandet.

Der Flug "EK 8051" ist gegen 21.34 Uhr in München mit den betroffenen Passagieren unversehrt eingetroffen, wie auf der Website der Fluggesellschaft Emirates nachzulesen ist.

3. März, 21.54 Uhr: Trump verspricht Schutz für Schiffe in der Straße von Hormus

US-Präsident Donald Trump will den vom Iran bedrohten Schiffsverkehr in der Straße von Hormus absichern - auch mit der eigenen Marine.

"Falls erforderlich, wird die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Um jeden Preis würden die USA den freien Fluss von Energie für den Rest der Welt sicherstellen.

Donald Trump spricht von Schutz.
Donald Trump spricht von Schutz.  © Kay Nietfeld/dpa

3. März, 21.39 Uhr: Alle Verletzten nach Konsulat-Drohnenangriff in Dubai wohlauf

US-Außenminister Marco Rubio bestätigte einen Drohnenangriff in der Nähe des US-Konsulats in Dubai und erklärte, alle Mitarbeiter seien in Sicherheit.

"Eine Drohne ist leider auf einen Parkplatz neben dem Kanzleigebäude gefallen und hat dort einen Brand ausgelöst. Alle Mitarbeiter sind wohlauf", sagte Rubio Reportern in Washington.

3. März, 21.22 Uhr: "Vorfall mit Drohne" - Brand an US-Konsulat in Dubai

In der emiratischen Metropole Dubai ist nach einem mutmaßlich iranischen Drohnenangriff am US-Konsulat ein Feuer ausgebrochen.

Es habe dort einen "Vorfall mit einer Drohne" gegeben, teilte das Medienbüro der Stadt mit. Die Rettungskräfte hätten sofort reagiert, Verletzte habe es nicht gegeben.

Die US-Botschaft im Land hatte zuvor bereits dazu aufgerufen, wegen der Gefährdung keineswegs zur Botschaft oder dem Konsulat zu kommen.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa

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