Nahost-Konflikt: Herzog vor erstem Treffen des Friedensrats hoffnungsvoll

Nahost - US-Präsident Donald Trump (79) will in der nächsten Woche mit seinem initiierten "Friedensrat" ein Milliardenpaket an humanitärer und Wiederaufbau-Hilfe für den Gazastreifen vorstellen.

Israels Militär greift dort trotz der geltenden Waffenruhe fast täglich Ziele an. (Archivbild)
Israels Militär greift dort trotz der geltenden Waffenruhe fast täglich Ziele an. (Archivbild)  © Mohammed Nasser/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa

Mitgliedstaaten hätten mehr als fünf Milliarden Dollar (4,2 Milliarden Euro) zugesagt, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social.

Zudem stelle man Tausende Einsatzkräfte bereit, die die lokale Polizei unterstützen und in der Region für Stabilisierung sorgen sollen. Der "Friedensrat", der von Kritikern als Konkurrenz zu den von Trump kritisierten Vereinten Nationen wahrgenommen wird, kommt am Donnerstag (19. Februar) in Washington zusammen.

Der US-Präsident hat den Vorsitz inne. Das "Board of Peace" ("Friedensrat") wurde im Januar gegründet. Deutschland ist nicht dabei.

Nahost-Konflikt: Israels Präsident Herzog freut sich über Entscheidung zum ESC
Israel Krieg Nahost-Konflikt: Israels Präsident Herzog freut sich über Entscheidung zum ESC

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) hatte bei seinem jüngsten Besuch in Washington ein Dokument über den Beitritt seines Landes zum "Friedensrat" unterzeichnet.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

18. Februar, 19.53 Uhr: Herzog vor erstem Treffen des Friedensrats hoffnungsvoll

Der israelische Präsident Izchak Herzog (65) hat sich vor dem ersten Treffen des Friedensrats in Washington hoffnungsfroh geäußert.

"Wir blicken einer hoffnungsvollen Zukunft für Gaza entgegen", sagte Herzog nach Angaben seines Büros bei einem Besuch des US-geführten Koordinationszentrums (Civil Military Coordination Centre, CMCC) in Südisrael, das die Waffenruhe zwischen Israel und der islamistischen Terrororganisation Hamas überwachen soll.

"Man sieht, wie etwas Neues geschaffen wird", sagte Herzog mit Blick auf den 20-Punkte-Plan von US-Präsident Donald Trump (79) für eine Befriedung des Gazastreifens. "Man spürt Hoffnung in der Luft, und man sieht sehr ernsthafte Pläne, die den Menschen in Gaza einen anderen Weg eröffnen können."

Israels Präsident Izchak Herzog (65) ist vor dem ersten Treffen des Friedensrates hoffnungsvoll gestimmt.
Israels Präsident Izchak Herzog (65) ist vor dem ersten Treffen des Friedensrates hoffnungsvoll gestimmt.  © Bianca De Marchi/AAP/dpa

18. Februar, 12.39 Uhr: Israel verstärkt Sicherheitsmaßnahmen während Ramadan

Aus Sorge vor Gewalt verstärkt Israel die Sicherheitsmaßnahmen während des muslimischen Fastenmonats Ramadan.

Die Zahl der muslimischen Betenden aus dem Westjordanland, die zum traditionellen Freitagsgebet auf den Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) in der Jerusalemer Altstadt dürfen, soll wie in den Vorjahren auf 10.000 beschränkt werden, wie die zuständige israelische Behörde Cogat mitteilte.

Der israelische Sender Kan meldete zudem, dass Tausende Sicherheitskräfte im arabisch geprägten Ostteil Jerusalems im Einsatz seien.

Am Mittwoch startet Ramadan und geht bis zum 19.März. (Symbolfoto)
Am Mittwoch startet Ramadan und geht bis zum 19.März. (Symbolfoto)  © Lando Hass/dpa

18. Februar, 10.13 Uhr: Deutscher Botschafter nach Iran einbestellt

Der Iran hat nach eigenen Angaben aus Protest den designierten deutschen Botschafter einbestellt. Grund dafür seien "antiiranische Aktivitäten" in Deutschland und "destruktive" Positionen deutscher Politiker, berichtete der staatliche Rundfunk.

Bei einem Gespräch im Außenministerium in Teheran wurde Axel Dittmann demnach der Protest der iranischen Regierung übermittelt. Wann das Treffen stattfand, war zunächst unklar. Eine Stellungnahme des Auswärtigen Amtes lag zunächst nicht vor.

Hintergrund dürfte vor allem die Großdemonstration gegen Irans Führung sein, an der am Samstag in München rund 250.000 Menschen teilgenommen hatten - so viele wie nie zuvor bei einer Iran-Demo in Deutschland.

Mehrere tausend Menschen beteiligen sich an den Iran Protesten.
Mehrere tausend Menschen beteiligen sich an den Iran Protesten.  © Boris Roessler/dpa

18. Februar, 6.16 Uhr: Mexiko will nur als Beobachter in Trumps "Friedensrat" dabei sein

Mexiko will nur als Beobachter und auf Botschafterebene am von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen "Friedensrat" teilnehmen.

Wie Präsidentin Claudia Sheinbaum sagte, ist ihre Teilnahme ausgeschlossen. Der mexikanische UN-Botschafter soll das lateinamerikanische Land vertreten. Das Gremium soll erstmals an diesem Donnerstag in Washington zusammenkommen.

Laut dem Plan von Trump soll der "Friedensrat" eine internationale Stabilisierungstruppe (ISF) aufbauen, die im Gazastreifen für Ordnung sorgen soll. Auch will Trump ein Milliardenpaket an humanitärer und Wiederaufbau-Hilfe für den Gazastreifen vorstellen.

Präsidentin Claudia Sheinbaum schaut von der Ferne zu.
Präsidentin Claudia Sheinbaum schaut von der Ferne zu.  © Presidencia de México/dpa

17. Februar, 20.07 Uhr: Junge im Westjordanland beim Spielen mit Blindgängern getötet

Beim Spielen mit Blindgängern ist palästinensischen Angaben zufolge ein 13-Jähriger im Westjordanland ums Leben gekommen. Laut der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa wurden zwei weitere Jungen bei der Explosion der Blindgänger des israelischen Militärs verletzt.

Israels Armee teilte mit, die drei Palästinenser hätten sich in einer Schießübungszone des Militärs aufgehalten. Das Betreten des Gebiets sei verboten. Israelische Soldaten hätten vor Ort Erste Hilfe geleistet, hieß es in einer Stellungnahme der Armee weiter.

Der Vorfall, der sich im Osten des Westjordanlands nahe der Grenze zu Jordanien ereignete, werde untersucht. Die Armee bestätigte zunächst kein Todesopfer. Der palästinensische Rote Halbmond teilte derweil mit, Israel habe die Leiche des Jungen an die Organisation übergeben.

Israelischen Krankenhausangaben zufolge werden die beiden bei dem Vorfall verletzten Jungen im Alter von zwölf und 14 Jahren inzwischen in einer israelischen Klinik behandelt. Sie seien per Hubschrauber eingeflogen worden. Ihr Zustand sei stabil, beide würden aber derzeit operiert.

Beim Spielen mit Blindgängern des israelischen Militärs wurde ein Junge getötet, zwei weitere wurden verletzt.
Beim Spielen mit Blindgängern des israelischen Militärs wurde ein Junge getötet, zwei weitere wurden verletzt.  © Shadi Jarar'ah/APA Images via ZUMA Wire/dpa

17. Februar, 16.02 Uhr: Skepsis nach Verhandlungen zwischen USA und Iran bleibt groß

Der Iran dämpft nach der zweiten Verhandlungsrunde mit den USA die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch.

Außenminister Abbas Araghtschi sagte dem iranischen Staatsfernsehen nach einem mehr als dreistündigen Treffen in Genf: "Der Weg zu einer Einigung hat begonnen, wir sind bereit." Er fügte hinzu: "Aber das bedeutet nicht, dass wir eine Einigung erzielt haben." Die Ausarbeitung werde Zeit in Anspruch nehmen.

Außenminister Araghtschi sagte, bei den Gesprächen sei eine allgemeine Übereinkunft über "eine Reihe von leitenden Prinzipien" erzielt worden. Auf deren Grundlage könne ein Abkommen erzielt werden. Die Atmosphäre beschrieb Araghtschi als konstruktiv. Ein Termin für eine dritte Verhandlungsrunde steht ihm zufolge jedoch noch nicht fest.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi beschrieb die Atmosphäre während der Verhandlungen als konstruktiv.
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi beschrieb die Atmosphäre während der Verhandlungen als konstruktiv.  © Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa

17. Februar, 11.45 Uhr: Israel plant Militärtribunal für Hamas-Terroristen

Israel will mutmaßliche Teilnehmer des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023 vor ein spezielles Militärgericht stellen.

Generalstaatsanwältin Gali Baharav-Miara teilte nach Medienberichten mit, die Militärstaatsanwaltschaft solle für die Verfahren zuständig sein und nicht die zivile Staatsanwaltschaft.

Sie verwies dabei auf einen Gesetzesentwurf, der im israelischen Parlament bereits in erster Lesung gebilligt wurde.

Eine israelische Fahne steht neben einem von der Hamas zerstörten Haus.
Eine israelische Fahne steht neben einem von der Hamas zerstörten Haus.  © Ariel Schalit/AP/dpa

17. Februar, 6.31 Uhr: Trotz Skepsis, Iran sieht Chancen bei Verhandlungen mit USA

Die USA und der Iran gehen trotz tiefen gegenseitigen Misstrauens in eine zweite Verhandlungsrunde. In Genf wollen Delegationen beider Staaten heute ihre Gespräche unter Vermittlung des Golfstaats Oman fortsetzen.

Die indirekten Gespräche zwischen Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff (68) finden laut iranischen Medien in der omanischen Botschaft statt.

US-Präsident Donald Trump (79) sagte zu Journalisten, dass er indirekt in diese Gespräche involviert sein werde. Man werde sehen, was passieren könne.

Zwischen dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi (63) und Steve Witkoff (68) kommt es bald zu Gesprächen.
Zwischen dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi (63) und Steve Witkoff (68) kommt es bald zu Gesprächen.  © Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa

16. Februar, 15.40 Uhr: Steinmeier sagt dem Libanon weitere deutsche Hilfe zu

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem Libanon weitere deutsche Unterstützung zur Stabilisierung des Landes zugesagt. "Wir stehen weiter an der Seite Ihres Landes", sagte er in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun in Beirut.

Zugleich rief er den Libanon und Israel dazu auf, ihre Verpflichtungen aus dem Waffenstillstandsabkommen vom November 2024 zu erfüllen. Dieses Abkommen sei "eine Chance" für beide Länder. Der Libanon müsse für die Entwaffnung der Hisbollah sorgen, damit die Voraussetzungen für einen israelischen Rückzug gegeben seien, sagte Steinmeier. "Glauben Sie nicht, dass wir uns das in Deutschland so einfach vorstellen. Wir wissen, dass das eine anspruchsvolle Aufgabe ist."

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier traf am Montag den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun in Beirut.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier traf am Montag den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun in Beirut.  © Markus Lenhardt/dpa

16. Februar, 11.58 Uhr: "verdächtiger Umschlag" in Netanjahus Büro gefunden

Im Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (76) haben Mitarbeiter Medienberichten zufolge einen "verdächtigen Umschlag" entdeckt.

Es habe keine Gefahr für die Menschen bestanden, meldete unter anderem die Nachrichtenseite "ynet" unter Berufung auf eine zuständige Abteilung von Netanjahus Büro.

Die israelische Zeitung "Maariv" berichtete unter Berufung auf eine mit den Einzelheiten des Vorfalls vertrauten Person, dass sich in dem Umschlag Ampullen mit einer unbekannten Substanz befunden haben sollen. Der Umschlag sei in ein Labor geschickt worden.

Ein Umschlag im Büro des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu (76) sorgt für Aufregung.
Ein Umschlag im Büro des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu (76) sorgt für Aufregung.  © Menahem Kahana/AFP Pool/AP/dpa

16. Februar, 6.12 Uhr: Israel billigt umstrittene Westjordanland-Entscheidung

Die israelische Regierung hat nach Medienberichten einen höchst umstrittenen Vorschlag gebilligt, der israelischen Siedlern den Erwerb von Land im Westjordanland erleichtern soll.

Die Bundesregierung hatte bereits scharfe Kritik an einer entsprechenden vorherigen Entscheidung des israelischen Sicherheitskabinetts geübt. Der Schritt könnte weitreichende Folgen für die palästinensische Bevölkerung im Westjordanland haben.

Titelfoto: Bianca De Marchi/AAP/dpa

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