Nahost-Konflikt: Deutschland fordert Iran zu Verhandlungen mit USA auf

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Israel/Iran - Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA ist eine Fortsetzung der Verhandlungen weiter ungewiss.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt (28), spricht von einem baldigen Deal mit dem Iran.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt (28), spricht von einem baldigen Deal mit dem Iran.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Beide Parteien zeigten sich zuletzt unnachgiebig. Doch Medienberichten zufolge steht die US-Delegation um US-Vizepräsident JD Vance (41) vor einer Abreise Richtung Pakistan.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt (28), gab sich dem Sender Fox News gegenüber zuversichtlich, dass die USA ein "wirklich gutes Abkommen" schließen würden. Die USA stünden kurz vor einer Einigung, sagte Leavitt.

Zentraler Streitpunkt bleibt derweil die US-Seeblockade iranischer Schiffe und Häfen. US-Präsident Donald Trump (79) teilte auf Truth Social mit, dass er an der Blockade festhalte, bis es eine Vereinbarung gebe.

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Teheran knüpft die Teilnahme an Gesprächen nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen jedoch an die Aufhebung der Seeblockade.

Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf (64), der die iranische Delegation in der vorigen Runde angeführt hatte, teilte mit, er akzeptiere keine Verhandlungen unter dem Eindruck von Drohungen. Der Iran habe nach der Feuerpause neue militärische Mittel in der Hinterhand.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

21. April, 12.50 Uhr: Deutschland fordert Iran zu Verhandlungen mit USA auf

Die Bundesregierung fordert von der politischen Führung in Teheran ein Eingehen auf das Gesprächsangebot der USA.

"Wir rufen den Iran jetzt dringend dazu auf, nach Islamabad zu kommen und konstruktiv mit den Vereinigten Staaten von Amerika zu verhandeln", sagte Außenminister Johann Wadephul am Rande eines Treffens mit EU-Kollegen in Luxemburg. Es gebe eine ausgestreckte Hand der Amerikaner, die im Interesse der eigenen Bevölkerung ergriffen werden sollte. Man wisse, dass der amerikanische Vizepräsident JD Vance bereit sei, für Gespräche in die pakistanische Hauptstadt Islamabad zu reisen.

Mit Blick auf die US-Regierung sagte Wadephul, er könne die amerikanische Seite nur auffordern, weiter die Offenheit für Verhandlungen mit dem Iran zu zeigen. "Ich glaube, es gibt nach wie vor ein Fenster der Möglichkeiten, diesen Krieg durch Verhandlungen zu beenden", betonte er. Der Krieg gehe bald in den dritten Monat und man habe ein Interesse, dass der Konflikt rasch gelöst werden könne.

Außenminister Johann Wadephul (63) hat den Iran zu Verhandlungen aufgerufen.
Außenminister Johann Wadephul (63) hat den Iran zu Verhandlungen aufgerufen.  © Ansgar Haase/dpa

21. April, 11.19 Uhr: Iran vollstreckt weiteres Todesurteil nach Protesten

Inmitten einer Welle von Hinrichtungen hat Irans Justiz ein weiteres Todesurteil im Zusammenhang mit den Massenprotesten Anfang Januar vollstreckt.

Ein Mann sei im Morgengrauen hingerichtet worden, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan. Ihm wurde demnach vorgeworfen, bei den Aufständen eine Moschee im Teheraner Stadtteil Gholhak in Brand gesetzt zu haben.

Bereits am Montag wurden zwei Männer nach Spionagevorwürfen exekutiert. Die Justiz warf ihnen vor, für den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad spioniert zu haben. Menschenrechtler sprachen hingegen von politischen Gefangenen, die den oppositionellen Volksmudschahedin angehört haben sollen. Die Organisation Iran Human Rights verurteilte die Hinrichtungen scharf.

21. April, 10 Uhr: Hisbollah-Chef wird laut Israel "mit seinem Kopf bezahlen"

Vor neuen Gesprächen Israels und des Libanons in Washington hat der israelische Verteidigungsminister erneut mit der Tötung des Hisbollah-Chefs gedroht. Naim Kassim werde "mit seinem Kopf bezahlen", sagte Minister Israel Katz nach Medienberichten bei einer Veranstaltung zum israelischen Soldatengedenktag.

Auch während einer Waffenruhe bleibe die Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz das übergreifende Ziel, sagte Katz nach Angaben des Nachrichtenportals "ynet". Die Hisbollah habe Israel "im Dienste ihrer iranischen Herren angegriffen" und werde dafür den Preis zahlen. 

"Jeder, der die Hand gegen Israel erhebt, dem wird sie abgeschlagen. Wir werden nicht zur Realität vor dem 7. Oktober 2023 zurückkehren", sagte Katz demnach.

Der israelische Verteidigungsminister hat erneut mit der Tötung des Hisbollah-Chefs Naim Kassim (73) gedroht.
Der israelische Verteidigungsminister hat erneut mit der Tötung des Hisbollah-Chefs Naim Kassim (73) gedroht.  © -/Iranian Presidency/dpa

21. April, 6.53 Uhr: Teheran droht mit "neuen Trümpfen auf dem Schlachtfeld"

Im Falle einer Wiederaufnahme des Iran-Krieges stehen Teheran dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf zufolge "neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld" zur Verfügung.

"In den vergangenen zwei Wochen haben wir uns darauf vorbereitet, neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld auszuspielen", erklärte Ghalibaf, der iranische Chefunterhändler in den Gesprächen mit Washington, am Montag im Onlinedienst X. Er bekräftigte zudem, Teheran akzeptiere "keine Verhandlungen im Schatten von Drohungen".

Pendler fahren in Teheran an einer großen Plakatwand vorbei, auf der der oberste Führer Ayatollah Mojtaba Khamenei abgebildet ist.
Pendler fahren in Teheran an einer großen Plakatwand vorbei, auf der der oberste Führer Ayatollah Mojtaba Khamenei abgebildet ist.  © ATTA KENARE / AFP

21. April, 4 Uhr: Leavitt - USA waren einem guten Deal mit dem Iran nie näher

Trotz der Unklarheit über eine mögliche weitere Verhandlungsrunde sieht sich die US-Regierung einem ihrer Meinung nach guten Abkommen mit dem Iran näher denn je.

"Die Vereinigten Staaten standen noch nie so kurz davor wie jetzt gerade, ein wirklich gutes Abkommen zu schließen – ganz im Gegensatz zu dem schrecklichen Abkommen, das Barack Hussein Obama unterzeichnet hat", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, dem Sender Fox News.

Damit bezog sie sich auf das Atomabkommen von 2015, das US-Präsident Donald Trump später aufkündigte.

Titelfoto: Ansgar Haase/dpa

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