Nahost-Konflikt: Energieagentur erwartet Rückgang der Ölnachfrage - Reserven sinken

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Israel/Iran - Kurz vor seinem Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping (72) hat US-Präsident Donald Trump (79) die Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf den Iran-Krieg heruntergespielt.

US-Präsident Donald Trump (79) hat sich lobend gegenüber dem chinesischen Staatschef geäußert.
US-Präsident Donald Trump (79) hat sich lobend gegenüber dem chinesischen Staatschef geäußert.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Xi Jinping habe seine Sache ziemlich gut gemacht, sagte Trump auf eine Journalistenfrage nach Chinas Rolle im Iran. "Schauen Sie auf die Seeblockade - keine Probleme", sagte Trump.

Die USA versuchen, mit einer Seeblockade für Schiffe, die aus iranischen Häfen auslaufen oder diese ansteuern, den Druck auf die iranische Führung zu erhöhen. Das trifft auch China - das Land ist der mit Abstand wichtigste Abnehmer iranischen Öls. Bislang hat sich China aus dem Konflikt weitgehend herausgehalten.

Trump lobte den Präsidenten. Xi sei jemand, mit dem er sehr gut auskomme, sagte er. "Das wird eine sehr spannende Reise. Es werden viele großartige Dinge passieren", so Trump. In Peking sind unter anderem Gespräche mit Präsident Xi und ein Staatsbankett geplant.

Nahost-Konflikt: US-Delegation will am Samstag mit Iran Gespräche führen - in Pakistan
Israel Krieg Nahost-Konflikt: US-Delegation will am Samstag mit Iran Gespräche führen - in Pakistan

Auf die Frage, ob Xi im Iran-Krieg hilfreich sein könne, antwortete Trump: "Ich denke, wir brauchen im Iran überhaupt keine Hilfe."

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

13. Mai, 12.22 Uhr: IEA erwartet Rückgang der Ölnachfrage – Reserven sinken

Die internationale Energieagentur (IEA) rechnet wegen der Folgen des Iran-Kriegs mit einem stärkeren Rückgang der weltweiten Ölnachfrage und einem Abschmelzen der Ölreserven.

Weil sich das Angebot verknappe, dürfte die globale Nachfrage nach Rohöl in diesem Jahr voraussichtlich um durchschnittlich 420.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag sinken auf etwa 104 Millionen Barrel pro Tag, heißt es in dem in Paris veröffentlichten Monatsbericht des Interessenverbandes großer Industriestaaten.

Bereits im Vormonatsbericht hatte die IEA einen Rückgang der Nachfrage prognostiziert, aber nur um 80.000 Barrel pro Tag, nachdem der Interessenverband zu Beginn des Jahres noch von einem Anstieg der Nachfragte um täglich 770.000 Barrel ausgegangen war.

Die IEA prognostiziert einen stärkeren Rückgang der weltweiten Ölnachfrage infolge des Iran-Kriegs. (Symbolfoto)
Die IEA prognostiziert einen stärkeren Rückgang der weltweiten Ölnachfrage infolge des Iran-Kriegs. (Symbolfoto)  © Ali Haider/epa/dpa

13. Mai, 12 Uhr: Israels Armee beginnt neue Angriffe im Südlibanon

Israels Militär hat eigenen Angaben zufolge trotz aktuell herrschender Waffenruhe neue Angriffe auf Ziele der Hisbollah in mehreren Gegenden im Südlibanon begonnen.

Die israelische Armee nehme dabei "Terrorinfrastruktur der Hisbollah" ins Visier, teilte sie am Vormittag mit. Details wurden zunächst nicht genannt. Zuvor hatte Israels Armee die Bewohner mehrerer Orte im Süden des Nachbarlandes aufgerufen, diese zu verlassen, um dort gegen die Hisbollah vorzugehen. Solche Fluchtaufforderungen gibt Israels Militär immer wieder vor anstehenden Angriffen heraus.

Im Libanon wurden derweil mehrere israelische Angriffe im Süden des Landes gemeldet. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete von zahlreichen Angriffen in mehreren Gebieten im Süden und auch nahe der Küstenstadt Tyrus. Auf einer Autobahn nahe dem Küstenort Dschije, rund 30 Kilometer südlich der Hauptstadt Beirut, wurden den Angaben zufolge zwei Fahrzeuge von israelischen Luftangriffen getroffen. Angaben zu Opfern gab es zunächst nicht.

13. Mai, 9.12 Uhr: TUI spürt Folgen des Iran-Kriegs – Urlauber zögern

Der Iran-Krieg sorgt beim Reisekonzern TUI weiter für Verunsicherung im Sommergeschäft.

Viele Urlauber buchen ihre Reisen kurzfristiger und entscheiden sich häufiger für Ziele im westlichen statt im östlichen Mittelmeerraum, teilte der Konzern in Hannover mit.

Knapp die Hälfte der Verbraucher, die in diesem Sommer verreisen wollten, habe bislang noch nicht gebucht. Besonders gefragt dürften Spanien einschließlich der Balearen und Kanaren sowie Griechenland sein. Gleichzeitig zeichnen sich bei den eigenen Hotels und Kreuzfahrten höhere Durchschnittspreise ab.

Der Reisekonzern TUI spürt eine Buchungszurückhaltung im Sommergeschäft. (Symbolfoto)
Der Reisekonzern TUI spürt eine Buchungszurückhaltung im Sommergeschäft. (Symbolfoto)  © Julian Stratenschulte/dpa

13. Mai, 6.37 Uhr: Iran besitzt laut Berichten noch Großteil seines Raketenarsenals

Trotz der heftigen Angriffe der USA und Israels zu Beginn des Iran-Kriegs verfügen die Streitkräfte der Islamischen Republik laut Medienberichten noch immer über den Großteil ihrer Bestände an mobilen Abschussrampen und Raketen.

Die "New York Times" berichtet über Erkenntnisse von US-Geheimdiensten, wonach der Iran noch etwa 70 Prozent seiner mobilen Abschussrampen sowie rund 70 Prozent des Raketenarsenals habe. Die "Washington Post" hatte bereits vergangene Woche über eine US-Geheimdienstanalyse berichtet und ähnliche Zahlen genannt.

Die Berichte stehen im Widerspruch zur Darstellung der US-Regierung, wonach der Iran durch den von Israel und den USA Ende Februar begonnenen Krieg militärisch weitestgehend geschlagen sei. Trump kritisierte die Berichterstattung über den Iran-Krieg auf seiner Plattform Truth Social, ohne dabei konkrete Artikel zu nennen. "Wenn die Fake News behaupten, dass der iranische Feind militärisch gut gegen uns abschneidet, ist das praktisch VERRAT, insofern als es sich um eine derart falsche und sogar absurde Behauptung handelt."

Medienberichten zufolge besitzen die iranischen Streitkräfte noch immer einen Großteil ihrer Bestände an mobilen Abschussrampen und Raketen.
Medienberichten zufolge besitzen die iranischen Streitkräfte noch immer einen Großteil ihrer Bestände an mobilen Abschussrampen und Raketen.  © ---/Iranian Defense Ministry/AP/dpa

13. Mai, 6.25 Uhr: Trump gibt sich zuversichtlich mit Blick auf Irans Urananreicherung

In dem seit über zwei Monaten andauernden Krieg mit dem Iran sind die diplomatischen Bemühungen über ein Friedensabkommen ins Stocken geraten.

Ein zentraler Streitpunkt zwischen den Kriegsparteien ist der Umgang mit Irans umstrittenem Atomprogramm und dessen Beständen von rund 440 Kilogramm Uran, das auf 60 Prozent angereichert wurde und bei Weiterverarbeitung zum Bau mehrerer Atomwaffen dienen könnte.

In einem Interview des Radiosenders 77 WABC äußerte sich Trump dazu: Auf die Frage, ob er überzeugt sei, den Iran davon abhalten zu können, Uran anzureichern und dafür zu sorgen, dass Teheran niemals eine Atomwaffe bekomme, sagte Trump: "Zu 100 Prozent. Sie werden damit aufhören". Der US-Präsident bekräftigte zudem, dass man die hochangereicherten Uran-Vorräte Teherans bekommen werde. Auf welchem Weg ließ er dabei offen. 

13. Mai, 6.18 Uhr: US-Senator sorgt sich um Munitions- und Raketenverbrauch

US-Senator Mark Kelly (62) hat davor gewarnt, dass die Munitions- und Raketenvorräte des US-Militärs wegen des Iran-Kriegs stark aufgezehrt seien.

Als Mitglied des Streitkräfte-Ausschusses hatte das Pentagon den Demokraten über bestimmte Munitionsarten informiert – nach Kellys Aussage gehörten dazu etwa Angaben zu Raketen der Typen Tomahawk, ATACMS, SM-3 oder jene für die Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot. 

Generalstabschef Dan Caine (57) betonte, dass ihm die Regionalkommandos des US-Militärs ausreichende Munitionsvorräte für die derzeitigen Missionen meldeten. Skeptiker sorgen sich jedoch weniger um aktuelle Einsätze, sondern mehr um die Frage, ob die Munitionsvorräte des US-Militärs auch für einen weiteren möglichen Großkonflikt, etwa um Taiwan, reichen würden.

US-Senator Mark Kelly (62) bezeichnet die Munitions- und Raketenvorräte des US-Militärs als "stark aufgezehrt".
US-Senator Mark Kelly (62) bezeichnet die Munitions- und Raketenvorräte des US-Militärs als "stark aufgezehrt".  © J. Scott Applewhite/AP/dpa

12. Mai, 21.34 Uhr: Trump erwartet "langes Gespräch" mit Xi zu Iran

US-Präsident Donald Trump (79) hat seine erste China-Reise seit 2017 angetreten. Die Präsidentenmaschine Air Force One hob am Dienstag von der Luftwaffenbasis Joint Base Andrews nahe Washington ab, wie AFP-Reporter berichteten.

Kurz vor dem Abflug hatte Trump Gesprächsbereitschaft über den Iran-Krieg signalisiert. Er erwarte dazu "ein langes Gespräch" mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping (72), sagte der Präsident vor Journalisten.

Peking befürwortet eine dauerhafte Friedenslösung im Iran und dringt als Importeur iranischen Öls auf eine rasche Öffnung der Straße von Hormus. Trump ist ein Abkommen mit Teheran bisher nicht gelungen. Zuletzt kritisierte er die iranische Antwort auf den US-Vorschlag scharf und gab der seit April geltenden Feuerpause nur noch eine "Überlebenschance von einem Prozent".

US-Präsident Donald Trump (79) vor seinem Abflug nach China.
US-Präsident Donald Trump (79) vor seinem Abflug nach China.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

12. Mai, 20.47 Uhr: USA wollen laut Teheran vollständige Kapitulation Irans

Mit Blick auf die Ungewissheit über die Zukunft des Iran-Kriegs kritisiert Teheran die Verhandlungsstrategie der Vereinigten Staaten. Die USA strebten keine echten Verhandlungen an, sondern die vollständige Kapitulation Irans, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Isna Außenamtssprecher Ismail Baghai.

In einem Interview mit dem indischen Magazin India Today Global sagte der Sprecher demnach, statt einer Geben- und Nehmen-Diplomatie verfolgten die USA mit ihren Forderungen die Unterordnung seines Landes.

Den USA gehe es nicht um eine friedliche Lösung, sondern um ein Kapitulationsdokument, schrieb auch der iranische Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf X. Der Standpunkt Irans sei eindeutig: Man wolle eine Beendigung der Kampfhandlungen, keine Wiederaufnahme des Konflikts, Entschädigungen, ein Ende der Blockade, Aufhebung von Sanktionen sowie die Achtung internationaler Rechte des Iran.

Der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai erhebt Vorwürfe gegen die USA.
Der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai erhebt Vorwürfe gegen die USA.  © Shadati)/XinHua/dpa

12. Mai, 19.24 Uhr: EU-Marinemission Aspides kann laut Kallas auf Straße von Hormus ausgeweitet werden

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (48) hält eine Ausweitung der EU-Marinemission Aspides auf die Straße von Hormus nach Ende des Iran-Kriegs für möglich.

Aspides leiste bereits "einen entscheidenden Beitrag zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer, doch ihre Aktivitäten könnten auch auf die Meerenge ausgeweitet werden", sagte Kallas nach einem Treffen der EU-Verteidigungsminister am Dienstag. Dafür müssten die Mitgliedstaaten lediglich den operativen Auftrag der Mission ändern.

Kallas zufolge haben einige Länder bereits zugesagt, mehr Schiffe für Aspides zur Verfügung zu stellen. Es seien "sehr gute Diskussionen" über die Marinemission geführt worden. Bei ihrem Treffen im März hatten sich die Verteidigungsminister noch gegen eine Ausweitung von Aspides ausgesprochen.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (48) im Gebäude des Europäischen Rates.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (48) im Gebäude des Europäischen Rates.  © Virginia Mayo/AP/dpa

12. Mai, 19.18 Uhr: US-Senator traut Pakistan nicht als Vermittler im Iran-Krieg

Der einflussreiche US-Senator Lindsey Graham (70) hat sich empört über einen Medienbericht gezeigt, wonach Pakistan als Vermittler im Iran-Krieg Teheran das Abstellen von Flugzeugen auf seinen Stützpunkten gestatten soll.

"Ich traue Pakistan nicht über den Weg", sagte der Republikaner in einem Senatsausschuss. Er konfrontierte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (45) und Generalstabschef Dan Caine (57) mit der Frage, ob der Bericht zutreffend sei. Keiner der beiden wollte sich zu dem Sachverhalt äußern.

"Wenn tatsächlich iranische Flugzeuge auf pakistanischen Stützpunkten stationiert sind, um iranische Militäranlagen zu schützen, dann sagt mir das, dass wir uns nach jemand anderem als Vermittler umsehen sollten", sagte Graham. Er vermutete dies als Grund für die seit Wochen stockenden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran.

Der einflussreiche US-Senator Lindsey Graham (70) traut Pakistan nicht.
Der einflussreiche US-Senator Lindsey Graham (70) traut Pakistan nicht.  © Kenny Holston/Pool The New York Times/AP/dpa

12. Mai, 19.08 Uhr: Israel und Hisbollah greifen einander weiter an

Trotz Waffenruhe tritt im Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz erneut Gewalt auf.

Das Gesundheitsministerium in Beirut teilte mit, es seien zwei Sanitäter bei einem israelischen Angriff am Nachmittag im Südlibanon getötet worden. Eine weitere Sanitäterin sei zudem verletzt worden.

Militärfahrzeuge der israelischen Verteidigungskräfte patrouillieren im Südlibanon, vom Norden Israels aus gesehen.
Militärfahrzeuge der israelischen Verteidigungskräfte patrouillieren im Südlibanon, vom Norden Israels aus gesehen.  © Gil Cohen Magen/XinHua/dpa

12. Mai, 18.29 Uhr: Laut Libanon 380 Tote seit Waffenruhe - Israel meldet Einsatz am Fluss Litani

Bei israelischen Luftangriffen auf den Libanon sind seit Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen beiden Ländern nach neuen offiziellen Angaben 380 Menschen getötet worden.

Unter den seit dem 17. April Getöteten seien 108 Angehörige der Sicherheitskräfte und der Gesundheitsbehörden, erklärte der libanesische Gesundheitsminister Rakan Nassereddin am Dienstag. Die israelische Armee gab einen Einsatz von Bodentruppen im Libanon am Litani-Fluss bekannt, Medienberichten zufolge überquerten dabei Soldaten den Fluss.

Titelfoto: Ali Haider/epa/dpa

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