Nahost-Konflikt: Revolutionsgarden melden Beschlagnahmung von zwei Schiffen

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Israel/Iran - US-Präsident Donald Trump (79) hat die Waffenruhe mit dem Iran überraschend in letzter Minute einseitig für verlängert erklärt.

US-Präsident Donald Trump (79) hat die Waffenruhe verlängert.
US-Präsident Donald Trump (79) hat die Waffenruhe verlängert.  © Alex Brandon/AP/dpa

Auf Bitten Pakistans werde er von Angriffen absehen, bis die Führung im Iran einen "geeinten Vorschlag" zur Beilegung des Krieges unterbreite, teilte er auf Truth Social mit. Die US-Seeblockade iranischer Häfen werde jedoch fortgesetzt.

Teheran habe keine Verlängerung der Waffenruhe erbeten, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf Quellen. Eine offizielle Position des Iran werde zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben, hieß es. 

Ein Berater des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf wies derweil Trumps Ankündigung auf der Plattform X als bedeutungslos zurück.

Nahost-Konflikt: Rubio warnt vor iranischen Mautplänen für Straße von Hormus
Israel Krieg Nahost-Konflikt: Rubio warnt vor iranischen Mautplänen für Straße von Hormus

Die "Verliererseite kann die Bedingungen nicht diktieren", schrieb Mahdi Mohammadi. Die Fortsetzung der US-Seeblockade sei mit Bombardierungen gleichzusetzen und müsse militärisch beantwortet werden.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

22. April, 12.23 Uhr: Revolutionsgarden melden Beschlagnahmung von zwei Schiffen

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben zwei Schiffe beschlagnahmt, welche die Straße von Hormus passieren wollten.

Die beiden Schiffe hätten gegen die Vorschriften für die Meerenge verstoßen, erklärten die Revolutionsgarden am Mittwoch. Die für den weltweiten Ölhandel strategisch wichtige Straße von Hormus wird seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar durch Teheran weitestgehend blockiert.

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben zwei Schiffe beschlagnahmt, welche die Straße von Hormus passieren wollten.
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben zwei Schiffe beschlagnahmt, welche die Straße von Hormus passieren wollten.  © Asghar Besharati/AP/dpa

22. April, 11.57 Uhr: Arabische Länder wollen Reparationen vom Iran für Kriegsschäden

Die arabischen Länder fordern vom Iran Reparationen für die im Krieg entstandenen Schäden und Verluste. Teheran sei zu solchen Zahlungen dem Völkerrecht nach verpflichtet, heißt es in einer Erklärung der Arabischen Liga nach einem virtuellen Treffen.

"Der Iran trägt international die volle Verantwortung für seine unrechtmäßigen und nicht gerechtfertigten Angriffe gegen arabische Staaten", heißt es in der Erklärung der Außenminister.

Als Vergeltung für die Militärschläge der USA und Israels im Iran griff das Land seit Kriegsbeginn Ende Februar mit Tausenden Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern die Golfstaaten an. Dabei kamen US-Einrichtungen, wie etwa Botschaften und Militärstützpunkte, aber auch zivile Ziele wie Flughäfen und Wohngegenden unter Beschuss. Die meisten der Angriffe wurden in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait gemeldet.

Eine schwarze Rauchwolke steigt aus einem Lagerhaus im Industriegebiet von Sharjah City in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf.
Eine schwarze Rauchwolke steigt aus einem Lagerhaus im Industriegebiet von Sharjah City in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf.  © Altaf Qadri/AP/dpa

22. April, 11.19 Uhr: Iran "bricht finanziell zusammen", behauptet Trump

Laut US-Präsident Donald Trump (79) steht der Iran wegen der fortdauernden Schließung der Straße von Hormus kurz vor dem finanziellen Kollaps. "Der Iran bricht finanziell zusammen!", schrieb Trump am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Die Islamische Republik "hungert nach Geld", fügte Trump hinzu.

Dem US-Präsidenten zufolge wolle Teheran eigentlich, dass die strategisch wichtige Meerenge "sofort geöffnet wird". Die Islamische Republik habe allerdings erklärt, die Straße von Hormus weiter zu blockieren, weil sie damit "ihr Gesicht wahren" könne, führte Trump weiter aus.

Der iranische Landwirtschaftsminister stellte die Situation dagegen anders dar. "Trotz der US-Seeblockade haben wir keine Probleme mit der Versorgung mit Grundgütern und Nahrungsmitteln", erklärte Landwirtschaftsminister Gholamresa Nuri am Dienstag der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

22. April, 10.43 Uhr: Kaum Entspannung beim Ölpreis trotz Waffenruhe

An den Ölmärkten zeichnet sich trotz der von US-Präsident Donald Trump (79) angekündigten Verlängerung der Waffenruhe mit dem keine echte Entspannung ab.

Vor Trumps Ankündigung kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni erstmals seit gut einer Woche wieder 100 US-Dollar. Anschließend gab der Preis nur etwas nach und lag zuletzt bei 98,12 Dollar - fast ein halbes Prozent weniger als am Vortag.

Auch Rohöl der US-Sorte WTI verbilligte sich leicht, wobei der Preis für ein Barrel zuletzt deutlich niedriger lag, bei 89,27 Dollar.

Trotz angekündigter Waffenruhe gibt es kaum Entspannung am Ölpreismarkt.
Trotz angekündigter Waffenruhe gibt es kaum Entspannung am Ölpreismarkt.  © Nic Coury/AP/dpa

22. April, 10 Uhr: Iran beschießt Containerschiff in Straße von Hormus

In der Straße von Hormus ist ein Containerschiff unter Beschuss geraten und dabei schwer beschädigt worden.

In Schiff der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) habe sich dem Schiff genähert und Schüsse abgegeben, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf den Kapitän des Frachters mit.

Das iranische Nachrichtenportal Nur-News, das dem Nationalen Sicherheitsrat nahesteht, bestätigte einen Vorfall. Ein Containerschiff, das Warnungen der iranischen Streitkräfte ignoriert hatte, sei beschossen worden und habe erheblichen Schaden erlitten, hieß es.

Ein Containerschiff soll die Warnungen der iranischen Streitkräfte ignoriert haben und deshalb unter Beschuss geraten sein. (Archivbild)
Ein Containerschiff soll die Warnungen der iranischen Streitkräfte ignoriert haben und deshalb unter Beschuss geraten sein. (Archivbild)  © Altaf Qadri/AP/dpa

22. April, 9.05 Uhr: Iran richtet abermals mutmaßlichen Spion hin

Inmitten einer Serie von Hinrichtungen hat Irans Justiz erneut ein Todesurteil aufgrund von Spionagevorwürfen vollstreckt.

Ein Mann sei am Morgen durch Erhängen hingerichtet worden, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan. Irans Justiz hatte ihm Zusammenarbeit mit dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad zur Last gelegt.

Bereits am Montag waren zwei Männer nach Spionagevorwürfen exekutiert worden. Menschenrechtler sprachen hingegen von politischen Gefangenen, die den oppositionellen Volksmudschahedin angehört haben sollen. Die Exil-Gruppe ist im Iran verboten; sie hat sich zum Ziel gesetzt, das Herrschaftssystem im Iran zu stürzen. Die Organisation Iran Human Rights verurteilte die Hinrichtungen scharf.

22. April, 6.34 Uhr: Trump verlängert Waffenruhe mit dem Iran

US-Präsident Donald Trump hat die Waffenruhe mit dem Iran verlängert.

Er werde die Feuerpause so lange verlängern, bis der Iran einen Vorschlag zur Beendigung des Konflikts vorlege und "die Gespräche in der einen oder anderen Form abgeschlossen werden", erklärte Trump am Dienstag kurz vor Ablauf des zweiwöchigen Waffenruheabkommens auf seiner Onlineplattform Truth Social. Die US-Blockade iranischer Häfen bleibe allerdings bestehen.

Trump schrieb, dass Pakistan ihn um eine Verlängerung gebeten habe. "Angesichts der Tatsache, dass die Regierung des Iran wenig überraschend ernsthaft zersplittert ist, ist uns von Feldmarschall Asim Munir und Premierminister Shehbaz Sharif aus Pakistan die Bitte herangetragen worden, unseren Angriff auf den Iran so lange zurückzuhalten, bis deren Führer und Vertreter einen einheitlichen Vorschlag ausarbeiten können", erklärte der US-Präsident.

Pakistan vermittelt im Krieg zwischen den USA und dem Iran und hatte die beiden Kriegsparteien zu neuen Gesprächen eingeladen.

US-Präsident Donald Trump (79) hat die Waffenruhe mit dem Iran verlängert.
US-Präsident Donald Trump (79) hat die Waffenruhe mit dem Iran verlängert.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

22. April, 3 Uhr: Militärs planen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus

Für einen möglichen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus nach einem Ende der Kampfhandlungen treffen sich heute Militärs aus 30 Ländern im britischen Militärhauptquartier Northwood in London.

Das von Großbritannien und Frankreich ausgerichtete zweitägige Planungstreffen folgt auf eine internationale Konferenz in der französischen Hauptstadt in der vergangenen Woche.

London und Paris wollen einen neutralen Marineeinsatz organisieren, der sich klar von den Kriegsparteien abgrenzt, um Handelsschiffe zu begleiten und zu sichern. Auch Deutschland erwägt einen Beitrag zur Minenräumung und Seeaufklärung.

21. April, 22.47 Uhr: Waffenruhe soll verlängert werden

Die Waffenruhe mit dem Iran soll nicht in der Nacht auf Mittwoch enden. US-Präsident Donald Trump hat auf der Plattform Truth Social eine Verlängerung angekündigt - und zugleich seinen Standpunkt deutlich gemacht.

Eine iranische Reaktion steht noch aus.

21. April, 22.31 Uhr: USA verhängen Sanktionen gegen Irans Waffen-Netzwerk

Die USA haben ein Netzwerk zur Beschaffung von Waffen und Komponenten für den Iran mit Sanktionen belegt. Das Finanzministerium setzte nach eigenen Angaben 14 Personen, Firmen und Flugzeuge auf die Sanktionsliste. 

Betroffen sind den Angaben zufolge Akteure im Iran, in der Türkei und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie sollen an der Beschaffung oder dem Transport von Material für Irans Raketen- und Drohnenprogramme beteiligt gewesen sein. Im Fokus stehen unter anderem Bauteile für Drohnen sowie Vorprodukte für Raketentreibstoff. 

Titelfoto: Asghar Besharati/AP/dpa

Mehr zum Thema Israel Krieg: