Nahost-Konflikt: Iran bestätigt mögliches Treffen mit den USA

Nahost - Erstmals seit rund einem Jahr ist der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen teils wieder für den Personenverkehr geöffnet.

Mit der Öffnung des Grenzübergangs sollen verwundete Menschen aus Gaza ausreisen können. Gleichermaßen sollen nach Ägypten geflüchtete Palästinenser zurückkehren können. (Archivbild)
Mit der Öffnung des Grenzübergangs sollen verwundete Menschen aus Gaza ausreisen können. Gleichermaßen sollen nach Ägypten geflüchtete Palästinenser zurückkehren können. (Archivbild)  © Ahmed abudraa/AP/dpa

Der Übergang sei offiziell in Betrieb, berichtete der staatsnahe ägyptische Fernsehsender Al-Kahira News, auch israelische Sicherheitskreise bestätigten den Schritt.

Damit soll die Ausreise von kranken und verletzten Palästinensern aus Gaza wieder möglich werden wie auch die Rückkehr von im Krieg geflüchteten Menschen.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

2. Februar, 13.11 Uhr: EU unterstützt palästinensische Grenzschützer in Rafah

Die EU hat die Öffnung des Grenzübergangs Rafah für Personenverkehr als weiteren konkreten und positiven Schritt zur Umsetzung des Gaza-Friedensplans begrüßt.

Experten der zivilen EU-Mission seien vor Ort, um den Betrieb des Grenzübergangs zwischen Gaza und Ägypten zu überwachen und die palästinensischen Grenzschutzkräfte zu unterstützen, teilte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mit. Für kranke und verwundete Menschen aus dem Gazastreifen sei die Wiederöffnung lebenswichtig. Zudem werde sie es Familien ermöglichen, nach viel zu langer Trennung wieder zusammenzukommen.

"Praktische Schritte wie diese helfen, den Waffenruheplan voranzubringen, und müssen fortgesetzt werden", erklärte Kallas. Sie betonte, dass die Menschen im Gazastreifen weiterhin dringend auf Hilfe angewiesen seien und der Wiederaufbau des Küstenstreifens von der Entwaffnung der islamistischen Hamas abhängen werde.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (48).
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (48).  © Philipp von Ditfurth/dpa

2. Februar, 11.56 Uhr: Iran bestätigt mögliches Treffen mit den USA

Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran wollen Regierungsvertreter beider Länder einem iranischen Bericht zufolge neue Verhandlungen aufnehmen.

In den kommenden Tagen sei ein Treffen voraussichtlich zwischen Außenminister Abbas Araghtschi (63) und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff (68) geplant, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden im Iran nahesteht. Eine Bestätigung aus den USA stand zunächst aus.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) trifft sich in den kommenden Tagen wohl mit einem US-Vertreter. (Archivbild)
Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) trifft sich in den kommenden Tagen wohl mit einem US-Vertreter. (Archivbild)  © Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa

2. Februar, 9.49 Uhr: Iran bestellt europäische Botschafter ein

Der Iran hat nach eigenen Angaben in Reaktion auf den EU-Beschluss, die iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation einzustufen, alle Botschafter europäischer Länder einbestellt.

"Gestern und heute wurden alle europäischen Länder und EU-Mitgliedstaaten mit Botschaften in Teheran ins Außenministerium einbestellt", sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai bei einer Pressekonferenz. Es sei das "Mindeste", weitere Reaktionen würden folgen.

2. Februar, 8.50 Uhr: Grenzübergang Rafah teils für Personenverkehr geöffnet

Erstmals seit rund einem Jahr ist der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen teils wieder für den Personenverkehr geöffnet.

Der Übergang sei offiziell in Betrieb, berichtete der staatsnahe ägyptische Fernsehsender Al-Kahira News. Auch israelische Sicherheitskreise bestätigten den Schritt.

2. Februar, 8.31 Uhr: Iran telefoniert mit Türkei, Saudi-Arabien und Ägypten

Irans Außenminister Abbas Araghtschi (63) hat mit seinen Amtskollegen in Saudi-Arabien, Ägypten und der Türkei telefoniert.

In den separaten Gesprächen habe der Minister die "jüngsten regionalen und internationalen Entwicklungen" besprochen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Am Freitag war Araghtschi angesichts der militärischen Spannungen mit den USA zu Gesprächen in die Türkei gereist. US-Präsident Donald Trump (79) hatte dem Iran Anfang Januar mit einem Eingreifen gedroht, nachdem die Staatsmacht brutal gegen Massenproteste vorgegangen war.

1. Februar, 20.15 Uhr: Israel will Einsatz von Ärzte ohne Grenzen in Gaza stoppen

Israel will Einsätze von Ärzte ohne Grenzen (MSF) im Gazastreifen unterbinden. Das Diaspora-Ministerium teilte mit, man habe "Schritte zur Beendigung der Tätigkeit von Ärzte ohne Grenzen im Gazastreifen" eingeleitet.

Anlass sei der Verstoß gegen ein neues Registrierungsverfahren: MSF habe keine Listen palästinensischer Ortskräfte vorgelegt. Die Organisation müsse den Gazastreifen deshalb bis zum 28. Februar verlassen, heißt es in der Mitteilung.

Das Registrierungsverfahren ziele darauf ab, "legitime humanitäre Arbeit zu ermöglichen und zugleich den Missbrauch humanitärer Strukturen für feindliche Aktivitäten und Terrorismus zu verhindern". Diese Vorschrift gelte für alle in der Region tätigen humanitären Organisatione

Zahlreiche Menschen in Gaza sind verletzt.
Zahlreiche Menschen in Gaza sind verletzt.  © Jehad Alshrafi/AP/dpa

1. Februar, 13.06 Uhr: Wadephul - Lassen uns vom Iran nicht einschüchtern

Außenminister Johann Wadephul (62) hat die Bezeichnung europäischer Armeen als terroristische Gruppen durch den Iran als "haltlos und propagandistisch" zurückgewiesen.

"Wir lassen uns in unserer Haltung nicht einschüchtern", sagte Wadephul vor dem Start zu einer Reise nach Südostasien und in die Pazifik-Region.

1. Februar, 11 Uhr: Irans oberster Führer warnt USA vor regionalem Krieg

Irans oberster Führer hat im Falle eines US-Angriffs vor einem regionalen Krieg gewarnt.

"Die Amerikaner sollen wissen, wenn sie einen Krieg vom Zaun brechen, wird es dieses Mal ein regionaler Krieg sein", sagte Ajatollah Ali Chamenei der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge.

1. Februar, 7.35 Uhr: Iran erklärt EU-Streitkräfte zu "terroristischen Gruppen"

Der Iran hat die Streitkräfte der EU-Mitgliedsstaaten zu "terroristischen Gruppen" erklärt.

Dies gab der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf am Sonntag vor dem Parlament in Teheran bekannt, ohne weitere Folgen der Entscheidung zu erklären. Der Schritt erfolgte wenige Tage nachdem die EU-Außenminister die Iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation eingestuft hatten.

Streitkräfte der EU-Mitgliedsstaaten sind für den Iran jetzt "terroristische Gruppen". (Symbolfoto)
Streitkräfte der EU-Mitgliedsstaaten sind für den Iran jetzt "terroristische Gruppen". (Symbolfoto)  © Markus Lenhardt/dpa

1. Februar, 7.22 Uhr: Übergang zwischen Ägypten und Gaza soll begrenzt öffnen

Der seit fast einem Jahr geschlossene Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen soll am Sonntag wieder begrenzt für den Personenverkehr öffnen.

Damit könnten nach langer Wartezeit wieder Palästinenser über Rafah aus dem Kriegsgebiet aus- und unter bestimmten Bedingungen auch einreisen. Israels zuständige Cogat-Behörde sowie die Armee hatten den Schritt am Freitag angekündigt. Hilfslieferungen sollen aber unverändert über andere Grenzübergänge nach Gaza kommen.

Titelfoto: Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa

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