Nahost-Konflikt: Iran verteidigt sich laut Sicherheitschef, bis USA den Krieg bereuen

Iran - Während US-Präsident Donald Trump (79) erneut ein baldiges Ende des Iran-Krieges in Aussicht stellt, nehmen die iranischen Streitkräfte immer stärker die Energiewirtschaft in der Golfregion ins Visier.

Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf.  © Altaf Qadri/AP/dpa

Mit den Attacken will die Regierung in Teheran die Kosten für eine Fortsetzung des Krieges in die Höhe treiben.

Wegen der Blockade der für die Schifffahrt äußerst wichtigen Straße von Hormus war der Ölpreis zuletzt auf den höchsten Stand seit Sommer 2022 gestiegen.

Der Krieg mit dem Iran könnte nach den Worten von US-Präsident Trump schon "bald" enden.

Israel Krieg Nahost-Konflikt: Minen in der Straße von Hormus? Trump droht dem Iran

Es gebe "praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte", zitierte ihn das US-Nachrichtenportal "Axios" nach einem Telefoninterview. Das israelische Militär hingegen erklärte, es habe noch eine umfangreiche Liste an Zielen im Iran.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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12. März, 22.26 Uhr: Chamenei ist laut Netanjahu "Marionette der Revolutionsgarden"

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) hat den neuen obersten Führer des Irans, Modschtaba Chamenei (56), als "Marionette der Revolutionsgarden" bezeichnet. Der Religionsführer könne "sein Gesicht nicht in der Öffentlichkeit zeigen", sagte Netanjahu bei einer Pressekonferenz.

Chamenei junior soll bei einem israelischen Angriff im Iran verletzt worden sein. Netanjahu deutete mögliche weitere Tötungsversuche an, indem er sagte, er würde "keine Lebensversicherungen" für die Feinde Israels abschließen.

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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) droht dem neuen obersten Führer des Irans, Modschtaba Chamenei (56), mit dem Tod.  © Leo Correa/AP/dpa

12. März, 22.19 Uhr: Straße von Hormus bleibt laut Revolutionsgarden geschlossen

Die iranischen Revolutionsgarden halten an ihrer Blockade der Straße von Hormus im Persischen Golf fest. Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut der ihr nahe stehenden Nachrichtenagentur Fars, dass sie einer Anweisung des neuen Religionsführers Modschtaba Chamenei folge.

Alle Tanker und Schiffe, die im Persischen Golf und in der Straße von Hormus unterwegs seien, müssten zu ihrer eigenen Sicherheit die iranischen Vorschriften beachten, hieß es weiter.

Die Garden wollen nach eigenen Angaben auch ihre Angriffe gegen Ziele der USA und Israels in der Region "mit voller Kraft" fortsetzen.

Ein Öltanker brennt nach einem iranischen Treffer in der Schiff-zu-Schiff-Umschlagzone im Hafen von Khor al-Zubair in der Nähe von Basra, Irak.  © Uncredited/AP/dpa

12. März, 22.13 Uhr: Reiche warnt vor ökonomischen Folgen bei längerer Dauer des Iran-Kriegs

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) hat vor negativen wirtschaftlichen Folgen bei einer längeren Fortdauer des Iran-Kriegs gewarnt.

"Aus ökonomischer Sicht wird viel davon abhängen, wie lange die Straße von Hormus unpassierbar bleibt", sagte Reiche in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem Handelsblatt. Derartige äußere Einflüsse führten zu Unsicherheiten und seien "nie gut für die Wirtschaft".

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) warnt vor einem langen Iran-Krieg.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

12. März, 22.05 Uhr: Israelische Armee will Kontrollposten der Basidsch-Miliz in Teheran angegriffen haben

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben Angriffe gegen Kontrollposten der Basidsch-Miliz in Teheran geflogen.

"In den vergangenen 24 Stunden (...) hat die israelische Luftwaffe Straßensperren und Basidsch-Mitglieder ins Visier genommen", teilten die israelischen Streitkräfte am Donnerstag mit.

12. März, 21.02 Uhr: Irans Militär droht USA mit der Zerstörung regionaler Energieanlagen

Die iranischen Revolutionsgarden warnen vor Angriffen auf den Energiesektor und die Häfen des Landes.

Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut Nachrichtenagentur Tasnim, der Iran werde im Fall des geringsten Angriffes die Öl- und Gasvorkommen der Region, an denen die Vereinigten Staaten und ihre westlichen Verbündeten ein berechtigtes Interesse haben, in Brand setzen und zerstören.

12. März, 20.49 Uhr: Iran verteidigt sich laut Sicherheitschef, bis USA den Krieg bereuen

Der Iran will sich nach den Worten seines Sicherheitschefs Ali Laridschani (67) so lange gegen Angriffe verteidigen, bis die USA ihre "schwere Fehlkalkulation" bereuten, einen Krieg gegen die Islamische Republik begonnen zu haben.

"Einen Krieg zu beginnen, ist zwar leicht, aber er lässt sich nicht mit ein paar Tweets gewinnen", erklärte Laridschani im Onlinedienst X mit Blick auf US-Präsident Donald Trump. Der Iran werde "nicht nachlassen", bis die USA ihr Vorgehen bereuten.

Irans Sicherheitschef Ali Laridschani (67) denkt gar nicht ans Aufgeben.  © Uncredited/AP/dpa

12. März, 18.26 Uhr: Irans Vizeaußenminister weist Vorwurf der Verminung der Straße von Hormus zurück

Der Iran legt nach den Worten von Vizeaußenminister Madschid Tacht-Rawantschi keine Seeminen in der strategisch und wirtschaftlich bedeutsamen Straße von Hormus.

Auf die Frage, ob von Seiten der Islamischen Republik in der Meerenge Minen gelegt würden, sagte Tacht-Rawantschi der Nachrichtenagentur AFP in Teheran: "Überhaupt nicht. Das stimmt nicht." US-Präsident Donald Trump (79) hatte am Mittwoch gesagt, die Vereinigten Staaten hätten 28 iranische Minenleger-Schiffe angegriffen.

Ein Schiff der Marine der Vereinigten Arabischen Emirate patrouilliert neben Frachtschiffen und Öltankern in der Straße von Hormus.  © Altaf Qadri/AP/dpa

12. März, 18.17 Uhr: Mehr als 1000 Menschen mit Sonderflügen zurückgeholt

Seit Beginn des Kriegs im Iran sind bereits mehr als 1000 Menschen mit Sonderflügen des Auswärtigen Amtes aus dem Nahen Osten nach Deutschland zurückgekehrt.

Wie es aus dem Auswärtigen Amt hieß, habe man bislang vier Sonderflüge aus Maskat im Oman und einen Sonderflug aus Riad in Saudi-Arabien organisiert. Diese seien für vulnerable Menschen, die sich im Oman, in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und in Katar befanden, gewesen. Sie wurden mit entsprechenden Bustransporten nach Maskat und Riad gebracht.

12. März, 18.01 Uhr: Libanon-Einsatz wird laut Israels Armeechef nicht kurz sein

Israels Militär bereitet sich nach den Worten von Generalstabschef Ejal Zamir auf eine längere militärische Auseinandersetzung mit der libanesischen Hisbollah-Miliz vor.

"Dieser Einsatz wird nicht kurz sein", sagte Zamir nach einer Lageeinschätzung im Norden Israels. Er kündigte zudem an, zusätzliche Truppen an die israelisch-libanesische Grenze zu verlegen.

12. März, 17.59 Uhr: USA wollen 6000 Ziele im Iran angegriffen haben

Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn nach eigenen Angaben etwa 6.000 Ziele angegriffen.

Auch mehr als 90 Schiffe seien beschädigt oder zerstört worden, darunter mehr als 30 Minenleger, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit.

12. März, 17.49 Uhr: Israel greift erneut im Zentrum Beiruts an

Das israelische Militär hat erneut im Herzen der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Über Opfer war zunächst nichts bekannt.

Das israelische Militär hatte zuvor einen Evakuierungsaufruf für ein Gebäude im Beiruter Stadtviertel Baschura herausgegeben. Daraufhin wurde das Gebäude zweimal aus der Luft getroffen, wie auf Live-Aufnahmen im libanesischen Fernsehen zu sehen war.

Rauch steigt aus einem von einem israelischen Angriff getroffenen Gebäude im Zentrum von Beirut auf.  © Bilal Hussein/AP/dpa

12. März, 16.39 Uhr: Zwei Verletzte bei Brand auf US-Flugzeugträger

Bei einem Brand auf dem US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford", der derzeit in der Nahost-Region unterwegs ist, sind zwei Besatzungsmitglieder verletzt worden.

Nach Angaben der Marine vom Donnerstag hatte der Vorfall keinen Bezug zum Iran-Krieg.

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