Iran - Während US-Präsident Donald Trump (79) erneut ein baldiges Ende des Iran-Krieges in Aussicht stellt, nehmen die iranischen Streitkräfte immer stärker die Energiewirtschaft in der Golfregion ins Visier.
Mit den Attacken will die Regierung in Teheran die Kosten für eine Fortsetzung des Krieges in die Höhe treiben.
Wegen der Blockade der für die Schifffahrt äußerst wichtigen Straße von Hormus war der Ölpreis zuletzt auf den höchsten Stand seit Sommer 2022 gestiegen.
Der Krieg mit dem Iran könnte nach den Worten von US-Präsident Trump schon "bald" enden.
Es gebe "praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte", zitierte ihn das US-Nachrichtenportal "Axios" nach einem Telefoninterview. Das israelische Militär hingegen erklärte, es habe noch eine umfangreiche Liste an Zielen im Iran.
Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.
12. März, 22.26 Uhr: Chamenei ist laut Netanjahu "Marionette der Revolutionsgarden"
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) hat den neuen obersten Führer des Irans, Modschtaba Chamenei (56), als "Marionette der Revolutionsgarden" bezeichnet. Der Religionsführer könne "sein Gesicht nicht in der Öffentlichkeit zeigen", sagte Netanjahu bei einer Pressekonferenz.
Chamenei junior soll bei einem israelischen Angriff im Iran verletzt worden sein. Netanjahu deutete mögliche weitere Tötungsversuche an, indem er sagte, er würde "keine Lebensversicherungen" für die Feinde Israels abschließen.
12. März, 22.19 Uhr: Straße von Hormus bleibt laut Revolutionsgarden geschlossen
Die iranischen Revolutionsgarden halten an ihrer Blockade der Straße von Hormus im Persischen Golf fest. Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut der ihr nahe stehenden Nachrichtenagentur Fars, dass sie einer Anweisung des neuen Religionsführers Modschtaba Chamenei folge.
Alle Tanker und Schiffe, die im Persischen Golf und in der Straße von Hormus unterwegs seien, müssten zu ihrer eigenen Sicherheit die iranischen Vorschriften beachten, hieß es weiter.
Die Garden wollen nach eigenen Angaben auch ihre Angriffe gegen Ziele der USA und Israels in der Region "mit voller Kraft" fortsetzen.
12. März, 22.13 Uhr: Reiche warnt vor ökonomischen Folgen bei längerer Dauer des Iran-Kriegs
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) hat vor negativen wirtschaftlichen Folgen bei einer längeren Fortdauer des Iran-Kriegs gewarnt.
"Aus ökonomischer Sicht wird viel davon abhängen, wie lange die Straße von Hormus unpassierbar bleibt", sagte Reiche in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem Handelsblatt. Derartige äußere Einflüsse führten zu Unsicherheiten und seien "nie gut für die Wirtschaft".
12. März, 22.05 Uhr: Israelische Armee will Kontrollposten der Basidsch-Miliz in Teheran angegriffen haben
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben Angriffe gegen Kontrollposten der Basidsch-Miliz in Teheran geflogen.
"In den vergangenen 24 Stunden (...) hat die israelische Luftwaffe Straßensperren und Basidsch-Mitglieder ins Visier genommen", teilten die israelischen Streitkräfte am Donnerstag mit.
12. März, 21.02 Uhr: Irans Militär droht USA mit der Zerstörung regionaler Energieanlagen
Die iranischen Revolutionsgarden warnen vor Angriffen auf den Energiesektor und die Häfen des Landes.
Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut Nachrichtenagentur Tasnim, der Iran werde im Fall des geringsten Angriffes die Öl- und Gasvorkommen der Region, an denen die Vereinigten Staaten und ihre westlichen Verbündeten ein berechtigtes Interesse haben, in Brand setzen und zerstören.
12. März, 20.49 Uhr: Iran verteidigt sich laut Sicherheitschef, bis USA den Krieg bereuen
Der Iran will sich nach den Worten seines Sicherheitschefs Ali Laridschani (67) so lange gegen Angriffe verteidigen, bis die USA ihre "schwere Fehlkalkulation" bereuten, einen Krieg gegen die Islamische Republik begonnen zu haben.
"Einen Krieg zu beginnen, ist zwar leicht, aber er lässt sich nicht mit ein paar Tweets gewinnen", erklärte Laridschani im Onlinedienst X mit Blick auf US-Präsident Donald Trump. Der Iran werde "nicht nachlassen", bis die USA ihr Vorgehen bereuten.
12. März, 18.26 Uhr: Irans Vizeaußenminister weist Vorwurf der Verminung der Straße von Hormus zurück
Der Iran legt nach den Worten von Vizeaußenminister Madschid Tacht-Rawantschi keine Seeminen in der strategisch und wirtschaftlich bedeutsamen Straße von Hormus.
Auf die Frage, ob von Seiten der Islamischen Republik in der Meerenge Minen gelegt würden, sagte Tacht-Rawantschi der Nachrichtenagentur AFP in Teheran: "Überhaupt nicht. Das stimmt nicht." US-Präsident Donald Trump (79) hatte am Mittwoch gesagt, die Vereinigten Staaten hätten 28 iranische Minenleger-Schiffe angegriffen.
12. März, 18.17 Uhr: Mehr als 1000 Menschen mit Sonderflügen zurückgeholt
Seit Beginn des Kriegs im Iran sind bereits mehr als 1000 Menschen mit Sonderflügen des Auswärtigen Amtes aus dem Nahen Osten nach Deutschland zurückgekehrt.
Wie es aus dem Auswärtigen Amt hieß, habe man bislang vier Sonderflüge aus Maskat im Oman und einen Sonderflug aus Riad in Saudi-Arabien organisiert. Diese seien für vulnerable Menschen, die sich im Oman, in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und in Katar befanden, gewesen. Sie wurden mit entsprechenden Bustransporten nach Maskat und Riad gebracht.
12. März, 18.01 Uhr: Libanon-Einsatz wird laut Israels Armeechef nicht kurz sein
Israels Militär bereitet sich nach den Worten von Generalstabschef Ejal Zamir auf eine längere militärische Auseinandersetzung mit der libanesischen Hisbollah-Miliz vor.
"Dieser Einsatz wird nicht kurz sein", sagte Zamir nach einer Lageeinschätzung im Norden Israels. Er kündigte zudem an, zusätzliche Truppen an die israelisch-libanesische Grenze zu verlegen.
12. März, 17.59 Uhr: USA wollen 6000 Ziele im Iran angegriffen haben
Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn nach eigenen Angaben etwa 6.000 Ziele angegriffen.
Auch mehr als 90 Schiffe seien beschädigt oder zerstört worden, darunter mehr als 30 Minenleger, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit.
12. März, 17.49 Uhr: Israel greift erneut im Zentrum Beiruts an
Das israelische Militär hat erneut im Herzen der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Über Opfer war zunächst nichts bekannt.
Das israelische Militär hatte zuvor einen Evakuierungsaufruf für ein Gebäude im Beiruter Stadtviertel Baschura herausgegeben. Daraufhin wurde das Gebäude zweimal aus der Luft getroffen, wie auf Live-Aufnahmen im libanesischen Fernsehen zu sehen war.
12. März, 16.39 Uhr: Zwei Verletzte bei Brand auf US-Flugzeugträger
Bei einem Brand auf dem US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford", der derzeit in der Nahost-Region unterwegs ist, sind zwei Besatzungsmitglieder verletzt worden.
Nach Angaben der Marine vom Donnerstag hatte der Vorfall keinen Bezug zum Iran-Krieg.
12. März, 15.34 Uhr: Gas- und Ölversorgung in EU weiter stabil
Auch gut anderthalb Wochen nach Beginn des Iran-Krieges ist die Versorgung der Europäischen Union mit Öl und Gas nach Angaben aus der EU sichergestellt.
Aus den Treffen der jeweiligen EU-Expertengruppen zu beiden Rohstoffen ging einer Sprecherin der EU-Kommission zufolge hervor, dass derzeit keine Sorge um einen Engpass bestehe. Die Situation müsse aber im Blick behalten werden. Beim Gas gehe es vor allem um Preisfragen.
12. März, 15.26 Uhr: Israel fordert weitere Bewohner im Südlibanon zur Flucht auf
Israels Armee hat die Bewohner eines großen Gebiets im Süden des Libanons zur Flucht aufgerufen.
Das Militär richtete auf seinem arabischsprachigen Kanal auf der Plattform X eine dringende Warnung an die Menschen, den Bereich südlich des Sahrani-Flusses – etwa 40 Kilometer von der israelisch-libanesischen Grenze – zu verlassen.
12. März, 15.23 Uhr: Hoher Ölpreis ist laut Trump gut für die USA
Die deutlich gestiegenen Ölpreise sind nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump (79) gut für die USA.
"Die Vereinigten Staaten sind mit Abstand der größte Ölproduzent der Welt. Wenn also die Ölpreise steigen, verdienen wir viel Geld", teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Trump hatte im Wahlkampf damit geworben, die Energiepreise im Land deutlich zu senken. Infolge des Kriegs im Iran sind die Benzinpreise in den USA allerdings auf das höchste Niveau seit Sommer 2024 gestiegen.
12. März, 15.15 Uhr: Chamenei ruft zu fortgesetzter Blockade der Straße von Hormus auf
In seiner ersten Botschaft seit seiner Ernennung hat der neue oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei (56) , zu einer fortgesetzten Blockade der vor allem für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus aufgerufen.
"Der Hebel der Blockade der Straße von Hormus muss auf jeden Fall genutzt werden", hob Chamenei in seiner am Donnerstag von einer Journalistin des iranischen Staatsfernsehens verlesenen Ansprache hervor.
12. März, 15 Uhr: Noch keine Schiffs-Eskorte durch Straße von Hormus möglich
Die USA sind nach Angaben von Energieminister Chris Wright (61) aktuell noch nicht in der Lage, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren.
Die Marine werde das relativ bald tun können, gerade sei das aber noch nicht möglich, sagte Wright dem Sender CNBC. "Wir sind einfach noch nicht bereit." Alle militärischen Ressourcen der USA seien aktuell darauf ausgerichtet, die offensiven Fähigkeiten des Irans zu zerstören. Er halte es für wahrscheinlich, dass die US-Marine bis Ende des Monats einige Schiffe durch die Meerenge eskortieren könne, sagte Wright.
12. März, 14.34 Uhr: Irans neuer oberster Führer will Rache für Kriegsopfer
Irans neuer Religionsführer und Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei hat in einer ersten Stellungnahme Rache für die Kriegsopfer gefordert.
Der 56-jährige Kleriker betonte die Notwendigkeit von Vergeltung, insbesondere für die bei einem Luftangriff getöteten Schülerinnen, wie es in einer Erklärung des Geistlichen hieß, die im Staatsfernsehen verlesen wurde.
12. März, 14.13 Uhr: Israel droht Libanon mit Gebietseinnahme
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat dem Nachbarland Libanon mit der Ausweitung des israelischen Armeeeinsatzes dort sowie mit der Einnahme von Gebieten gedroht.
Sollte die libanesische Regierung nicht in der Lage sein, die Hisbollah davon abzuhalten, auf israelische Ortschaften zu feuern, werde Israels Armee "das Gebiet einnehmen und die Sache selbst in die Hand nehmen", sagte er nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit hochrangigen Armee- und Geheimdienstvertretern. Er habe den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun diese Warnung überbracht.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Katz haben die Armee den Angaben zufolge bereits angewiesen, sich auf "eine Ausweitung ihrer Aktivitäten im Libanon vorzubereiten".
12. März, 8.51 Uhr: Schiitische Milizen im Irak melden Tote
Im Irak haben mit dem Iran verbündete Milizen einen amerikanisch-israelischen Luftangriff im Westen des Landes gemeldet. Dabei habe es Opfer unter den Mitgliedern der Milizen gegeben.
Örtlichen Medienberichten zufolge wurden 27 Kämpfer der sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF) in der irakischen Provinz Anbar getötet und mehr als 60 weitere verletzt. Das Hauptquartier der Miliz in der Gegend nahe der Grenze zu Syrien sowie mehrere Fahrzeuge seien zerstört worden, hieß es.
Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig geprüft werden. Die irakische Regierung in Bagdad sowie die USA und Israel äußerten sich nicht dazu.
12. März, 8.12 Uhr: Israels Luftangriffe in Teheran schüren Angst vor Chaos
Neue Bombardierungen der israelischen Luftwaffe in Irans Hauptstadt Teheran haben Sorgen vor Chaos ausgelöst.
Am späten Mittwochabend kam es zu einer der heftigsten Angriffswellen des Krieges, wie Bewohner der Millionenmetropole berichteten. Dabei wurden den Angaben nach erstmals auch Ziele auf offener Straße in der dicht besiedelten Großstadt bombardiert. Mehrere Kontrollposten der iranischen Sicherheitskräfte sollen angegriffen worden sein.
Rund zehn Sicherheitskräfte seien am Mittwochabend ums Leben gekommen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Es handele sich um eine vorläufige Zahl. Laut der Nachrichtenagentur, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, kam es in Teheran zu mehreren Explosionen sowie zu nicht näher beschriebenen "Zusammenstößen". Die Agentur warf dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad vor, Kräfte in das Land eingeschleust zu haben.
12. März, 6.16 Uhr: Israel greift Kommandozentralen der Hisbollah im Libanon an
Derweil zerstörten die israelischen Streitkräfte bei einer heftigen Angriffswelle auf den Libanon nach eigenen Angaben Dutzende Stellungen der proiranischen Hisbollah.
Innerhalb von 30 Minuten habe die Luftwaffe in den als Dahija bekannten Vororten der Hauptstadt Beirut zehn Ziele angegriffen, darunter ein Hauptquartier des Hisbollah-Geheimdienstes, die Zentrale der Eliteeinheit Radwan und weitere Kommandozentralen, teilte das israelische Militär mit.
Demnach griffen die Streitkräfte auch zahlreiche Raketenabschussrampen und Dutzende Hisbollah-Kämpfer an, die den Angaben zufolge Attacken auf Israel vorbereiteten. Nach Hinweisen von israelischen Bodentruppen nahm die Luftwaffe darüber hinaus über 20 Ziele in verschiedenen Teilen des Libanons unter Beschuss, wie es in der Mitteilung weiter hieß. Zuvor hatte die Hisbollah den Norden von Israel mit Raketen angegriffen.
12. März, 6.14 Uhr: Schweiz schließt Botschaft im Iran, die auch US-Interessen vertritt
Die Schweiz schließt ihre Botschaft in Teheran nach eigenen Angaben wegen eines "steigenden Sicherheitsrisikos" vorübergehend.
Die Schweiz vertritt im Iran seit Jahrzehnten auch die Interessen Washingtons. Die US-Regierung respektiere die Entscheidung und sei der Botschaft und den Mitarbeitern zu tiefem Dank verpflichtet, erklärte die US-Vertretung in Bern.
Die Schweiz agiert als sogenannte Schutzmacht der USA im Iran. Sie vertritt dort seit dem Abbruch der amerikanisch-iranischen Beziehungen die Interessen der USA. Sie übermittelt Botschaften zwischen beiden Ländern und betreut bei Bedarf amerikanische Staatsbürger.
12. März, 6.12 Uhr: Neue Angriffe auch in den Emiraten und in Saudi-Arabien
Die Vereinigten Arabischen Emirate erklärten am frühen Morgen, die Luftabwehr bekämpfe eine Bedrohung durch Raketen.
In Dubai stürzte in der Nacht zudem eine Drohne auf ein Wohngebäude. Ein Brand wurde unter Kontrolle gebracht, niemand wurde verletzt, wie die Behörden mitteilten.
Saudi-Arabien meldete in der Nacht, dass im Osten des Landes 18 Drohnen abgefangen und zerstört worden seien. Das kuwaitische Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr des Golfstaats habe eine Reihe feindlicher Drohnen abgefangen, die in den Luftraum im Norden des Landes eingedrungen seien.
12. März, 6.09 Uhr: Brand nach Beschuss von thailändischem Frachter
Ein unter thailändischer Flagge fahrender Frachter wurde nahe der Straße von Hormus von iranischen Raketen getroffen.
Die "Mayuree Naree", die von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Indien unterwegs war, sei von zwei Geschossen oberhalb der Wasserlinie getroffen worden, wodurch am Heck und im Maschinenraum ein Brand ausgelöst wurde, teilte die thailändische Marine mit.
Von den 23 thailändischen Besatzungsmitgliedern konnten 20 von der Marine Omans in Sicherheit gebracht werden, während drei Seeleute nach Angaben der Reederei Precious Shipping wahrscheinlich zunächst im Maschinenraum eingeschlossen blieben.
12. März, 6.08 Uhr: Irak meldet einen Toten bei Angriff auf Öltanker
Bei einem Angriff auf zwei Öltanker im Persischen Golf kam nach Angaben der irakischen Regierung mindestens ein Mensch ums Leben.
Die Attacke in irakischen Hoheitsgewässern stelle eine Verletzung der Souveränität des Landes dar, zitierte staatliche Nachrichtenagentur INA einen Militärsprecher. Sechs Schiffe wurden demnach entsandt, um der Besatzung der beiden Tanker zu helfen.
38 Crew-Mitglieder seien geborgen worden, darunter ein Toter, sagte der Militärsprecher weiter. Die Hafenverwaltung stellte daraufhin den Betrieb der Ölterminals des Landes bis auf weiteres ein.
12. März, 6.06 Uhr: Treibstofftanks in Bahrain und Oman in Flammen
In Bahrain griff der Iran nach Angaben örtlicher Behörden Treibstofflager nahe dem internationalen Flughafen an.
Unklar war zunächst, ob es sich bei den betroffenen Treibstofflagern um die Kerosindepots des Flughafens am Rande der Hauptstadt Manama oder eine andere Einrichtung handelte. Die Bewohner des Inselstaats im Persischen Golf wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu begeben.
Die Menschen in den Vierteln in der Nähe des Flughafens sollten zu Hause bleiben und die Fenster geschlossen halten, teilte das Innenministerium mit. Im Oman wurden Treibstofftanks im Hafen von Salala mutmaßlich von iranischen Drohnen getroffen.
11. März, 22.19 Uhr: Irans Präsident fordert Garantien für Kriegsende
Irans Präsident Massud Peseschkian hat Bedingungen für ein mögliches Kriegsende formuliert.
Der einzige Weg zu einem Stopp der Kämpfe seien "feste internationale Garantien" für ein dauerhaftes Ende aller Angriffe, schrieb er auf X. Peseschkian forderte außerdem Reparationszahlungen. Zudem müssten die "legitimen Rechte des Irans" anerkannt werden.
Welche Rechte er konkret meint, sagte Peseschkian nicht. Beobachter der iranischen Innenpolitik gehen davon aus, dass er auf die Wahl des neuen obersten Führers und dessen internationale Anerkennung anspielt.
11. März, 19.01 Uhr: Trump über Iran: Gibt "praktisch nichts mehr" zum Angreifen
Der Krieg mit dem Iran könnte nach den Worten von US-Präsident Donald Trump schon "bald" enden. Es gebe "praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte", zitierte ihn das US-Nachrichtenportal "Axios" nach einem Telefoninterview. Wann immer er wolle, dass der Krieg ende, werde er enden, behauptete Trump demnach.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erteilte Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Krieges dagegen eine Absage: "Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, solange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist", sagte er nach Angaben seines Büros bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.
11. März, 18.37 Uhr: Erneut Dutzende Tote im Libanon
Im Libanon sind nach Behördenangaben im Laufe des Tages erneut Dutzende Menschen durch israelische Angriffe getötet worden.
64 Menschen seien getötet und 142 verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Seit Ausbruch der jüngsten Eskalation wurden demnach im Libanon bisher 634 Menschen getötet und 1586 weitere verletzt.
Das israelische Militär griff nach libanesischen Angaben erneut im Süden des Landes an. Allein bei einem Angriff auf Tebnine unweit der israelischen Grenze seien acht Menschen getötet worden. Am frühen Morgen hatte die israelische Armee bereits im Zentrum der Hauptstadt Beirut angegriffen.
11. März, 16 Uhr: UN-Hilfskoordinator prangert Milliardenkosten des Iran-Kriegs an
Die Milliarden-Kosten des Kriegs im Nahen und Mittleren Osten sind aus Sicht des UN-Nothilfekoordinators Tom Fletcher beschämend hoch im Vergleich zu den globalen humanitären Spenden.
Der Krieg koste eine Milliarde US-Dollar (864 Millionen Euro) pro Tag, sagte der Chef der humanitären UN-Helfer in Genf.
Er empfinde Scham angesichts dieser Geldmenge, mit der man auch Millionen Leben retten könnte. "Die Entwicklungen der letzten zwei Wochen sind ein weiterer Beweis, dass wir in einer Zeit der Brutalität, Straflosigkeit und Gleichgültigkeit leben", sagte er.
11. März, 9.59 Uhr: Israel greift im Stadtzentrum von Beirut an
Im Libanon sind bei israelischen Luftangriffen im Stadtzentrum von Beirut nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden.
Das sagte der zuständige Behördenvertreter Journalisten. Libanesische Medien zeigten mehrere zerstörte Stockwerke des Wohngebäudes nach dem Angriff am frühen Morgen. Das libanesische Gesundheitsministerium berichtete zunächst von vier Verletzten.
Israels Armee teilte mit, sie habe erneut Ziele im Süden von Beirut beschossen. Ziel seien Kommandozentren der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz sowie Einrichtungen in dem Vorort Dahije in denen die Hisbollah Waffen lagerte, hieß es in einer Mitteilung.
11. März, 9.52 Uhr: Irans Militärführung erklärt Banken zu legitimen Zielen
Nach einem Luftangriff auf eine iranische Bank hat Irans Militärführung Vergeltung angedroht.
Mit dieser "illegitimen und unüblichen Handlung im Krieg" habe der Feind wirtschaftliche Zentren und Banken der USA und Israels selbst zum Ziel erklärt, berichtete der staatliche iranische Rundfunk unter Berufung auf die Militärführung.
"Die Amerikaner sollen auf unsere Gegenmaßnahme und unsere schmerzhafte Antwort warten", hieß es in der Erklärung des zentralen Hauptquartiers "Chatam Al-Anbija", das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. "Die Menschen in der Region sollen sich nicht im Umkreis von einem Kilometer um Banken aufhalten", hieß es weiter.
11. März, 9.25 Uhr: Rätseln um Irans obersten Führer - wo ist Chamenei junior?
Drei Tage nach der Ernennung eines neuen iranischen Staatsoberhauptes gibt es noch immer keine Wortmeldung des obersten Führers der Islamischen Republik.
Regierungsanhänger und Beobachter warten mitten im Krieg gespannt auf die erste Rede von Modschtaba Chamenei und darauf, welchen politischen Kurs er einschlagen wird, nachdem sein Vater am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in Teheran getötet worden war.
In den verschiedenen Machtzentren in Teheran herrscht angespanntes Warten. Es seien keine Pläne bekannt, wann und ob sich der 56 Jahre alte Modschtaba Chamenei äußern werde, hieß es aus Parlamentskreisen. Mehrere Abgeordnete tappen demnach selbst im Dunkeln.
11. März, 9.23 Uhr: "Geschosse" treffen Schiffe in und nahe Straße von Hormus
Im Persischen Golf und in der Straße von Hormus hat es nach mutmaßlichen Angriffen des Irans weitere Zwischenfälle gegeben.
Ein "unbekanntes Geschoss" habe ein Frachtschiff in der Meerenge getroffen und einen Brand ausgelöst, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute. Die Besatzung habe um Unterstützung gebeten und das Schiff werde evakuiert.
Im Persischen Golf vor der Küste Dubais sei zudem ein Massengutfrachter von einem ebenfalls "unbekannten Geschoss" getroffen worden, meldete die UKMTO. Die Crew sei aber in Sicherheit. Die britische Behörde hatte Stunden zuvor auch mitgeteilt, dass ein Containerschiff weiter östlich von einem "unbekannten Geschoss" an der Einfahrt zur Straße von Hormus getroffen worden sei.
11. März, 9.22 Uhr: Fluchtwege aus dem Iran nach Europa versperrt
Trotz der anhaltenden Angriffe auf den Iran erwartet der Migrationsforscher Gerald Knaus keine große Fluchtbewegung nach Europa.
Da Staaten wie die Türkei ihre Grenzbefestigung stark ausgebaut hätten, gebe es derzeit keine Fluchtwege, sagte der österreichische Vorsitzende der Denkfabrik Europäische Stabilitätsinitiative (ESI) im Deutschlandfunk. "Wenn wir Grenzen haben, an denen Soldaten stehen, die einen Schießbefehl haben, dann können auch die am meisten verzweifelten Menschen der Welt ihr Land nicht verlassen."
11. März, 8.24 Uhr: Containerschiff in Straße von Hormus von "Geschoss" getroffen
Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Handelsschiff von einem mutmaßlichen Angriff des Irans getroffen worden.
Ein "unbekanntes Geschoss" habe an der Einfahrt zur Straße von Hormus ein Containerschiff getroffen, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute. Dabei seien auch Schäden entstanden. Die Besatzungsmitglieder seien aber in Sicherheit. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend mit Vorsicht zu befahren.
11. März, 8.21 Uhr: Deutschland zieht Botschaftspersonal auch aus Erbil ab
Deutschland zieht wegen des Iran-Kriegs nach dem Personal der deutschen Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad auch die Mitarbeiter des Generalkonsulats in Erbil ab.
Das Personal sei aus der Stadt im Nordosten des Landes temporär aus dem Irak verlegt worden, hieß es am Rande des Besuchs von Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) in der saudischen Hauptstadt Riad aus dem Auswärtigen Amt.
11. März, 7.32 Uhr: FIFA-Chef Infantino - Trump sichert Iran WM-Teilnahme zu
US-Präsident Donald Trump (79) hat FIFA-Präsident Gianni Infantino zugesichert, dass die iranische Nationalmannschaft trotz des Krieges im Nahen Osten bei der Fußball-WM im Sommer in seinem Land antreten darf.
"Während der Gespräche bekräftigte Präsident Trump, dass die iranische Mannschaft natürlich herzlich eingeladen sei, an dem Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen", sagte Infantino nach einem Treffen mit Trump.
11. März, 7.31 Uhr: Mehrere Raketenangriffe Irans erschüttern Israel in der Nacht
Eine Serie nächtlicher Raketenangriffe aus dem Iran hat Millionen Menschen in Israel den Schlaf geraubt.
Immer wieder kam es zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden auch im Großraum Tel Aviv zu Raketenalarm.
Die Raketenabwehr war im Einsatz, um die Geschosse abzufangen. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte.
11. März, 7.30 Uhr: Trump bietet Eskorten durch die Straße von Hormus an
Seit Tagen versucht die US-Regierung, die infolge des Kriegs in Turbulenzen geratenen globalen Märkte und Börsen zu beruhigen.
Dazu zählt auch das Angebot, die USA könnten bei Bedarf Tanker von der Marine durch die Straße von Hormus eskortieren lassen. Bis Dienstagmittag gab es laut Regierungssprecherin Karoline Leavitt aber noch keine solche Eskorte.
Trump (79) hatte betont, dass die Vereinigten Staaten von einer Blockade der Straße von Hormus nicht so stark betroffen seien, weil sie selbst über enorme Gas- und Ölvorkommen verfügten. Das Angebot der Eskorte richte sich vielmehr an andere Länder, er nannte explizit China. Die Volksrepublik importiert viel Öl aus dem Iran, während die USA und Europa über die Straße von Hormus vergleichsweise wenig Öl aus den Staaten am Persischen Golf beziehen.
11. März, 7.29 Uhr: Iran-Krieg lässt Sorge um Energiesicherheit wachsen
Berichte über angeblich vom Iran in der Straße von Hormus verlegte Seeminen befeuern die Sorge um die Sicherheit der internationalen Energieversorgung.
US-Präsident Donald Trump (79) drohte dem iranischen Machtapparat mit Vergeltung, sollte die für den Öltransport ausgesprochen wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman vermint werden. Am Mittwoch wollen die Staats- und Regierungschefs der G7-Länder über die steigenden Energiepreise beraten. Im Gespräch ist unter anderem eine Freigabe nationaler Ölreserven, um den Energiemarkt zu stabilisieren.
11. März, 7.28 Uhr: Netanjahu ruft Iraner zum Sturz der Führung auf
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) rief das iranische Volk dazu auf, sich gegen die eigene Regierung aufzulehnen.
Israel und die USA führten "einen historischen Krieg für die Freiheit", der den Iranern eine große Chance biete, hieß es in einem offenen Brief. "Dies ist eine einmalige Gelegenheit für euch, das Regime der Ajatollahs zu stürzen und eure Freiheit zu erlangen." Das iranische Volk habe um Hilfe gebeten, "und die Hilfe ist angekommen".
11. März, 7.27 Uhr: Irans Polizeichef - Betrachten Demonstranten als Feinde
Nach Israels Aufruf zum Sturz der Führung der Islamischen Republik hat Irans Polizeichef Regierungsgegner mit drastischen Worten vor Protesten gewarnt.
"Wer auf Aufforderung des Feindes auf die Straßen geht, den sehen wir nicht länger als Demonstranten an. Den sehen wir als Feind an und werden ihn wie einen Feind behandeln", sagte Ahmed-Resa Radan im staatlichen Fernsehen. "Alle unsere Männer haben ihren Finger am Abzug."
11. März, 7.24 Uhr: Iran greift Israel und Golfstaaten mit Raketen und Drohnen an
Die iranischen Streitkräfte haben Israel und die Golfstaaten erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen.
In Israel wurden die Raketen entweder abgefangen oder trafen unbewohnte Gebiete, wie die Zeitung "The Times of Israel" berichtete. Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim sprach von der heftigsten Angriffswelle seit Beginn des Krieges.
Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte mit, in verschiedenen Regionen des Landes seien sieben ballistische Raketen und sieben Drohnen abgefangen worden. In Kuwait wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums vier Drohnen abgefangen, eine weitere stürzte demnach in offenem Gelände ab. Auch in Bahrain wurde Luftalarm ausgelöst.
11. März, 7.22 Uhr: Israels Militär greift Hisbollah-Stellungen im Libanon an
Die israelischen Streitkräfte haben erneut Stellungen der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen.
Ziel der Attacken sei die Infrastruktur der proiranischen Islamisten in den als Dahija bekannten Vororten im Süden der Hauptstadt Beirut, teilte das Militär mit. Der Bezirk gilt als Hochburg der schiitischen Hisbollah.
11. März, 7.21 Uhr: Wadephul setzt Krisenreise zum Iran-Krieg in Riad fort
Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) setzt in Saudi-Arabien seinen Krisenbesuch in vom Iran-Krieg betroffenen Ländern fort.
Der CDU-Politiker kam am Abend in der Hauptstadt Riad mit dem saudischen Außenminister Faisal bin Farhan zusammen. Wadephul wollte auch ausloten, welche Perspektiven die Regierung in dem Golf-Königreich für ein Ende der Angriffe Israels und der USA auf den Iran und für die Zeit danach sieht.