Nahost-Konflikt: Iran wirft USA Verstoß gegen Waffenruhe vor

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Israel/Iran - US-Präsident Donald Trump (79) hat die Waffenruhe mit dem Iran überraschend in letzter Minute einseitig für verlängert erklärt.

US-Präsident Donald Trump (79) hat die Waffenruhe verlängert.
US-Präsident Donald Trump (79) hat die Waffenruhe verlängert.  © Alex Brandon/AP/dpa

Auf Bitten Pakistans werde er von Angriffen absehen, bis die Führung im Iran einen "geeinten Vorschlag" zur Beilegung des Krieges unterbreite, teilte er auf Truth Social mit. Die US-Seeblockade iranischer Häfen werde jedoch fortgesetzt.

Teheran habe keine Verlängerung der Waffenruhe erbeten, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf Quellen. Eine offizielle Position des Iran werde zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben, hieß es. 

Ein Berater des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf wies derweil Trumps Ankündigung auf der Plattform X als bedeutungslos zurück.

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Die "Verliererseite kann die Bedingungen nicht diktieren", schrieb Mahdi Mohammadi. Die Fortsetzung der US-Seeblockade sei mit Bombardierungen gleichzusetzen und müsse militärisch beantwortet werden.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

22. April, 21.43 Uhr: Zwei Tote bei Luftangriff im Libanon - Journalistin verletzt

Bei einem israelischen Luftangriff im Südlibanon sind nach libanesischen Angaben zwei Menschen getötet und mindestens eine Journalistin verletzt worden.

Das libanesische Gesundheitsministerium teilte mit, der Vorfall habe sich in dem Ort al-Tiri ereignet. Nach Angaben der libanesischen Nachrichtenagentur NNA wurden zunächst zwei Menschen bei einem israelischen Luftangriff in al-Tiri getötet. Die israelische Armee teilte dazu mit, es seien zwei Fahrzeuge identifiziert worden, die aus einem von der proiranischen Hisbollah-Miliz genutzten Gebäude gekommen seien. 

22. April, 19.45 Uhr: Iran wirft USA Verstoß gegen Waffenruhe vor

Angesichts der einseitig von US-Präsident Donald Trump verlängerten Waffenruhe bekräftigt der Iran, die US-Seeblockade sei ein Verstoß gegen die Feuerpause.

Die Öffnung der Straße von Hormus sei nicht möglich, wenn es zu solchen "schweren Verstößen gegen die Waffenruhe" komme, schrieb Irans Verhandlungsführer und Parlamentspräsident, Mohammed Bagher Ghalibaf, auf der Plattform X.

Der Iran hat laut iranischer Nachrichtenagentur Tasnim weiter keine Pläne, an Friedensgesprächen mit den USA teilzunehmen. US-Medien hatten zuvor berichtet, es könnte am Freitag eine neue Verhandlungsrunde geben.

Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf erhebt schwere Vorwürfe gegen die USA. (Archivbild)
Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf erhebt schwere Vorwürfe gegen die USA. (Archivbild)  © Hamed Malekpour/Khane Melat/dpa

22. April, 19.44 Uhr: Netanjahu - Israel bereit für Verteidigung und Angriff

Vor dem Hintergrund der angespannten Lage im Konflikt mit dem Iran ist Israelnach Angaben des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu "auf jedes Szenario vorbereitet".

Dies gelte "in der Verteidigung und im Angriff", sagte der 76-Jährige bei einem Treffen mit Soldaten der israelischen Raketenabwehr in der Nähe von Jerusalem. Er besuchte die Soldaten im Rahmen des 78. Unabhängigkeitstag Israels. 

Auch der israelische Generalstabschef Ejal Zamir sagte, die israelischen Streitkräfte seien "bereit, an allen Fronten sofort und mit großer Stärke wieder zum Kampf zurückzukehren." US-Präsident Donald Trump hatte eine Waffenruhe im Iran-Krieg vorerst verlängert. Ob der Konflikt dennoch fortgesetzt wird, ist ungewiss. 

22. April, 19.43 Uhr: Palästinenser bei Konfrontationen mit Siedlern getötet

Bei Konfrontationen mit israelischen Siedlern ist im besetzten Westjordanland erneut ein Palästinenser getötet worden.

Ein 25-Jähriger sei Schussverletzungen erlegen, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah mit. Nach Angaben des palästinensischen Rettungsdienstes Roter Halbmond schossen ihm Siedler bei einem Angriff in Deir Dibwan in den Rücken. 

Nach palästinensischen Medienberichten durchsuchte die Armee das Dorf und nahm mehr als 30 Personen fest. Ein israelischer Armeesprecher sagte auf Anfrage, man prüfe die Berichte. 

Erneut gibt es einen Toten bei einem Vorfall im besetzten Westjordanland. (Archivbild)
Erneut gibt es einen Toten bei einem Vorfall im besetzten Westjordanland. (Archivbild)  © Leo Correa/AP/dpa

22. April, 19.42 Uhr: Trump will Iran nur wenige Tage für Antwort geben

US-Präsident Donald Trump will der iranischen Führung Medienberichten zufolge nur wenige Tage geben, um sich auf einen geeinten Vorschlag zur Beilegung des Krieges zu verständigen.

Er sei bereit, die Waffenruhe um drei bis fünf Tage zu verlängern, berichten das Nachrichtenportal "Axios" und der Sender Fox News unter Berufung auf eine US-Quelle beziehungsweise einen Beamten aus dem Weißen Haus. Trumps am Dienstag angekündigte Verlängerung der Waffenruhe ist demnach nur für einen kurzen Zeitraum angedacht. 

22. April, 19.40 Uhr: Israel und Libanon setzen Gespräche in Washington fort

Die beiden verfeindeten Nachbarländer Israel und der Libanon wollen an diesem Donnerstag in Washington erneut zu Gesprächen zusammenkommen.

Das Treffen auf Botschafterebene soll erneut im US-Außenministerium stattfinden. Teilnehmen sollen die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, sowie der israelische Vertreter in Washington, Jechiel Leiter.

Beide hatten sich bereits in der vergangenen Woche miteinander in Washington getroffen. Es waren die ersten direkten Gespräch von Repräsentanten beider Länder seit Jahrzehnten. US-Angaben zufolge gab es "konstruktive Gespräche über Schritte zur Aufnahme direkter Verhandlungen".

22. April, 17.20 Uhr: Weiterer französischer Soldat nach Angriff im Libanon tot

Ein weiterer französischer Soldat der UN-Mission Unifil ist nach einem Angriff im Libanon gestorben.

Der Mann sei am Morgen seinen schweren Verletzungen erlegen, schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf X. Erst am Vortag sei er nach Frankreich zurückgeholt worden. Verantwortlich für den Angriff machte Macron Kämpfer der Hisbollah.

Soldaten der UN-Mission Unifil im Libanon geraten unter Beschuss. Mehrere Franzosen überleben den Angriff nicht. (Archivbild)
Soldaten der UN-Mission Unifil im Libanon geraten unter Beschuss. Mehrere Franzosen überleben den Angriff nicht. (Archivbild)  © Leo Correa/AP/dpa

22. April, 15.49 Uhr: Dutzende israelische Aktivisten nach Syrien vorgedrungen

Dutzende israelische Siedleraktivisten sind auf syrisches Gebiet vorgedrungen, bevor sie von der Armee wieder zurückgebracht wurden.

Die "Times of Israel" berichtete, es handele sich um rechte Aktivisten, die die Einrichtung von Siedlungen im syrischen Grenzgebiet forderten, in dem Israel die Kontrolle übernommen hat. Sie hätten sich zeitweise in einem Gebäude am Rand des syrischen Orts Hadar verschanzt. 

Die Armee teilte mit, etwa 40 Aktivisten seien mehrere hundert Meter tief auf syrisches Gebiet vorgedrungen. Soldaten hätten sie zurückgebracht und der israelischen Polizei übergeben.

22. April, 14.42 Uhr: Iran reklamiert Angriff auf drei Frachtschiffe für sich

Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben drei Frachtschiffe vor ihrer Küste angegriffen und manövrierunfähig gemacht.

In einer von der Nachrichtenagentur Fars verbreiteten Nachricht hieß es zur Begründung, die Revolutionsgarden hätten ihre "regelwidrige" Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestoppt.

Die Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte die Namen der drei Frachtschiffe. Laut dem Trackingdienst Vesselfinder handelte es sich bei der "Epaminondas" um ein Containerschiff unter der Flagge Liberias, die von den Vereinigten Arabischen Emiraten in Richtung Indien unterwegs war.

Der Frachter "MSC Francesca" lag zuletzt vor der Küste Saudi-Arabiens und fährt unter der Flagge Panamas. Außerdem wurde ein Containerschiff namens "Euphoria" attackiert, das sich iranischen Angaben zufolge in griechischem Besitz befinden soll.

Irans Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben drei Frachtschiffe in der Straße von Hormus gestoppt. (Archivbild)
Irans Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben drei Frachtschiffe in der Straße von Hormus gestoppt. (Archivbild)  © Altaf Qadri/AP/dpa

22. April, 14.41 Uhr: Trump verlängert Waffenruhe - Keine Entspannung in Sicht

Die von den USA verlängerte Waffenruhe im Iran-Krieg hat die Spannungen nicht entschärft.

Der Iran äußerte sich bisher nicht dazu, ob er selbst die Feuerpause einhalten wird. Vielmehr zeigten sich die Revolutionsgarden äußerst skeptisch - zumal die US-Seeblockade iranischer Häfen fortgesetzt wird.

Die iranischen Streitkräfte seien auf dem "Höhepunkt der Bereitschaft" zur Fortsetzung der Kampfhandlungen, hieß es in einer Erklärung der Elitestreitmacht. In einer neuen Phase der Eskalation könnten die Streitkräfte "vernichtende und für den Feind unvorstellbare Schläge gegen die verbleibenden Vermögenswerte" in der Region ausführen.

Titelfoto: Hamed Malekpour/Khane Melat/dpa

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