Nahost-Konflikt: Mehrere Explosionen in Teheran!

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Israel/Iran - US-Präsident Donald Trump gibt dem Iran Berichten zufolge nur noch wenige Tage Zeit für einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges.

US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf Teheran.
US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf Teheran.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Teheran sieht sich jedoch mit der Blockade der für die Weltwirtschaft wichtigen Straße von Hormus in einer Position der Stärke.

Vermittlerstaaten, darunter die Türkei, Pakistan und Ägypten, bemühen sich nach Informationen des "Wall Street Journal" fieberhaft, ein neues Treffen der beiden Seiten zu arrangieren, möglicherweise für diesen Freitag.

Die USA wie auch der Iran warnten, sie seien bereit, die Kämpfe wieder aufzunehmen.

Nahost-Konflikt: US-Delegation will am Samstag mit Iran Gespräche führen - in Pakistan
Israel Krieg Nahost-Konflikt: US-Delegation will am Samstag mit Iran Gespräche führen - in Pakistan

Trump sei willens, die Waffenruhe um drei bis fünf Tage zu verlängern, melden das US-Nachrichtenportal "Axios" und der Sender Fox News unter Berufung auf eine US-Quelle beziehungsweise einen Beamten des Weißen Hauses.

Trumps am Dienstag verkündete Verlängerung der Waffenruhe ist demnach nur für einen kurzen Zeitraum angedacht.

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

23. April, 20.42 Uhr: Israel greift den Iran im Moment offenbar nicht an

Nach Explosionen in Teheran haben israelische Sicherheitskreise erklärt, dass Israel den Iran derzeit nicht angreife.

"Israel greift den Iran im Moment nicht an", hieß es am Donnerstagabend aus den Sicherheitskreisen. Zuvor hatten iranische Medien berichtet, dass in der Hauptstadt Explosionen zu hören gewesen und das Luftabwehrsystem aktiviert worden seien.

23. April, 20.26 Uhr: Hapag-Lloyd sieht noch keine Möglichkeit für Hormus-Passage

Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd sieht derzeit keine Option, ihre im Persischen Golf festsitzenden Handelsschiffe durch die Straße von Hormus zu leiten.

Es gebe derzeit keine Möglichkeit einer Durchfahrt und man warte auf eine Gelegenheit, sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen. Weitere Details nannte er nicht.

23. April, 20.17 Uhr: Ölpreise legen wieder deutlich zu

Der Preis für Rohöl ist nach einem Medienbericht über den Rückzug eines wichtigen iranischen Politikers aus dem Verhandlungsteam deutlich gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni wurde bei 105,56 US-Dollar gehandelt und damit 3,6 Prozent höher als am Vortag. Die Entwicklung beim Preis für das US-Öl WTI verlief ähnlich.

Dem israelischen Nachrichtensender N12 zufolge hat Irans Parlamentssprecher Mohammad Baqer Qalibaf das Verhandlungsteam seines Landes verlassen. Damit sei dieser einer Intervention der Revolutionären Garden gefolgt. Qalibaf hatte in den Verhandlungen zwischen den USA und Teheran im Iran-Krieg eine Schlüsselrolle inne.

Der Rücktritt könnte laut Experten ein Zeichen sein, dass sich die eine harte Linie fahrenden Garden einem Dialog mit den Vereinigten Staaten verweigern. Das würde die Wiedereröffnung der Straße von Hormus in einer Vereinbarung beider Seiten erschweren.

Die Spritpreise dürften bald wieder weiter anziehen.
Die Spritpreise dürften bald wieder weiter anziehen.  © Patrick Pleul/dpa

23. April, 20.07 Uhr: Mehrere Explosionen in Teheran!

Erstmals seit Inkrafttreten der Waffenruhe mit den USA sind in Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran Medienberichten zufolge Explosionen zu hören gewesen.

Die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete am Donnerstag zudem, dass im Westen Teherans "das Geräusch von Luftabwehrfeuer" zu hören gewesen sei. Die Nachrichtenagentur Mehr meldete, das Abwehrsystem sei in mehreren Teilen der Hauptstadt gegen "feindliche Ziele" aktiviert worden.

Offenbar gibt es neue Angriffe auf Teheran. Dies ist ein Foto von einem älteren Angriff. (Archivbild)
Offenbar gibt es neue Angriffe auf Teheran. Dies ist ein Foto von einem älteren Angriff. (Archivbild)  © Mohsen Ganji/AP/dpa

23. April, 19.56 Uhr: Neue Runde direkter Gespräche zwischen Israel und Libanon in Washington

Nach ihren ersten direkten Gesprächen seit Jahrzehnten treffen sich in Washington erneut Vertreter Israels und des Libanon auf Botschafterebene. Bei der zweiten Gesprächsrunde am Donnerstag wird der Libanon nach Angaben von Präsident Joseph Aoun darauf dringen, die Waffenruhe zu verlängern. Dies umfasse auch "ein Ende der Zerstörung von Häusern und der Angriffe auf Zivilisten, Gotteshäuser, Journalisten sowie den Medizin- und Bildungssektor".

Wie bereits in der vorangegangenen Gesprächsrunde wird US-Außenminister Marco Rubio am Donnerstag den israelischen Botschafter in den USA, Yechiel Leiter, und die libanesische Botschafterin Nada Hamadeh Moawad in Anwesenheit des US-Botschafters im Libanon, Michel Issa, zusammenbringen. Zudem wird erwartet, dass der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, an dem Treffen teilnimmt, wie die Nachrichtenagentur AFP aus dem US-Außenministerium erfuhr.

23. April, 19.44 Uhr: Pahlavi pocht auf Sturz der iranischen Führung und macht Druck auf Europäer

Der Exil-Oppositionelle Reza Pahlavi (65) hat in Berlin zum Sturz der iranischen Führung aufgerufen und von den Europäern eine entschlosseneren Haltung gegenüber Teheran gefordert. "Wenn Sie glauben, Sie könnten mit diesem Regime Frieden schließen, irren Sie sich gewaltig", sagte Pahlavi am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. "Es wird niemals Stabilität geben, wenn auch nur eine abgeschwächte Version dieses Systems überlebt."

"Das Regime war noch nie so schwach wie jetzt", sagte Pahlavi. Es bestehe die einmalige Gelegenheit, "dem ein Ende zu setzen". Europa stehe vor der Wahl "zwischen einem sterbenden Regime, das uns alle gefährdet, und einem freien Iran". Der Wandel im Iran sei im Gange. Die entscheidende Frage sei, "wie viele Iraner ihr Leben verlieren werden, während die Gemeinschaft der westlichen Demokratien weiterhin nur zusieht", sagte Pahlavi.

Reza Pahlavi (65), der Sohn des Iranischen Schah, steht mit seiner Frau Yasmine Pahlavi, auf der Bühne bei der Demonstration "Unterstützung der iranischen Revolution anlässlich der Reise von Kronprinz Reza Pahlavi nach Berlin", die anlässlich des Besuchs des iranischen Schah-Sohn Pahlavi in Berlin stattfindet.
Reza Pahlavi (65), der Sohn des Iranischen Schah, steht mit seiner Frau Yasmine Pahlavi, auf der Bühne bei der Demonstration "Unterstützung der iranischen Revolution anlässlich der Reise von Kronprinz Reza Pahlavi nach Berlin", die anlässlich des Besuchs des iranischen Schah-Sohn Pahlavi in Berlin stattfindet.  © Sebastian Gollnow/dpa

23. April, 19.29 Uhr: Israel wartet auf "grünes Licht" von Trump, um Krieg fortzusetzen

Israel ist nach den Worten von Verteidigungsminister Israel Katz (70) "bereit, den Krieg gegen den Iran wieder aufzunehmen". Die Ziele seien "markiert", sagte Katz am Donnerstag in einer Videobotschaft.

"Wir warten auf grünes Licht aus den Vereinigten Staaten – in erster Linie, um die Chamenei-Dynastie vollständig zu eliminieren", fuhr er mit Blick auf den obersten Führer Modschtaba Chamenei (56) fort, der Nachfolger seines am 28. Februar getöteten Vaters Ali Chamenei ist. Darüber hinaus solle der Iran "ins dunkle Zeitalter und in die Steinzeit zurückversetzt" werden.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz (70) will den Iran-Krieg schnellstmöglich fortsetzen.
Israels Verteidigungsminister Israel Katz (70) will den Iran-Krieg schnellstmöglich fortsetzen.  © Thanassis Stavrakis/AP/dpa

23. April, 19.11 Uhr: Irans Zentralbank bestätigt Eingang von Maut für Straße von Hormus

Die iranische Zentralbank hat den Erhalt erster Gebühren für die Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus bestätigt. Laut der Nachrichtenagentur Fars gingen die Zahlungen in bar oder Devisen ein, nicht aber in Kryptowährung.

Die Höhe der Abgaben richtet sich laut dem Bericht nach der Art und Menge der geladenen Fracht sowie dem jeweiligen "Risikograd". Konkrete Summen nannte die Bank nicht. Branchenkreise hatten zuvor von Forderungen in Höhe von bis zu zwei Millionen US-Dollar pro Durchfahrt berichtet.

23. April, 19.07 Uhr: Irans oberster Führer Chamenei wohl schwer verletzt - aber "klar im Kopf"

Der neue oberste iranische Führer Modschtaba Chamenei (56) ist laut einem US-Medienbericht schwer verletzt, geistig aber klar.

Die New York Times (NYT) berichtete am Donnerstag unter Berufung auf ungenannte iranische Regierungsvertreter, Chamenei habe aufgrund der Verletzungen, die er bei einem US-israelischen Angriff Ende Februar erlitten habe, die Entscheidungsgewalt "zumindest für den Augenblick" in die Hände von Generälen der Revolutionsgarden gelegt.

Frauen halten Plakate des neuen iranischen Staatsoberhaupts Modschtaba Chamenei (56) während einer Kampagne zur Unterstützung der Regierung auf dem Platz der Islamischen Revolution.
Frauen halten Plakate des neuen iranischen Staatsoberhaupts Modschtaba Chamenei (56) während einer Kampagne zur Unterstützung der Regierung auf dem Platz der Islamischen Revolution.  © Vahid Salemi/AP/dpa

23. April, 16.14 Uhr: US-Marine soll laut Trump jeden Minenleger versenken

Im Kampf gegen mutmaßliche Seeminen in der Straße von Hormus verschärft US-Präsident Donald Trump (79) sein Vorgehen. Er wies die Marine seines Landes an, alle Schiffe zu beschießen und zu versenken, die Minen in der Meerenge ausbringen würden, wie Trump auf Truth Social mitteilte.

Ferner schrieb der Republikaner, Minensuchboote würden nun noch intensiver die für den globalen Handel wichtige Seestraße von Sprengkörpern säubern. Vor einer Woche hatte er noch erklärt, dass die angeblich in der Straße von Hormus verteilten iranischen Seeminen bereits allesamt geborgen seien – oder noch entfernt werden würden.

US-Präsident Donald Trump (79) verschärft sein Vorgehen.
US-Präsident Donald Trump (79) verschärft sein Vorgehen.  © Jen Golbeck/FR172329 AP/dpa

23. April, 13.07 Uhr: Schah-Sohn Pahlavi mit Tomate beworfen

Der iranische Exilpolitiker Reza Pahlavi ist bei seinem Berlin-Besuch mit einer Tomate beworfen worden. Danach wurde ein Mann festgenommen, wie die Polizei mitteilte.

Der Zwischenfall ereignete sich, nachdem der Sohn des 1979 gestürzten Schahs in der Bundespressekonferenz zu Gast war. Weitere Details nannte die Polizei nicht. Die soßenartige Flüssigkeit war auf der Schulter und am Hals Pahlavis zu sehen.

Reza Pahlavi wurde im Nacken von einer Tomate getroffen.
Reza Pahlavi wurde im Nacken von einer Tomate getroffen.  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa
Beim Besuch des Schah-Sohns Pahlavi in Berlin ereignete sich ein Zwischenfall.
Beim Besuch des Schah-Sohns Pahlavi in Berlin ereignete sich ein Zwischenfall.  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

23. April, 11.36 Uhr: Teheran meldet erste Einnahmen aus Maut-Gebühr für Straße von Hormus

Teheran hat laut einem hochrangigen Vertreter erstmals Einnahmen aus seinen für die Durchfahrt der blockierten Straße von Hormus erhobenen Gebühren erhalten.

"Die ersten Einnahmen aus den Mautgebühren für die Straße von Hormus wurden auf das Konto der Zentralbank eingezahlt", erklärte der stellvertretende Parlamentspräsident Hamidresa Hadschibabaei am Donnerstag, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete.

Titelfoto: Mohsen Ganji/AP/dpa

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