Nahost-Konflikt: Israel fordert Evakuierung von neun Dörfern im Südlibanon

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Israel/Iran - Nach den jüngsten militärischen Konfrontationen scheinen die USA und der Iran erneut auf die diplomatische Karte zu setzen.

Die Gefechte in der Straße von Hormus sind vorerst beendet. (Archivfoto)
Die Gefechte in der Straße von Hormus sind vorerst beendet. (Archivfoto)  © -/kyodo/dpa

Die Regierung in Washington wartet auf Teherans Antwort auf einen US-Vorschlag für ein Ende des Iran-Kriegs.

Gespräche der Konfliktparteien unter der Vermittlung Pakistans könnten laut "Wall Street Journal" bereits in der kommenden Woche erneut in Islamabad stattfinden. Zuletzt waren Pläne für weiteren Gesprächsrunden in der pakistanischen Hauptstadt mehrmals gescheitert.

US-Präsident Donald Trump sagte am Freitagabend in Washington, seine Regierung erwarte noch am selben Abend eine Rückmeldung des Irans. Auf die Frage, ob die Iraner die Verhandlungen hinauszögerten, antwortete Trump: "Das werden wir bald herausfinden."

Nahost-Konflikt: US-Delegation will am Samstag mit Iran Gespräche führen - in Pakistan
Israel Krieg Nahost-Konflikt: US-Delegation will am Samstag mit Iran Gespräche führen - in Pakistan

Zuvor hatte bereits US-Außenminister Marco Rubio gesagt, er erwarte die iranische Antwort und hoffe, dass es sich um ein ernsthaftes Angebot handeln werde. Irans Regierung hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, man prüfe einen Vorschlag aus den USA. 

Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

9. Mai, 13.20 Uhr: Israel fordert Evakuierung von neun Dörfern im Südlibanon

Die israelische Armee hat die Einwohner von neun Dörfern und Ortschaften im Südlibanon zur Evakuierung aufgefordert.

Ein Armeesprecher erklärte auf der Plattform X, die Menschen müssten ihre Häuser zu Ihrer eigenen Sicherheit verlassen und sich mindestens 1000 Meter von den Dörfern und Ortschaften entfernt in offenes Gelände begeben. Laut Armee besteht Lebensgefahr für Personen, die sich in der Nähe von Kämpfern, Stützpunkten und Waffenlagern der Hisbollah-Miliz aufhalten. 

Die Armee begründete ihren Einsatz mit Verletzungen einer geltenden Waffenstillstandsvereinbarung durch die Hisbollah-Miliz. Sie kündigte an, mit aller Härte vorgehen zu wollen.

Rauchschwaden ziehen nach einem israelischen Luftangriff über das südlibanesische Dorf Kfar Tebnit.
Rauchschwaden ziehen nach einem israelischen Luftangriff über das südlibanesische Dorf Kfar Tebnit.  © Stringer/dpa

9. Mai, 7.24 Uhr: Krieg bald beendet? Trump erwartet Antwort von Teheran

US-Präsident Donald Trump hat eigenen Angaben zufolge noch am Freitagabend mit einer Antwort des Iran auf den jüngsten US-Vorschlag für ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs gerechnet.

"Ich erhalte angeblich heute Abend einen Brief, also werden wir sehen, wie das läuft", sagte Trump am Freitag vor dem Weißen Haus zu Journalisten. Zuvor hatte bereits US-Außenminister Marco Rubio erklärt, Washington erwarte für den Freitag eine iranische Reaktion auf den Vorschlag. "Ich hoffe wirklich, dass es ein ernsthaftes Angebot ist", sagte Rubio dazu bei einem Besuch in Rom.

Die iranische Regierung prüfte eigenen Angaben zufolge einen neuen Verhandlungsvorschlag der USA.

US-Präsident Donald Trump hat eigenen Angaben zufolge noch am Freitagabend mit einer Antwort des Iran auf den jüngsten US-Vorschlag für ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs gerechnet.
US-Präsident Donald Trump hat eigenen Angaben zufolge noch am Freitagabend mit einer Antwort des Iran auf den jüngsten US-Vorschlag für ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs gerechnet.  © Jose Luis Magana/AP/dpa

9. Mai, 3 Uhr: Neue Iran-Sanktionen treffen chinesische Firmen

Wenige Tage vor dem geplanten Treffen von Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping treffen neue Iran-Sanktionen der USA auch mehrere chinesische Unternehmen.

Sie hätten eine Rolle bei der Beschaffung von Waffen sowie Bauteilen für das iranische Drohnen- und Raketenprogramm gespielt, teilte das US-Finanzministerium mit. Weitere betroffene Unternehmen kommen unter anderem aus Belarus und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

8. Mai, 21.36 Uhr: Gefechte in Straße von Hormus laut Irans Militär beendet

Das iranische Militär hat die Gefechte mit US-Kriegsschiffen in der Straße von Hormus für beendet erklärt.

"Nach einer gewissen Zeit gegenseitigen Beschusses sind die Kämpfe derzeit eingestellt und die Lage ruhig", zitierte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim eine namentlich nicht genannte militärische Quelle.

8. Mai, 18.22 Uhr: Mindestens ein Toter nach nächtlichen US-Angriffen

Nach den US-Luftangriffen auf Ziele entlang der Küste ist iranischen Angaben zufolge mindestens ein Mensch ums Leben gekommen.

Ein Regierungsvertreter der Küstenstadt Minab berichtete laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim über Opfer, nachdem ein Frachtschiff im Meer getroffen worden war. Zehn von 15 Besatzungsmitgliedern seien verletzt worden. Für den Rest der Crew wurde eine Suchaktion eingeleitet. Ein Mitglied wurde am Freitag schließlich tot geborgen.

8. Mai, 16.42 Uhr: USA wollen zwei Tanker unter iranischer Flagge angegriffen haben

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut unter iranischer Flagge fahrende, unbeladene Öltanker angegriffen und außer Gefecht gesetzt.

Zwei solche Schiffe hätten versucht, einen iranischen Hafen am Golf von Oman anzulaufen, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Von einem US-Kampfflugzeug seien an diesem Freitag Schüsse auf die Schiffe abgefeuert worden, um zu verhindern, dass sie die US-Seeblockade brechen würden, hieß es.

US-Präsident Trump (79) fährt seinen Schlingerkurs gegen den Iran weiter.
US-Präsident Trump (79) fährt seinen Schlingerkurs gegen den Iran weiter.  © Matt Rourke/AP/dpa

8. Mai, 15.32 Uhr: Iranische Medien melden neue Explosionen am Persischen Golf

Nach nächtlichen Feuergefechten am Persischen Golf haben iranische Medien erneut Explosionen an der Südküste gemeldet.

Nahe der Stadt Sirik in der Provinz Hormusgan seien Explosionsgeräusche zu hören gewesen, berichtete unter anderem die Nachrichtenagentur Mehr. Der Grund dafür war zunächst unklar, wie es in dem Bericht hieß.

8. Mai, 14.29 Uhr: Hisbollah feuert auf Israel - Bericht über Tote im Libanon

Trotz geltender Waffenruhe hat die Hisbollah erneut Raketen auf Nordisrael gefeuert.

Das libanesische Gesundheitsministerium meldete derweil vier Tote und mehrere Verletzte bei einem israelischen Angriff im Südlibanon. Israels Armee äußerte sich dazu zunächst nicht auf Anfrage.

8. Mai, 14 Uhr: Emirate melden drei Verletzte nach Angriff am Morgen

Nach einem iranischen Angriff am Morgen haben die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten drei Verletzte gemeldet.

Das Verteidigungsministerium fing dabei nach eigenen Angaben zwei ballistische Raketen und drei Drohnen ab, die aus dem Iran gestartet worden seien.

Die Gesamtzahl der Verletzten sei seit Ausbruch des Iran-Kriegs Anfang Februar damit auf 230 gestiegen. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit den Angriffen liege nach offiziellen Angaben bei insgesamt 13.

Das Verteidigungsministerium erklärte, die Streitkräfte seien weiterhin vollständig einsatzbereit, um auf Bedrohungen zu reagieren. Man werde entschlossen gegen alle Gefahren vorgehen, die die Sicherheit und Stabilität des Landes beeinträchtigen könnten, hieß es.

Bei einem iranischen Angriff am Freitagmorgen sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten drei Menschen verletzt worden. (Archivfoto)
Bei einem iranischen Angriff am Freitagmorgen sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten drei Menschen verletzt worden. (Archivfoto)  © Altaf Qadri/AP/dpa

8. Mai, 13.58 Uhr: USA würden Verhandlungen durch Militäraktionen torpedieren

Nach gegenseitigen Angriffen zwischen den USA und dem Iran wirft der iranische Außenminister Abbas Araghtschi den Vereinigten Staaten vor, eine Verhandlungslösung zu torpedieren.

"Immer wenn eine diplomatische Lösung auf dem Tisch liegt, entscheiden sich die USA für leichtsinnige militärische Abenteuer. Ist das eine plumpe Einschüchterungstaktik?", schrieb Araghtschi auf X.

Zwischen den Kriegsparteien war es in der Nacht zu militärischen Spannungen gekommen. Die USA hatten Ziele auf dem iranischen Festland angegriffen. Der Iran hatte US-Militärschiffe mit Raketen und Schnellbooten attackiert. Beide Seiten widersprechen sich bei der Reihenfolge der jeweiligen Angriffe.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi wirft den Vereinigten Staaten vor, eine Verhandlungslösung durch Militäraktionen zu unterlaufen.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi wirft den Vereinigten Staaten vor, eine Verhandlungslösung durch Militäraktionen zu unterlaufen.  © Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa

8. Mai, 11.57 Uhr: Boote der Gaza-Hilfsflotte sammeln sich im türkischen Marmaris

Die sogenannte "Global Sumud Flotilla" will sich nach Angaben der Organisatoren in den kommenden Tagen im türkischen Hafen Marmaris neu formieren.

Mehrere Boote seien bereits in der Bucht der Hafenstadt eingetroffen, weitere Segelboote aus Griechenland und Italien seien auf dem Weg dorthin, teilten die Aktivisten mit. Daten eines Online-Trackers der Initiatoren zeigten zudem am Donnerstag Bewegungen der Boote in Richtung Marmaris.

Wann die Aktivisten erneut mit Hilfsgütern von Marmaris aus in Richtung Gazastreifen auslaufen wollen, blieb zunächst unklar. Am 12. Mai solle es weitere Informationen zur "nächsten Phase" der Aktion geben, hieß es von den Organisatoren.

Die israelische Marine hatte vergangene Woche mehr als 20 Schiffe der "Global Sumud Flotilla" in internationalen Gewässern westlich von Kreta abgefangen und nach eigenen Angaben 175 Menschen festgenommen. Griechenland nahm die meisten von ihnen auf und organisierte ihre Rückreise in die Herkunftsländer. Zwei Aktivisten wurden von der israelischen Marine nach Israel gebracht und dort inhaftiert.

Im Hafen von Marmaris versammeln sich Boote der "Global Sumud Flotilla". Wann die Aktivisten wieder mit Hilfsgütern Richtung Gazastreifen starten, ist noch offen. (Archivfoto)
Im Hafen von Marmaris versammeln sich Boote der "Global Sumud Flotilla". Wann die Aktivisten wieder mit Hilfsgütern Richtung Gazastreifen starten, ist noch offen. (Archivfoto)  © Joan Mateu Parra/AP/dpa

8. Mai, 6.16 Uhr: Emirate melden Abwehr neuer iranischer Luftangriffe

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind eigenen Angaben zufolge erneut vom Iran angegriffen worden.

Die Luftverteidigung wehre derzeit Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran ab, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Katastrophenschutzbehörde rief die Bevölkerung auf der Plattform X dazu auf, an einem sicheren Ort zu bleiben und auf offiziellen Warnungen zu achten.

Anwohner sollten herabfallende Trümmer nicht anfassen oder fotografieren und sich ihnen auch nicht nähern. Zu den Zielen der iranischen Angriffe gab es zunächst keine Informationen.

Die Vereinigten Arabischen Emirate wurden erstmals seit Beginn der Waffenruhe vor rund vier Wochen wieder Ziel iranischer Angriffe.
Die Vereinigten Arabischen Emirate wurden erstmals seit Beginn der Waffenruhe vor rund vier Wochen wieder Ziel iranischer Angriffe.  © Altaf Qadri/AP/dpa

8. Mai, 6.11 Uhr: Trump setzt Hormus-Einsatz nach Druck von Verbündeten aus

Präsident Donald Trump hat den US-Einsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus Medienberichten zufolge nach Druck von Verbündeten am Golf ausgesetzt.

Trumps überraschender Stopp von "Projekt Freiheit" erfolgte, nachdem Saudi-Arabien den USA die Nutzung eines Luftwaffenstützpunktes sowie des saudischen Luftraums zur Unterstützung der Initiative untersagt hatte, wie der Sender NBC News unter Berufung auf zwei US-Beamte berichtete.

Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf saudische Beamte, dass neben Saudi-Arabien auch Kuwait dem US-Militär die Nutzung von Stützpunkten beziehungsweise seines Luftraums verwehrt hatte.

Dazu sei es gekommen, nachdem hochrangige US-Beamte iranische Angriffe in der Region als Reaktion auf "Projekt Freiheit" heruntergespielt hätten. Die US-Initiative habe den größten Streit in den militärischen Beziehungen der USA und Saudi-Arabiens seit Jahren ausgelöst, hieß es.

Nach Informationen des "Wall Street Journal" haben Saudi-Arabien und Kuwait ihre Beschränkungen für das US-Militär inzwischen wieder aufgehoben. Im Fall Saudi-Arabiens sei dies das Ergebnis eines von mehreren Telefonaten zwischen Trump und dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman gewesen.

Trumps Regierung erwäge nun, "Projekt Freiheit" wieder aufzunehmen. Laut Beamten aus dem Pentagon könnte das bereits diese Woche passieren, schrieb die Zeitung.

Nach Druck von Verbündeten am Golf legte US-Präsident Donald Trump das "Projekt Freiheit" in der Straße von Hormus zunächst auf Eis.
Nach Druck von Verbündeten am Golf legte US-Präsident Donald Trump das "Projekt Freiheit" in der Straße von Hormus zunächst auf Eis.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

7. Mai, 21.58 Uhr: Kein Genehmigungsverfahren, sondern freie Hormus-Schifffahrt

UN-Generalsekretär António Guterres (77) hat ein vom Iran angekündigtes neues Genehmigungsverfahren für die Straße von Hormus abgelehnt und sich erneut für freien Schiffsverkehr durch die Meerenge ausgesprochen.

"Was wir nicht wollen, sind zusätzliche Restriktionen oder Strukturen", sagte ein Sprecher von Guterres in New York. "Wir wollen wieder dahin zurück, wo wir waren, also zur Navigationsfreiheit in der Straße von Hormus, unter der zivile Schiffe kommen und gehen konnten, um zu exportieren und zu importieren, und wir wissen, von welcher Bedeutung die Meerenge für uns alle auf der Welt ist."

UN-Generalsekretär António Guterres (77). (Archivbild)
UN-Generalsekretär António Guterres (77). (Archivbild)  © Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa

7. Mai, 21.35 Uhr: Iranische Medien melden Explosionen am Persischen Golf

Inmitten militärischer Spannungen mit den USA haben iranische Medien mehrere Explosionen am Persischen Golf gemeldet.

Nahe der Hafenstadt Bandar Abbas an der Südküste seien Explosionsgeräusche zu hören gewesen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Die genaue Ursache dafür sei jedoch unklar. Fars schrieb in einem weiteren Bericht von Schusswechsel zwischen iranischen Streitkräften und dem "Feind". Dabei sei unter anderem ein Hafenbereich auf der Insel Gheschm getroffen worden. Nähere Details lagen zunächst nicht vor.

Auch in den sozialen Medien meldeten Bewohner aus den Küstengebieten Explosionen. Auf der Insel Gheschm etwa seien Explosionsgeräusche und Lichter über dem Meer beobachtet worden, berichtete der bekannte Netzaktivist Vahid unter Berufung auf lokale Einwohner.

Titelfoto: Stringer/dpa

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